Selbstakkommodierende Linsen funktionieren aufgrund einer gewissen Beweglichkeit im Auge. Dieses Prinzip wird bei den einzelnen Linsentypen unterschiedlich realisiert. Es gibt Linsen, die auf einen schadlosen (intakten) Linsenkapselsack und funktionstüchtige "Brechkraft-Muskulatur" im Inneren des Auges angewiesen sind. Durch Anspannen dieser akkommodativen Muskeln werden die Linsen nach vorne beziehungsweise nach hinten verlagert. Es wird aber auch an einem Linsentyp gearbeitet, der gewissermaßen auf einer ins Auge eingebrachten Schiene beim Blick nach oben und nach unten etwas nach vorn beziehungsweise etwas nach hinten rutscht. Insgesamt sind diese Linsentypen noch in der Entwicklung und haben bisher die in sie gesetzten Erwartungen noch nicht erfüllt.
Prof. Dr. med. Peter Kroll, Dr. med. Steffen Hörle
Unsere Experten beantworten in der Sprechstunde "Augen" viele interessante Fragen zu Sehproblemen und Augenkrankheiten.
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.
surfmed/www.apotheken-umschau.de;
01.10.2006, aktualisiert am 08.09.2011
Bildnachweis: W&B/Szczesny