Brustkrebs bei Verwandten ersten Grades bedeutet eine Risikoerhöhung. Dies ist aber nicht gleichbedeutend mit dem Vorhandensein von erblich bedingtem Brustkrebs und somit einem erhöhten Risiko für die weiteren Verwandten. Dies kann nur durch genetische Tests herausgefunden werden
Wenn Verwandte ersten Grades an Brustkrebs oder Eierstockkrebs erkrankt sind, kann für Sie ein erhöhtes, familiäres Brustkrebsrisiko bestehen. Zur Risikoabschätzung im Vorfeld haben Experten bestimmte Kriterien festgelegt. Hier drei Beispiele (mehr dazu unter: http://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/brustkrebs/brustkrebsrisiken-persoenlich.php):
Wenn Sie keine Menstruation mehr haben, bedeutet dies, dass Sie einmal pro Jahr eine Mammografie durchführen lassen sollten. Vor den Wechseljahren sollte die Krebsfrüherkennung von Brustkrebs mithilfe eines bildgebenden Verfahrens ebenfalls einmal pro Jahr stattfinden. Hier unbedingt mit Ultraschall, außerdem mit einer Mammografie, sofern das Brustdrüsengewebe nicht noch zu dicht ist. Die Kernspin- oder Magnetresonanztomografie ist nur in speziellen Situationen sinnvoll, beispielsweise bei Befunden, die trotz Mammographie und Ultraschall unklar bleiben, bei erhöhter Brustdichte oder wenn eine Brustkrebsgen-Mutation – etwa des BRCA1- oder BRCA2-Gens – nachgewiesen wurde (siehe auch Fragen aus dieser Sprechstunde: „Was erhöht das Brustkrebsrisiko?“ und „Mögliche Konsequenzen aus einem Gentest auf Brustkrebs?“).
Derzeit läuft eine Studie zur Verhinderung von Brustkrebs bei Frauen nach den Wechseljahren mit erhöhtem Risiko (IBIS II Studie, www.brustkrebsvorbeugen.de).
Priv.-Doz. Dr. med. Günter Raab, München, Experte der „Sprechstunde Brustkrebs“, in der Sie viele Fragen und Antworten zu diesem Thema finden.
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26.02.2007, aktualisiert am 26.06.2010
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