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Mutter hat Brustkrebs: Gefahr auch für die Tochter?

Meine Mutter hat Brustkrebs. Was bedeutet das für mich? Sorgen mache ich mir um uns beide. Aus der „Experten-Sprechstunde Brustkrebs“


Brustkrebs bei Verwandten ersten Grades bedeutet eine Risikoerhöhung. Dies ist aber nicht gleichbedeutend mit dem Vorhandensein von erblich bedingtem Brustkrebs und somit einem erhöhten Risiko für die weiteren Verwandten. Dies kann nur durch genetische Tests herausgefunden werden

Wenn Verwandte ersten Grades an Brustkrebs oder Eierstockkrebs erkrankt sind, kann für Sie ein erhöhtes, familiäres Brustkrebsrisiko bestehen. Zur Risikoabschätzung im Vorfeld haben Experten bestimmte Kriterien festgelegt. Hier drei Beispiele (mehr dazu unter: http://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/brustkrebs/brustkrebsrisiken-persoenlich.php):

  • in einer Familie haben zwei Frauen, Verwandte ersten Grades, also beispielsweise zwie Schwestern, Brustkrebs; bei einer von ihnen wurde die Erkrankung vor dem Alter von 51 Jahren festgestellt.
  • In einer Familie hat eine Frau sowohl Brustkrebs als auch Eierstockkrebs.
  • In einer Familie sind ein Mann an Brustkrebs und eine seiner Verwandten ersten Grades an Brust- oder Eierstockkrebs erkrankt.




Wenn Sie keine Menstruation mehr haben, bedeutet dies, dass Sie einmal pro Jahr eine Mammografie durchführen lassen sollten. Vor den Wechseljahren sollte die Krebsfrüherkennung von Brustkrebs mithilfe eines bildgebenden Verfahrens ebenfalls einmal pro Jahr stattfinden. Hier unbedingt mit Ultraschall, außerdem mit einer Mammografie, sofern das Brustdrüsengewebe nicht noch zu dicht ist. Die Kernspin- oder Magnetresonanztomografie ist nur in speziellen Situationen sinnvoll, beispielsweise bei Befunden, die trotz Mammographie und Ultraschall unklar bleiben, bei erhöhter Brustdichte oder wenn eine Brustkrebsgen-Mutation – etwa des BRCA1- oder BRCA2-Gens – nachgewiesen wurde (siehe auch Fragen aus dieser Sprechstunde: „Was erhöht das Brustkrebsrisiko?“ und „Mögliche Konsequenzen aus einem Gentest auf Brustkrebs?“).

Derzeit läuft eine Studie zur Verhinderung von Brustkrebs bei Frauen nach den Wechseljahren mit erhöhtem Risiko (IBIS II Studie, www.brustkrebsvorbeugen.de).

 

 

Priv.-Doz. Dr. med. Günter Raab, München, Experte der Sprechstunde Brustkrebs, in der Sie viele Fragen und Antworten zu diesem Thema finden.

Diese Informationen enthalten nur allgemeine Hinweise und dürfen nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Sie können einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

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Priv.-Doz. Dr. med. G. Raab, München/www.apotheken-umschau.de; 26.02.2007, aktualisiert am 26.06.2010
Bildnachweis: Foto: PhotoDisc

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