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Eileiterentzündung – wichtigste Maßnahmen

Was sind die wichtigsten Maßnahmen zur Diagnosestellung und Behandlung bei einer Eileiterentzündung? Muss ein Krankenhausaufenthalt wirklich sein?


Fahndung im Labor: Lässt sich ein Keim dingfest machen?

Bei Verdacht auf eine Eileiterentzündung werden der Arzt oder die Ärztin zunächst die Symptome erfragen. Rechts- oder linksseitige Unterbauchschmerzen, oft von Fieber begleitet, sind ein erster Hinweis.
Wenn bei der vaginalen Untersuchung die Gebärmutter nach innen gedrückt wird, tritt typischerweise ein so genannter Portioschiebeschmerz auf („Portio“ bezeichnet den unteren Teil des Gebärmutterhalses). Dies ist ein Merkmal für eine Entzündung, weil Zug und Druck an den entzündeten Stellen schmerzen. Die Sonographie (Ultraschall-Untersuchung) zeigt verdickte Eileiter und Flüssigkeit in der Beckenhöhle.
Fast immer werden der Arzt oder die Ärztin zur weiteren Untersuchung im Labor einen Abstrich aus der Scheide und dem Gebärmutterhals nehmen. Bei einer Entzündung lassen sich im Abstrichmaterial häufig vermehrt weiße Blutkörperchen nachweisen. Besonders nach den Keimen Gonokokken und Chlamydien wird gesucht, da sie die häufigsten Erreger von Eileiterentzündungen sind und mit speziellen Antibiotika behandelt werden müssen.
Ein Krankenhausaufenthalt muss nicht immer von vornherein sein. Zunächst werden der Arzt oder die Ärztin ein Antibiotikum verschreiben. Bessern sich die Beschwerden damit nicht rasch, ist ein Krankenhausaufenthalt aber unumgänglich.

 

Univ.-Prof. Dr. med. Rolf Kreienberg
Univ.-Prof. Dr. med. habil. Jürgen M. Weiss


Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann der Arzt nur im persönlichen Kontakt mit dem Patienten festlegen. Unsere Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Aber sie können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit ihm vorzubereiten und Ihnen ergänzende Hinweise liefern.
Die medizinische Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter und führt zu neuen Erkenntnissen in Diagnostik und Therapie. Die hier gemachten Angaben entsprechen dem Wissensstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Die Beantwortung individuell eingesandter Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich. 



surfmed/www.apotheken-umschau.de; 21.06.2007, aktualisiert am 07.06.2011
Bildnachweis: PhotoDisc/ RYF

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