Zahnpflege – aber richtig

Gepflegte Zähne, gesunde Zähne: Unser Video erklärt, wie Zahnärzte Karies und Paradontitis behandeln. Plus: Warum Zahnseide und -bürste unerlässlich sind

von Corinna Hilss (Redaktion) / Kamera: Philipp Rabe, Tilo Abele (Kamera), aktualisiert am 02.11.2015
W&B

Gesunde, makellose Zähne sind für mehr als 80 Prozent der Deutschen ein Statussymbol, ergab eine Umfrage der Apotheken Umschau. Zu den häufigsten Zahnerkrankungen gehören Karies und Parodontitis. Die umgangssprachlich auch als Parodontose bezeichnete Entzündung des Zahnbetts wird durch Bakterien verursacht und kann zum Verlust der Zähne führen. Zahnfleischbluten oder rötlich-bläulich verfärbtes Zahnfleisch können erste Anzeichen sein.

Unser Video begleitet Elke Stahl bei der Zahnbehandlung. Weil die Patientin aus Angst jahrelang nicht zum Zahnarzt ging, ist ihre Zahnbett-Entzündung erst sehr spät entdeckt worden. "Für mich war das immer eine Horrorvorstellung. Allein das Bohrgeräusch hat mich bis in meine Träume verfolgt", erzählt die 44-Jährige im Video. Neben der Zahnbett-Entzündung und dem Rückgang des Kieferknochens hatte sie auch Probleme mit Karies im Bereich der Backenzähne.

Karies beginnt meist im Zahnzwischenraum und breitet sich aus

Karies entsteht, wenn Säuren aus den Bakterien im Zahnbelag die Zahnoberfläche angreifen. "Karies beginnt meistens im Zahnzwischenraum, durchdringt den Zahnschmelz und breitet sich dann unter dem Schmelz aus", erklärt die Münchner Zahnärztin Dr. Ina-Marie Kreppel.


Zähneputzen – inklusive Zahnseide und Interdentalbürsten

Zähneputzen mindestens zweimal am Tag ist die beste Vorbeugung. Dabei sollten Sie neben der Zahnbürste weitere Hilfsmittel einsetzen: "Hilfreich und effektiv bei der täglichen Mundhygiene sind Zahnseide und Zahnzwischenraumbürsten, sogenannte Interdentalbürsten," sagt der Münchner Zahnarzt Dr. Michael Segastegui-Frank. Auch eine professionelle Zahnreinigung kann sinnvoll sein. Die Zahnprophylaxe hilft, die Beläge zu entfernen, die beim täglichen Zähneputzen mit der Bürste zurückbleiben und sich mit der Zeit verhärten und zu Zahnstein werden."

Nach dem Genuss von Obst oder anderen säurehaltigen Speisen sollten Sie eine halbe Stunde mit dem Zähneputzen warten, damit Sie nicht den durch die Säure kurzzeitig angegriffenen Zahnschmelz wegputzen. In unserem Artikel Zähne: Funktion, Aufbau, Krankheiten finden Sie mehr Tipps und weiterführende Informationen.



Bildnachweis: W&B

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