Es ist inzwischen bekannt, dass ein Zusammenhang zwischen Blutdruck und Augeninnendruck besteht. Problematisch hierbei ist jedoch meist ein zu niedriger Blutdruck, da er zu einer Minderversorgung des sehr empfindlichen Sehnervs führt, der nun sowohl durch den Augeninnendruck als auch die Minderdurchblutung geschädigt wird. Hierbei kann der Augeninnendruck sogar im eigentlich normalen Bereich liegen, man spricht dann vom sogenannten Normaldruck-Glaukom. Die Behandlung eines erhöhten Blutdruckes wirkt sich hingegen in der Regel weder negativ noch positiv auf ein gleichzeitig bestehendes Glaukom aus, solange der Blutdruck nicht so stark absinkt, dass der Sehnerv unzureichend versorgt wird.
Prof. Dr. med. Peter Kroll, Dr. med. Steffen Hörle
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02.10.2006, aktualisiert am 08.09.2011
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