Schmerzen im Gesäß / Kreuz

Muskeln im Stress, Ischias, Ischias, Steißbeinfistel und mehr: Bei Schmerzen im Gesäß und Kreuz erfordern unterschiedlichste Ursachen jeweils passende Therapien

aktualisiert am 05.10.2016

Vom Hocken zum Stehen und Gehen: Gesäßmuskeln helfen kräftig mit

W&B/Martin Ley

Wir sind ja nicht nur zum Sitzen da ...

Wer sich als Sitzberufler bewusst macht, wie viele Stunden sie oder er in der nämlichen Körperhaltung verbringt, wird bestätigen können, was Statistiker schon lange wissen: Im Durchschnitt sind es fast achtzig Prozent der Arbeitszeit oder 6,4 Stunden täglich. Wie hält der Körper das auf Dauer aus? Auch in der Freizeit sitzt es sich ja gut, vor allem bequem.

Ärzte nennen ständiges Sitzen "statische Überbelastung". In der Tat kommen dabei ganz schöne Gewichte zum Tragen. Im Sitzen lastet der gesamte Oberkörper nebst Kopf und Armen auf der Lendenwirbelsäule und dem Becken – anderthalb mal so viel wie im Stehen. Dass Gesäßschmerzen (Fachbegriff: Glutäago) nicht selten mit chronisch überlasteten Muskeln und Bändern am Becken zusammenhängen, scheint einleuchtend: Sie müssen beim Sitzen das Kreuz aufrecht halten. Und wer sitzt schon achtzig Prozent eines Achtstundentages oder länger ergonomisch korrekt?


Zunehmend setzt sich jedoch die Lesart durch, dass eine überwiegend sitzende Tätigkeit bei chronischen Rückenschmerzen oder Kreuzschmerzen ohne krankhafte Ursachen eine geringere Rolle spielt als lange Zeit gedacht. Richtig ist vielmehr: Unser Lebensstil insgesamt ist das Zünglein an der Waage: Das Maß an Bewegung, das Ernährungsverhalten, unser Stressmanagement und die work-life-balance.

Mit anderen Worten: Ob wir den Ausgleich schaffen – vor allem zwischen Arbeit und Muße, Stress und Entspannung, zu wenig und zu viel beziehungsweise ungesunder Bewegung – das ist für die Gesundheit, Rücken inbegriffen, von großer Bedeutung.

Klar ist auch: Funktionsstörungen der weichen, nicht aus Knochengewebe bestehenden Bewegungs- und Halteorgane des Körpers – Muskeln, Sehnen, Bänder – spielen als Auslöser von Gesäß- und Kreuzschmerzen eine wichtige Rolle.

Kreuz- und Gesäßschmerzen: Ursachen auf einen Blick

Die nachfolgende Übersicht fasst wichtige Ursachen von Gesäß- und Kreuzschmerzen zusammen:

  • Funktionelle Probleme: Verspannte Muskeln, blockiertes Kreuz, Druckbelastung

    - Myofasziale Schmerzen
    - Blockiertes Kreuzbein-Darmbein-Gelenk (Hexenschuss)
    - Ischiasähnlich: Piriformis-Syndrom

    (siehe jeweils Kapitel "Schmerzen im Gesäß / Kreuz: Muskeln und Bänder")
  • Verschleiß am Rücken: Bandscheiben, Arthrose und Verdickung der kleinen Wirbelgelenke (Spondylarthrose, Facettengelenksyndrom)
  • Veränderungen an den Lendenwirbeln: Baastrup-Phänomen (engl.: kissing spine syndrome), Wirbelgleiten (Spondylolisthese), Verknöcherung von Wirbelbändern, Radikulitis, "Ischias"

    (siehe jeweils Kapitel "Schmerzen im Gesäß / Kreuz: Ischiasbeschwerden")
  • Seltener als Ursache von Kreuzschmerzen, dafür aber bekannter: Hüftarthrose
  • Alltagsprobleme: Fahrradsattel, Muskelkater
  • Schmerzkrankheit Fibromyalgie
  • Erkrankungen anderer Körperorgane: Von Unterleibsorganen bis zu Gefäßen

Weitere Informationen im Anschluss und, wie angegeben, in den verlinkten Kapiteln dieses Beitrags. Einen umfassenden Überblick über Rückenschmerzen finden Sie im Extra-Beitrag "Rückenschmerzen".


Funktionelle Probleme: Verspannte Muskeln, blockiertes Kreuz, Druckbelastung

– Myofasziale Beschwerden: Wenn der Arzt Gesäß- oder Kreuzschmerzen zum Beispiel mit sogenannten Triggerpunkten in verspannten und verhärteten Muskeln in Verbindung bringen kann, handelt es sich höchstwahrscheinlich um myofasziale Beschwerden. Darunter versteht man schmerzhafte Funktionsstörungen der Muskeln. Die Muskeln sind stellenweise stark verspannt. Früher wurde das Muskelhartspann oder Myogelose genannt. Faszial bezieht sich auf die Muskelfaszien, das die Muskeln stützende Netzwerk aus Bindegewebe.

An den Triggerpunkten werden empfindliche Nervenendigungen gereizt. Bei Druck auf diese Punkte lässt sich ein Schmerz auslösen, der auch in die Umgebung ausstrahlt. Triggerpunkte finden sich oft in dauernd fehlbeanspruchten Muskeln. Dazu kommen Veränderungen des stützenden Bindegewebes. Betroffene empfinden die Schmerzen meist nicht genau dort, wo sie eigentlich entstehen. Unterforderung (Trainingsmangel) und / oder Überbelastung, etwa durch ständig ungünstige Arbeitshaltungen, aber auch im Sport, sind wichtige Auslöser.

Formstörungen oder Erkrankungen der Wirbelsäule, zum Beispiel infolge von Verschleiß am Rückgrat, führen ebenfalls häufig zu Schmerzen durch Fehlbelastungen. Verschiedene Muskelgruppen können sich offenbar auch hinsichtlich ungünstiger Triggerpunkteffekte gegenseitig beeinflussen.

Strapazierte Muskeln sind ständig angespannt, auch in Ruhe. Mögliche Folgen: eine Störung der Energiebalance, örtlich verschlechterte Durchblutung und Verhärtungen. Überreizungssignale lösen Schmerzen aus und halten sie aufrecht. Insgesamt sind diese Schmerzbilder aber noch nicht ausreichend verstanden. Außer dem Kreuzbereich werden sie zum Beispiel Bereichen wie den Schultern und Kiefergelenken zugeordnet.

Rein myofasziale Schmerzen vergehen mitunter von selbst. Andererseits geraten nicht wenige Betroffene über kurz oder lang in einen Teufelskreis aus Anspannung und Schmerz. Wer aktiv gegensteuert, kann jedoch verhindern, dass die Schmerzen sich verselbstständigen und chronisch werden.

– Blockiertes Kreuz-Darmbein-Gelenk (Hexenschuss): Nun sitzen wir zwar viel. Doch auch unsere Bewegungsmuster sind nicht immer optimal. Im ungünstigen Fall kann es zu einer Blockierung des Kreuz-Darmbein-Gelenkes kommen. Die allgemein weniger bekannten Kreuzbein-Darmbein-Gelenke, Sakroiliakal- oder Iliosakral-Gelenke (kurz: ISG, mehr dazu im Kapitel "Schmerzen im Gesäß/Kreuz: Was unsere Sitzanatomie beisteuert"), verbinden rechts wie links das Kreuz mit dem Becken.

Fehlbelastung der Beckenbänder, die das Gelenk stabilisieren, zum Beispiel bei schwerem Heben, "Muskelstress" durch übertrieben sportlichen Ehrgeiz, Bänderschwäche, ein Beckenschiefstand oder Erkrankungen im Bereich der Lendenwirbelsäule können dazu führen, dass das ISG streikt. Dies führt zu mehr oder weniger akuten, bewegungsabhängigen Schmerzen im Kreuz und Gesäß, gemeinhin einem Hexenschuss. Auch bei diesen Beschwerden finden sich oft myofasziale Anteile. Mehr dazu im Ratgeber "Hexenschuss".

Die Symptome bei Blockierung des ISG (als einfacher Hexenschuss) oder beim Piriformis-Syndrom sind pseudoradikulär, da sie nicht von einer Nervenwurzelreizung herrühren. Die Beschwerden nehmen meistens unter Belastung zu und in Ruhe wieder ab.


– Ischiasähnlich: Piriformis-Syndrom: Der Ischias ist wörtlich der Sitzbeinnerv, unser größter oder längster Nerv. Gerät der Nerv oder einer seiner Äste durch verspannte, verdickte Muskeln unter Druck, kann dies zu dumpfen bis stechenden Schmerzen im Gesäß, eventuell auch im Oberschenkel, führen. So entsteht das sogenannte Piriformis-Syndrom.

Der birnenförmige Piriformis-Muskel (von lat. pirum für Birne) gehört zu den inneren Hüftmuskeln, im weitesten Sinne Gesäßmuskeln. Zum Beispiel wird er durch ständiges Sitzen strapaziert. Die Folge: Er verkürzt sich, wird dicker und beengt den Ischiasnerv an der Durchtrittsstelle vom Becken zum Bein. Es kommt zu einem Engpass, einer Art Nervenkompression.

Beteiligt sind auch hier schmerzhafte Triggerphänomene (siehe oben). Die Beschwerden sind teilweise ähnlich wie bei klassischen Ischiasbeschwerden. Diesen liegen allerdings spezielle, organische Störungen zugrunde, am häufigsten ein Bandscheibenvorfall. Weitere Informationen im entsprechenden Kapitel "Schmerzen im Gesäß /Kreuz: Ischiasbeschwerden" in diesem Beitrag.

Betrifft irgendwann jeden: Verschleiß am Rücken

Schmerzen im Kreuz bei Bewegungen können auch von Abnutzungserscheinungen an der Wirbelsäule, vor allem den Lendenwirbeln, ausgehen.

Der Verschleiß – alias die degenerativen Veränderungen – betreffen vor allem Bandscheiben und kleine Wirbelgelenke (Facettengelenke). Bei Letzteren kann es dann zu Arthrose (Spondylarthrose) kommen. Wenn diese sehr aktiv ist, entzünden sich die Gelenke. Ein weiterer Begriff hier: Facettensyndrom. Probleme der Muskeln, Bänder, vor allem aber der Bandscheiben, sind häufig mit dabei. Auch beim Facettensyndrom sind Schmerzausstrahlungen ins Gesäß oder Bein möglich.

Überhaupt neigen Störungen im Muskel- und Skelettsystem dazu, sich gegenseitig zu verstärken – im Kleinen wie im Großen. Für den engeren Bereich des Kreuzes gilt das genauso wie für das Zusammenspiel aller Bewegungsakteure am Körperschwerpunkt, in unserer "statischen Mitte", wo sich Lendenwirbelsäule, Becken, Hüftgelenke, Muskeln, Nerven, Sehnen und Bänder besonders gut aufeinander einstellen müssen.

Veränderungen an den Lendenwirbeln

Phänomene wie das Baastrup-Syndrom und Gleitwirbel sind spezielle Ursachen von Schmerzen im Lenden- und Kreuzbereich.

– Beim Baastrup-Phänomen nähern sich Wirbeldorne einander an, bis sie sich berühren. Die umgebenden Bänder werden gereizt. Die sich berührenden Knochen (daher die englische Bezeichnung "kissing spine syndrome") entzünden sich. Schließlich kann eine gelenkähnliche knöcherne Verbindung zwischen den Dornen entstehen. Die Ursachen reichen von chronischer Überlastung des Rückgrats bei bestimmten Berufstätigkeiten (zum Beispiel im Straßenbau) bis zu einem ausgeprägten Hohlkreuz. Dieses führt außerdem zu Muskelverspannungen.

– Gleitwirbel beziehungsweise Wirbelgleiten (Spondylolisthese) tritt hauptsächlich an der Lendenwirbelsäule auf. Dabei verschiebt sich der Wirbelkörper, meist des fünften Lendenwirbels, mit seinen oberen Gelenkfortsätzen und der Wirbelsäule über dem darunterliegenden Wirbel in unterschiedlichem Ausmaß nach vorne. In der Folge entsteht ein deutliches Hohlkreuz, ebenfalls mit Muskelverspannungen. Beim echten Wirbelgleiten sind die Wirbelbögen unterbrochen, selten sind sie ungewöhnlich lang. Zu dem Defekt, manchmal auch "Stressbruch" genannt, kommt es meist in jüngeren Jahren. Begünstigt wird er durch Anlagefaktoren, berufliche oder sportliche Belastung und bestimmte Formvarianten des Lenden- und Kreuzbeinwirbels.

Auch bei einem Bandscheibenvorfall ist Wirbelgleiten (Pseudospondylolisthese) eine mögliche Folge. Mitunter können die Verlagerungen eine Nervenwurzel am Rückenmarkskanal, seltener das Rückenmark selbst, bedrängen. Zum Nachlesen gibt es den Ratgeber "Wirbelgleiten (Spondylolisthese)".

Oder ist es etwa das Hüftgelenk?

In der Tat sollte man das Hüftgelenk als mögliche Schmerzquelle nicht unterschätzen. Insofern wird der Arzt als Ursache von Kreuzschmerzen auch eine Arthrose des Hüftgelenkes ausschließen. Hüftarthrose verursacht zwar vor allem in der Leiste und im Oberschenkel Schmerzen, manchmal aber auch im Gesäß, über der Hüfte, eventuell auch im Kreuz.

Typische Beschwerden: Start- oder Anlaufschmerzen morgens oder nach längerem Sitzen, Schmerzen bei längerem Gehen (Belastungsschmerzen), schließlich Ruheschmerz und eingeschränkte Beweglichkeit. Mitunter bestehen Verwechslungsmöglichkeiten mit Ischiasbeschwerden. Die Hüftarthrose beschreibt der Beitrag "Arthrose des Hüftgelenkes" näher.

Demgegenüber ist eine Arthrose des Kreuz-Darmbein-Gelenks ausgesprochen selten. Sie kommt fast nur h8n und wieder nach Verletzungen des Beckens vor.

Entzündlicher Kreuzschmerz

Als Ursachen von Gesäß- und Kreuzschmerzen nicht ganz so häufig wie Muskelschmerzen oder "Ischias", aber wegen der Gefahr ernsthafter Gesundheitsstörungen nicht zu unterschätzen sind entzündlich-rheumatische Erkrankungen. Dabei geht es vor allem um den Morbus Bechterew und ähnliche Krankheitsbilder, sogenannte axiale Spondylo(o)arthritiden (SPA). Dazu informiert Sie das Kapitel "Schmerzen im Gesäß/Kreuz: Entzündlicher Rückenschmerz – Bechterew-Krankheit & Co", darüber hinaus der Ratgeber "Morbus Bechterew".


Abszess: Übler Eiterherd

Selten entwickelt sich in den Beckenraum hinein eine eitrige Einschmelzung, ein Abszess. Der Eiter kann sich entlang innerer Hüftmuskeln wie dem Iliopsoas-oder Piriformis-Muskel vor der Wirbelsäule absenken (Psoas- oder Iliakalabszess). Mitunter erreicht der Abszess sogar das Gesäß oder den Oberschenkel. Als Ausgangspunkt kommen zum Beispiel eine Infektion im Bereich der Wirbelsäule oder eine eitrige Entzündung des Darmes infrage, also weiter weg. Außerdem kann sich bei einer Injektion in den Gesäßmuskel (intramuskuläre Spritze) eine eitrige (Abszess) oder nicht eitrige Gewebeschädigung (aseptische Nekrose) als Komplikationen entwickeln.

Je nach Ursache und Lage können die Beschwerden mehr oder weniger ausgeprägt sein. So kann es neben Schmerzen zu einer Schwellung innerlich oder äußerlich, etwa in der Leiste, außerdem zu Fieber kommen.

Lästige Steißbeinfistel

Hinter plötzlich auftretenden Schmerzen mit einer geröteten, geschwollenen Stelle ähnlich einem Pickel in der Gesäßfalte steckt nicht selten eine entzündete Steißbeinfistel (Pilonidalsinus, Sinus pilonidalis, "Haarnestgrübchen"). Die eigentliche Ursache ist nicht ganz klar, das Problem könnte auch mit Veranlagung zu tun haben. Die Schwellung entspricht einem Granulom, also einem entzündlichen Knoten um ein eingewachsenes, abgebrochenes Haar. Er nimmt mitunter drastische Ausmaße an (Pflaumen- oder Apfelgröße!). Das entspricht dann wiederum einem Abszess, von dem aus Fistelgänge in die Tiefe oder zur Haut führen können.

Sitzen oder Gehen ist fast unmöglich. Meist fühlen sich die Betroffenen dann auch krank, haben eventuell leichtes Fieber. Doch kann schon ein erbsgroßer Entzündungsherd schmerzen und wegen der heiklen Lage sehr unangenehm sein. Im reizlosen Stadium sind nur wenige kleine Hautporen des Pilonidalsinus in der Gesäßfalte erkennbar. Bei chronisch schwelender Entzündung sondern die Poren Eiter und Gewebeflüssigkeit ab, verursachen Juckreiz, aber keine Schmerzen. Zuständig ist der Chirurg oder Enddarmspezialist (Proktologe).

Blutung im Gesäßmuskel

Bei Verletzungen kann es zu einer Blutung im Gesäßmuskel kommen. Sie kann durch die Behandlung mit Medikamenten, die die Blutgerinnung herabsetzen, oder durch krankhafte Gerinnungsstörungen begünstigt werden. Anzeichen für erhöhte Blutungsneigung sind häufiger auftretende, spontane Blutergüsse, Nasenbluten, blaue Flecken oder eine verstärkte Monatsblutung.

Von Injektionen in den Gesäßmuskel wird der Arzt unter diesen Voraussetzungen strikt absehen, da massive Blutungen in die Muskulatur und Nachblutungen drohen. Ansonsten kann sich bei einer intramuskulären Spritze ein Bluterguss bilden, wenn versehentlich ein Gefäß getroffen wurde.

Dass es nach einer Injektion in den Muskel durch ein Medikament, das nun ausgerechnet in eine kleine Ader im Gewebe unter der Haut gelangt ist, zu einem Gefäßverschluss in diesem Bereich kommt, ist ein wirklich äußerst seltenes, aber nicht grundsätzlich auszuschließendes Unglück (Nicolau-Syndrom). Dabei verfärbt sich der entsprechende Hautbezirk, es treten Schmerzen und Gewebeschäden auf.


Rätselhafte Fibromyalgie

Die Fibromyalgie ist ein komplexes, chronisches Krankheitsbild, das durch Schmerzen in mehreren Körperregionen, schmerzhafte Muskel-Sehnen-Ansätze an bestimmten Körperstellen, darunter den Gesäßhälften, und verschiedenste Begleitsymptome gekennzeichnet ist. Da viele andere, insbesondere rheumatische Erkrankungen, vor der Diagnosestellung ausgeschlossen werden müssen, kümmern sich verschiedene Fachärzte in abgestimmter Zusammenarbeit um die Betroffenen. Das organisiert meistens der Hausarzt. Weitere Informationen zu diesem Krankheitsbild im Ratgeber "Fibromyalgie (Fibromyalagiesyndrom, FMS).

Alltagsprobleme: Fahrradsattel, Muskelkater

Eine undramatische, aber häufige Ursache für Gesäßschmerzen, vorallem im Bereich der Sitzknochen und der hier ansetzenden Muskelsehnen, kann ein neuer, buchstäblich noch nicht eingefahrener Fahrradsattel sein. Manchmal ist er zu weich oder zu schmal. Oder die Höhe stimmt nicht. Vor dem Erwerb empfiehlt sich eine gründliche Beratung im Fachhandel (manche Hersteller bieten sogar genaues Maßnehmen an).

Die richtige Dosis beim Radsport, gerade zu Anfang, und eine optimale Haltung im Sattel sorgen für reibungslose Fahrfreude. Denn die Sitzknochen gewöhnen sich meistens an die Unterlage, wenn sie nicht überfordert werden. Im Zweifelsfall muss der Sattel ausgetauscht werden.

Ebenfalls harmlos ist ein Muskelkater nach ungewohnter körperlicher Belastung, etwa einer Bergtour, längerem Arbeiten in der Hocke oder Laufen. Beim Sport kann es zu einer Zerrung des Glutäus, der Hüftmuskeln und der hinteren Oberschenkelmuskeln am Sitzbein kommen. Letztere sind oft auch bei Beinfehlstellungen strapaziert.


Schmerzen im Gesäß/Kreuz: Fachliteratur

Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Nationale VersorgungsLeitlinie Kreuzschmerz  – Kurzfassung. Version 5, November 2010, zuletzt verändert: Oktober 2015, gültig bis 31.12.2016. Online:
http://www.versorgungsleitlinien.de, http://www.awmf-leitlinien.de (Abgerufen am 2.11.2015)

 

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http://www.dgn.org/leitlinien/2420-ll-75-2012-lumbale-radikulopathie (Abgerufen am 3.11.2015)


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Stiefelhagen P: Gefährlicher Epiduralabszess. In: MMW-Fortschr.Med. (151.Jg.) Nr. 11, 2009


Khalil P N, Altheim S, Kanz KG: Management bei Spritzenabszess und Drogenabusus, Chirurgische Klinik, Campus Innenstadt, Klinikum der Univ. München, 1/2008


Wichtig:

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.



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