Neurodermitis kann sich bei Hausstaubmilbenallergie verschlechtern, tritt jedoch auch unabhängig davon auf
Wenn ein Kind Neurodermitis hat, bedeutet dies noch lange nicht, dass es auch eine Hausstaubmilbenallergie bekommen muss. Sofern ein spezifischer Allergietest (Hauttests, Bluttests) kein positives Ergebnis hinsichtlich Milben gebracht hat, ist eine Milbenallergie eher unwahrscheinlich. Hausstaubmilben fördern auch keine Allergieneigung. Sie rufen, wie andere potenzielle Allergene auch, nur bei bestehender Allergie Reaktionen hervor. Ein sicherer Test wäre ein kurzzeitiger Aufenthalt im Hochgebirge, also zumindest in einer Höhe von 1200 bis 1500 Metern über dem Meeresspiegel. Sollte tatsächlich eine Hausstaubmilbenallergie vorliegen, müsste sich die Neurodermitis binnen einer Woche deutlich bessern. Manche Kinder leiden auch an Neurodermitis-Symptomen, obwohl bei ihnen gar keine Allergie diagnostizierbar ist. Ob tatsächlich Milben im Haushalt vorhanden sind, lässt sich übrigens mit verschiedenen, in Apotheken erhältlichen Tests selbst feststellen.
Prof. Dr. med. Uwe Gieler, Gießen
Univ.-Prof. Dr. Werner Aberer, Graz (Österreich)
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21.01.2007, aktualisiert am 08.09.2011
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