Schlafapnoe

Bei der Schlafapnoe kommt es im Schlaf immer wieder zu gefährlichen Atemaussetzern. Häufige Symptome der Schlafstörung sind Schnarchen und Müdigkeit am Tag. Zur Therapie eignen sich unter anderem spezielle Atemmasken

aktualisiert am 13.07.2015

Schnarchen, lange Atempause, nach Luft schnappen – typische Symptome der Schlafapnoe. Häufig werden die gesundheitlichen Folgen unterschätzt

Jupiter Images GmbH/Comstock Images

Was ist eine Schlafapnoe?

Bei einer Schlafapnoe mit erhöhter Tagesmüdigkeit (auch Schlafapnoe-Syndrom, SAS genannt) kommt es während des Schlafs immer wieder zu längeren Atemstillständen (medizinisch Apnoe). Ursache sind meist verengte Atemwege, zum Beispiel durch eine entsprechende Veranlagung oder Übergewicht (mehr zu den Ursachen im entsprechenden Kapitel).

Durch die Atempausen sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut immer wieder bedrohlich ab – bis der Körper "Alarm schlägt". Der Betroffene wird kurz wach und holt Luft. Oft bleiben diese vielen nächtlichen Weckreaktionen unbemerkt. Sie stören jedoch den Schlaf, so dass es zu Symptomen wie starker Müdigkeit am Tag und Konzentrationsschwäche kommt.


Beratende Expertin: PD Dr. med. Ilonka Eisensehr, Fachärztin für Neurologie

W&B/Privat

Weil viele Schlafapnoe-Patienten stark schnarchen, sind es häufig die Partner, denen die Atemaussetzer auffallen.

Der Verdacht auf eine Schlafapnoe sollte auf jeden Fall vom Arzt diagnostisch eingeordnet werden. Denn die Schlafstörung kann ernste Folgen wie Bluthochdruck oder erhöhte Tagesschläfrigkeit mit unwillkürlichem Einschlafen zum Beispiel am Steuer haben. Die Gefahr für einen Herzinfarkt, Schlaganfall sowie die Unfallgefahr steigt.

Um die Verdachtsdiagnose zu sichern wird der Schlaf des Betroffenen – zum Beispiel mit einem ambulant verwendbaren Messgerät oder in einem Schlaflabor – untersucht. Die Therapie richtet sich nach der Ursache und Stärke der Beschwerden. In vielen Fällen bewährt sich eine spezielle Atemmaske, die nachts getragen wird.

Die Schlafapnoe gilt als relativ häufig. Schätzungen zufolge sind etwa vier Prozent der Männer im mittleren Lebensalter betroffen; bei den Frauen sind es etwa zwei Prozent.


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.


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