Beipackzettel

DICLAC 50

Präparat: DICLAC 50
PZN: 3223195
Packungsgröße: 20 Stück (N1)
Abgabeform: Rezeptpflichtig
Darreichungsform : Tabletten Magensaftresistent

Anbieter:
Hexal AG
Industriestr. 25
Holzkirche 83607
Tel.: 0800/4392527
Fax: 0800/4392532
Aktiver Wirkstoff:
  • Diclofenac, Natriumsalz (50 mg pro Stück)
    = Diclofenac (46.54 mg pro Stück)
Sonstige Bestandteile:
  • Calcium hydrogenphosphat 2-Wasser
  • Carboxymethylstärke, Natriumsalz Typ A
  • Cellulose, mikrokristallin
  • Eisen (III) hydroxid oxid
  • Eudragit L 100 - 55
Weitere Bestandteile

Wählen Sie eines der folgenden Kapitel aus, um mehr über "DICLAC 50" zu erfahren.

Die Informationen zu den Wirkstoffen können im Einzelfall von den Angaben im Beipackzettel mancher Fertigarzneimittel abweichen. Das liegt beispielsweise daran, dass wirkstoffgleiche Präparate von verschiedenen Herstellern für unterschiedliche Anwendungsgebiete zugelassen sind.

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Wirkung und Anwendung

Wirkungsweise

Was ist "Diclofenac", "Diclofenac, Natriumsalz"?

"Diclofenac", "Diclofenac, Natriumsalz" gehört zu den Nichtsteroidalen Antiphlogistika und Antirheumatika (NSAR).

Nichtsteroidale Antiphlogistika und Antirheumatika (z.B. Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen, Etoricoxib), auch als NSAR abgekürzt, hemmen die Bildung bestimmter Botenstoffe (Prostaglandine), die für Entzündungsreaktionen und Schmerzen verantwortlich sind. Deshalb wirken alle Stoffe dieser Gruppe gegen entzündlich bedingte Schmerzen und Schwellungen. Zusätzlich senken sie Fieber.

Anwendungsgebiete von DICLAC 50

  • akute Gelenkentzündung (Arthritis)
  • Gichtanfall
  • chronische Entzündung der Gelenke und des benachbarten Gewebes (Rheumatoide Arthritis, Chronische Polyarthritis)
  • entzündliche Wirbelsäulenerkrankung (Spondylitis ankylosans oder Morbus Bechterew)
  • sonstige entzündliche, rheumatische Erkrankung der Wirbelsäule
  • Schmerzen bei Gelenkverschleiß (Arthrose) und bei Verschleiß im Bereich der Wirbelsäule
  • entzündliche, schmerzhafte Erkrankung des Bindegewebes (Muskelrheumatismus, Weichteilrheumatismus)
  • schmerzhafte Schwellung und Entzündung nach Verletzungen
Nebenwirkungen

Wenn sie überempfindlich gegen "Diclofenac", "Diclofenac, Natriumsalz" oder einen sonstigen Bestandteil in DICLAC 50 reagieren, kann es zu einer Reaktion an der Haut oder den Atemwegen kommen. Wenden sie sich in diesem Fall an ihren Arzt.

Diese Nebenwirkungen treten sehr häufig auf (bei mehr als 1 von 10 Anwendern)

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • geringfügige Blutung im Magen-Darm-Trakt, die in Ausnahmefällen eine Blutarmut (Anämie) verursachen kann

Diese Nebenwirkungen treten häufig auf (bei 1 bis 10 von 100 Anwendern)

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Benommenheit
  • Erregung
  • Reizbarkeit
  • Müdigkeit
  • Verdauungsstörung
  • Blähungen
  • Bauchschmerzen
  • Bauchkrämpfe
  • Appetitlosigkeit
  • Geschwüre im Magen-Darm-Trakt
  • entzündliche Hautveränderung
  • erhöhte Leberenzyme im Blut (Transaminasen)

Überempfindlichkeitsreaktionen:

  • Hautausschlag
  • Juckreiz

Diese Nebenwirkungen treten gelegentlich auf (bei 1 bis 10 von 1000 Anwendern)

  • Herzinfarkt
  • Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz)
  • Herzklopfen
  • Schmerzen im Brustkorb
  • Erbrechen von Blut
  • Teerstuhl (durch Abbauprodukte von Blut schwarz gefärbter Stuhl)
  • blutiger Durchfall
  • Schwellung durch Flüssigkeitsansammlung im Gewebe (Ödeme)
  • Haarausfall
  • Nesselsucht (Urtikaria)
  • Leberschäden, besonders bei Langzeitbehandlung
  • Hepatitis (Leberentzündung)
  • Gelbsucht

Diese Nebenwirkungen treten selten auf (bei 1 bis 10 von 10.000 Anwendern)

  • Magenschleimhautentzündung
  • schwere allergische Reaktion mit Schwellung an Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen, mit Schluck- oder Atembeschwerden bis hin zum Kreislaufkollaps (anaphylaktischer Schock)
  • Asthma
  • Atemnot

Diese Nebenwirkungen treten sehr selten auf (bei weniger als 1 von 10.000 Anwendern)

  • Störung der Blutbildung mit einem Mangel an weißen oder roten Blutkörperchen oder Blutplättchen
  • starke Verminderung von bestimmten weißen Blutkörperchen (Agranulozytose)
  • Blutarmut, die durch den Zerfall von roten Blutkörperchen ausgelöst wird (hämolytische Anämie)
  • Blutarmut, die durch eine Funktionsstörung des Knochenmarks ausgelöst wird (aplastische Anämie)
  • Empfindungsstörung der Haut (z.B. Kribbeln, Taubheitsgefühl, fehlendes Temperaturempfinden)
  • Geschmacksstörung
  • Gedächtnisstörung
  • Störung der Orientierungsfähigkeit
  • Muskelkrämpfe
  • Zittern
  • Schlaganfall
  • Sehstörung
  • Geräusche im Ohr ("Ohrenklingeln", Tinnitus)
  • Störung des Gehörs
  • Entzündung der Mundschleimhaut
  • Entzündung der Zunge
  • Schädigung der Speiseröhre
  • Unterbauchbeschwerden
  • Entzündung des Dickdarms
  • Colitis ulcerosa (chronische Entzündung des Dickdarms)
  • Verschlechterung von chronischen Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes (z.B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
  • Verstopfung
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse
  • Veränderung der Dünndarmschleimhaut
  • akute Entzündung des Nierengewebes
  • Absterben von Nierenpapillen
  • Anwendung von Clarithromycin bei eingeschränkter Nierenfunktion
  • akute Nierenfunktionsstörung
  • Ausscheidung von Eiweiß im Urin
  • sichtbares Blut im Urin
  • nephrotisches Syndrom (verschiedene Beschwerden, die bei unterschiedlichen Nierenerkrankungen auftreten können, z.B. Ausscheidung von Eiweiß im Urin und Ödeme)
  • akutes Nierenversagen
  • Hautentzündung (Ekzem)
  • Hautrötung
  • erhöhte Empfindlichkeit der Haut gegenüber Sonnenlicht
  • Blutung unter der Haut (Purpura)
  • schwere allergische Reaktion der Haut und Schleimhaut mit Blasenbildung und Hautablösung (Stevens Johnson Syndrom)
  • sehr schwere allergische Reaktion der Haut und Schleimhaut mit Blasenbildung und Hautablösung (Lyell Syndrom)
  • Hautentzündung mit Abblättern von großen Teilen der Haut (exfoliative Dermatitis)
  • Hautrötung am ganzen Körper
  • Verschlechterung einer Entzündung, die durch eine Infektion ausgelöst wurde
  • Hirnhautentzündung ohne Bakterien als Auslöser
  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Entzündung von Blutgefäßen (Vaskulitis)
  • Schwellungen an Gesicht, Lippen, Mund, Zunge oder Rachen, die zu Schluckbeschwerden oder Atemnot führen (Angioödem)
  • allergisch bedingte Entzündung von Blutgefäßen (allergische Vaskulitits)
  • Überempfindlichkeitsreaktion der Lunge (allergische Pneumonitis) mit Beschwerden wie Fieber, Atemnot usw.
  • Leberzellschäden
  • Leberversagen
  • schwere psychische Störung (Psychose)
  • Depression
  • Angst
  • Albträume
  • Schlaflosigkeit
  • Lungenentzündung ohne Erreger wie Bakterien, Viren oder Pilze

Nebenwirkungen mit unbekannter Häufigkeit

  • Dickdarmentzündung, die durch eine Durchblutungsstörung ausgelöst wird

Weitere Informationen zu Nebenwirkungen

Das Risiko für Nebenwirkungen hängt von der Dosis und von der Behandlungsdauer ab.

Wie kann man das Risiko für Nebenwirkungen senken

Wenden Sie DICLAC 50 in der niedrigsten wirksamen Dosis und nicht länger als nötig an.

Wechselwirkungen

Wechselwirkungen

Wenn mehrere Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden, kann es zu  Wechselwirkungen kommen. Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel können dadurch verändert werden. Ob eine Wechselwirkung auftritt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Sprechen Sie daher immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker, um zu klären, ob eine Wechselwirkung für Sie tatsächlich eine Rolle spielt. Nur Arzt oder Apotheker können Ihre individuellen Risikofaktoren für eine Wechselwirkung abschätzen. Falls notwendig können Arzt oder Apotheker entsprechende Maßnahmen veranlassen. Setzen Sie vom Arzt verordnete Arzneimittel nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ab.

Es sind Wechselwirkungen zwischen "DICLAC 50" und anderen Arzneimitteln bekannt. Wenn Sie noch andere Arzneimittel anwenden, fragen Sie Ihren Apotheker, um zu klären, ob es eventuell zu Wechselwirkungen mit "DICLAC 50" kommen kann.

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Aufbewahrung und Entsorgung

Hinweise zur Aufbewahrung

Lagern Sie Arzneimittel immer außerhalb der Reichweite von Kindern.

Hinweise zur Entsorgung

Für die Entsorgung von Arzneimitteln gibt es regional unterschiedliche Empfehlungen. Fragen Sie in der Apotheke nach den in Ihrer Region aktuellen Regelungen.

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Wichtige Hinweise
Mit Hilfe dieser Datenbank können Sie sich über Arzneimittel informieren.

Die medizinische Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter. Neue Informationen finden nur mit zeitlicher Verzögerung Eingang in diese Datenbank. Lesen Sie daher immer die aktuelle Gebrauchsinformation vollständig durch und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Die Informationen dieser Datenbank sind nicht vollständig. Nicht jede Information ist für jeden Patienten relevant. Die Datenbank ersetzt daher nicht den Arztbesuch und die Beratung durch den Apotheker.

Quellen:

  • Basis der Arzneimittelinformationen ist das Angebot der ifap Service-Institut für Ärzte und Apotheker GmbH
  • Fachinformationen der pharmazeutischen Unternehmer (vom BfArM zugelassene Informationen)
  • http://medicine.iupui.edu/clinpharm/ddis/main-table/
  • https://www.crediblemeds.org/healthcare-providers/



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