Medikamentencheck Arzneimittelinformationen

Dolovisano Methocarbamol 750 Tabletten

Präparat:

Dolovisano Methocarbamol 750 Tabletten

Darreichungsform:

Tabletten

Abgabeform:

verschreibungspflichtig

Zuzahlungsbefreite Packungsgrößen:

keine

Aktive Wirkstoffe:

  • Methocarbamol
Über Hilfsstoffe, Geruchs-, Geschmacks-, Konservierungs- und Farbstoffe informieren Sie sich bitte in der Gebrauchsinformation oder fragen Sie bei Ihrem Apotheker nach.


Wir machen den Beipackzettel für Sie verständlich: Informationen zu Nebenwirkungen, Dosierung und Risiken


Die folgenden Informationen beziehen sich auf den/die arzneilich wirksamen Inhaltsstoff(e). Bitte beachten Sie, dass diese Informationen zu den Wirkstoffen von den Angaben in der Packungsbeilage abweichen können. So werden von den pharmazeutischen Herstellern teilweise unterschiedliche Anwendungsgebiete deklariert.


1 Was ist "Dolovisano Methocarbamol 750 Tabletten" und wofür wird es angewendet?
1.1 Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel?
"Dolovisano Methocarbamol 750 Tabletten" enthält den Wirkstoff Methocarbamol, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten Muskelrelaxanzien und zentral wirkenden Mittel, speziell der Carbaminsäureester.
Der Wirkungsmechanismus von Methocarbamol bei Menschen ist nicht gänzlich erforscht, beruht aber auf einer allgemeinen Dämpfung des zentralen Nervensystems. Es hat keine direkte Auswirkung auf die Kontraktion der gestreiften Muskulatur, die motorische Endplatte oder die Nervenfasern.
Methocarbamol ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.
1.2 Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es?
Methocarbamol gibt es als:
- Tabletten/Filmtabletten enthaltend 750 mg Methocarbamol,
- Ampullen mit Injektions- oder Infusionslösung enthaltend in 10 ml 1 000 mg Methocarbamol.
Ihr Arzt legt fest, welche Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.
1.3 Methocarbamol wird angewendet zur
symptomatischen Behandlung schmerzhafter Muskelverspannungen, insbesondere des unteren Rückenbereiches (Lumbago).
2 Was müssen Sie vor der Anwendung von "Dolovisano Methocarbamol 750 Tabletten" beachten?
2.1 "Dolovisano Methocarbamol 750 Tabletten" darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie überempfindlich gegen Methocarbamol oder einen der sonstigen Bestandteile von "Dolovisano Methocarbamol 750 Tabletten" sind,
- bei komatösen oder präkomatösen Zuständen,
- bei Erkrankungen des Zentralnervensystems,
- bei einer krankhaften Muskelschwäche (Myasthenia gravis),
- bei einer Epilepsieneigung.
Für Injektions- oder Infusionslösungen zusätzlich: während der Schwangerschaft und Stillzeit, und bei Verdacht auf oder Bestehen einer Nierenerkrankung. Diese Vorsichtsmaßnahme ist erforderlich wegen des Gehaltes an Macrogol 300. Durch diese Substanz kann eine bereits bestehende Azidose verschärft und bei nierengeschädigten Patienten Harnsäureverhaltung verursacht werden. Dazu müssen jedoch beträchtlich höhere Dosen Macrogol 300 verabreicht werden, als sie in der empfohlenen Dosierung enthalten sind. Aus Gründen allgemeiner Vorsicht ist jedoch an oben genannter Gegenanzeige festzuhalten.
2.2 Besondere Vorsicht bei der Anwendung von "Dolovisano Methocarbamol 750 Tabletten" ist erforderlich,
- bei eingeschränkter Leberfunktion.
Methocarbamol kann Ergebnisse von medizinischen Untersuchungen oder Tests beeinträchtigen. Informieren Sie Ihren Arzt darüber, dass Sie Methocarbamol einnehmen, bevor Sie mit dem Test beginnen.
Wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen oder stillen oder Nierenprobleme haben oder hatten, sollten Sie bei der Einnahme von Methocarbamol besonders vorsichtig sein.
Injektions- oder Infusionslösungen dürfen während der Schwangerschaft und Stillzeit oder bei Verdacht auf oder Bestehen einer Nierenerkrankung nicht angewendet werden.
Wenn Sie nicht sicher sind, ob die oben genannten Umstände auf Sie zutreffen, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie mit der Anwendung von Methocarbamol beginnen.
2.2.a Kinder
"Dolovisano Methocarbamol 750 Tabletten" ist nicht für die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren bestimmt, da hierzu keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.
2.2.b Ältere Patienten
Älteren Patienten benötigen möglicherweise nur die Hälfte der üblichen Dosis, siehe bitte Abschnitt 3.2 ("Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis für Tabletten/Filmtabletten").
2.2.c Schwangerschaft
Nehmen Sie Methocarbamol nicht ein, wenn Sie schwanger sind oder schwanger werden könnten, es sei denn Ihr Arzt rät dazu. Kontaktieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie glauben, schwanger zu sein oder wenn Sie eine Schwangerschaft planen.
Methocarbamol-haltige Injektions- oder Infusionslösungen dürfen bei Ihnen, wenn Sie schwanger sind, nicht angewendet werden.
2.2.d Stillzeit
Nehmen Sie Methocarbamol nicht während der Stillzeit ein oder wenn Sie planen zu stillen.
Methocarbamol-haltige Injektions- oder Infusionslösungen dürfen in der Stillzeit nicht angewendet werden.
2.2.e Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Methocarbamol beeinträchtigt das Leistungsvermögen und Befinden im Allgemeinen nicht. Sowohl bei der Einmalgabe als auch bei längerfristiger Einnahme sind keine Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen bekannt. Bitte beachten Sie aber, dass in seltenen bzw. sehr seltenen Fällen Nebenwirkungen wie Schwindel, Sehstörungen oder Benommenheit beinträchtigend auftreten könnten, siehe Kapitel 4.1 .
2.3 Welche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind zu beachten?
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Die Anwendung von Methocarbamol kann die Wirkung anderer Arzneimittel beeinträchtigen und die Einnahme anderer Arzneimittel kann die Wirkung von Methocarbamol beeinträchtigen.
Falls Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker darüber informieren, da sie Wechselwirkungen mit Methocarbamol hervorrufen können:
- Barbiturate, die bei Epilepsie oder als Schlafmittel eingenommen werden können,
- Appetitzügler zur Gewichtsreduktion,
- Arzneimittel, die bei Magenverstimmungen und Seekrankheit agewendet werden (Anticholinergika),
- Psychopharmaka zur Behandlung von Angstgefühlen, Depressionen oder anderen psychischen Störungen.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Zahnarzt darüber, dass Sie Methocarbamol einnehmen, wenn Ihnen aus irgendeinem Grund Anaesthetika verabreicht werden sollen.
Methocarbamol kann die Wirkung von Pyridostigminbromid abschwächen, daher darf Methocarbamol bei Patienten mit krankhafter Muskelschwäche (Myasthenia gravis), die mit Pyridostigmin behandelt werden, nicht eingesetzt werden.
Methocarbamol kann eine Farbinterferenz bei Laboruntersuchungen auf Hydroxyindolessigsäure (5-HIAA) und Vanillinmandelsäure (VMA) verursachen.
2.4 Woran ist bei Einnahme von "Dolovisano Methocarbamol 750 Tabletten" zusammen mit Nahrungs- und Genussmitteln und Getränken zu denken?
Bei Einnahme von Alkohol während der Behandlung mit Methocarbamol kann es zu einer Wirkungsverstärkung kommen.
3 Wie ist "Dolovisano Methocarbamol 750 Tabletten" anzuwenden?
Wenden Sie "Dolovisano Methocarbamol 750 Tabletten" immer genau nach der Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
3.1 Art und Dauer der Anwendung
Nehmen Sie die Tabletten/Filmtabletten unzerkaut mit ausreichend Wasser ein.
Diese Tabletten sind zur kurzzeitigen Behandlung. Nehmen Sie sie so lange ein, wie Ihr Arzt sie Ihnen verordnet hat oder bis Sie sie nicht mehr zur Schmerzlinderung brauchen. Eine Behandlungsdauer von 30 Tagen soll nicht überschritten werden.
Ampullen werden ausschließlich durch den behandelnden Arzt intravenös oder intramuskulär angewendet. Dosierung und Häufigkeit der Injektion sollte sich fallspezifisch nach der Schwere der Erkrankung und dem jeweiligen Behandlungserfolg richten.
3.2 Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis für Tabletten/Filmtabletten
3.2.a Erwachsene
4-mal täglich 2 Tabletten/Filmtabletten (4-mal täglich 1500 mg Methocarbamol). Manchmal kann eine geringere Dosis ausreichen. Verteilen Sie die Dosen so gleichmäßig wie möglich über einen Zeitraum von 24 Stunden.
3.2.b Ältere Patienten
Möglicherweise ist nur die Hälfte der üblichen Dosis ausreichend, um denselben Effekt (Linderung der Schmerzen und Muskelverspannungen) zu erzielen.
3.2.c Lebererkrankungen
Wenn Sie an einer Lebererkrankung leiden, benötigen Sie möglicherweise eine längere Pause zwischen den einzelnen Tabletten. Halten Sie sich immer genau an die Anweisungen Ihres Arztes.
3.3 Wenn Sie eine größere Menge "Dolovisano Methocarbamol 750 Tabletten" angewendet haben, als Sie sollten
Halten Sie sich unbedingt an die verordnete Dosierung. Kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt oder die Notfallabteilung des nächstgelegenen Krankenhauses, falls Sie oder sonst jemand eine zu große Menge des Arzneimittels angewendet hat. Nehmen Sie Reste des Arzneimittels und die packung mit, da dies eine leichtere Identifizierung des Arzneimittels ermöglicht.
3.4 Wenn Sie die Anwendung von "Dolovisano Methocarbamol 750 Tabletten" vergessen haben
Wenn Sie die Einnahme von Tabletten/Filmtabletten einmal vergessen sollten, so setzen Sie die Einnahme wie gewohnt fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, um die vergessene Einnahme auszugleichen.
3.5 Auswirkungen, wenn die Behandlung mit "Dolovisano Methocarbamol 750 Tabletten" abgebrochen wird
Nehmen Sie Ihre Tabletten/Filmtabletten so lange ein, wie es Ihr Arzt Ihnen verordnet.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
4 Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann "Dolovisano Methocarbamol 750 Tabletten" Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
- sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
- häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
- gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
- selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
- sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
- Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht berechnet werden
4.1 Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten?
4.1.a Allgemein
Selten: Kopfschmerz, Fieber, angioneurotisches Ödem
4.1.b Gastrointestinaltrakt
Sehr selten: Brechreiz und Erbrechen
4.1.c Nervensystem
Selten: Schwindel
Sehr selten: Sehstörungen, Benommenheit, Zittern
4.1.d Psyche
Sehr selten: Unruhe, Angst, Verwirrtheit, Anorexie
4.1.e Haut und Unterhautzellgewebe
Selten: Juckreiz, Hautausschlag, Urticaria
4.1.f Augen
Selten: Bindehautentzündung mit Nasenschleimhautschwellung
4.2 Welche Gegenmaßnahmen sind beim Auftreten von Nebenwirkungen zu ergreifen?
Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie unter Nebenwirkungen leiden. Er wird über eventuelle Maßnahmen entscheiden.
Wenn bei Ihnen eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie umgehend einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen (z.B. übermäßiger Blutdruckabfall, Überempfindlichkeitsreaktionen) unter Umständen ernsthafte Folgen haben können. Nehmen Sie in solchen Fällen das Arzneimittel nicht ohne ärztliche Anweisung weiter.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die weder hier noch in der Packungsbeilage aufgeführt sind.
5 Wie ist "Dolovisano Methocarbamol 750 Tabletten" aufzubewahren?
Lagern Sie "Dolovisano Methocarbamol 750 Tabletten" bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf.
Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Ampullen: Die chemische und physikalische Stabilität der zubereiteten Infusionslösung wurde bei Lagerung bei Raumtemperatur für 6 Stunden nachgewiesen. Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Zubereitung sofort verwendet werden, es sei denn, die Methode des Verdünnens schließt das Risiko einer mikrobiellen Kontamination aus. Wenn die Infusionslösung nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser und sollte nicht im Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.
Quelle und Bearbeitungsstand

Information der SCHOLZ Datenbank® auf Basis der vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen Daten

Copyright by ePrax AG, München; August 2013 - Oktober 2014


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