Kreisrunder Haarausfall: Bei mehr als der Hälfte der Betroffenen wächst das Haar nach einiger Zeit wieder nach
Je nach Ausmaß und Verlauf des medizinisch Alopecia areata genannten kreisrunden Haarausfalls kommen verschiedene Therapiemöglichkeiten in Betracht. Bei Erwachsenen und Jungendlichen nach der Pubertät wird der Hautarzt oder die Hautärztin, insbesondere wenn nur wenige Areale der Kopfhaut betroffen sind, vermutlich zunächst mit der Behandlung abwarten. Der kreisrunde Haarausfall kommt nämlich bei zirka 60 Prozent der Betroffenen innerhalb von sechs Monaten von selbst zum Stillstand, und die Haare wachsen von alleine wieder nach.
Sollte dies nicht der Fall sein oder sich ein rasanter Verlauf mit starkem Haarausfall und schnellem Voranschreiten zeigen, reichen die Behandlungsmöglichkeiten von örtlich anzuwendenden kortisonhaltigen Tinkturen bis zur innerlichen Behandlung mit Kortison oder einer Reiztherapie der Kopfhaut. Welche Therapie für den einzelnen Patienten in Frage kommt, entscheidet der Hautarzt individuell unter Berücksichtigung der Vorgeschichte, des Alters des Patienten und der möglichen weiteren Erkrankungen. Therapieversuche mit neuen, speziellen Antikörpern („Biologicals“) zeigten allerdings eine deutliche Verschlechterung der Alopecia areata und werden nicht zur Behandlung eingesetzt. Die aufwendige Laserbehandlung ist noch in der Erprobungsphase, brachte bisher aber leider nicht den erhofften Erfolg. Die Zeit, bis der Haarausfall zum Stillstand gekommen ist und die Haare wieder nachgewachsen sind, kann mit einer Perücke oder einem Haarteil überbrückt werden.
Dr. med. Natalie Garcia Bartels
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03.05.2007, aktualisiert am 17.08.2011
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