Myome

Myome sind gutartige Wucherungen der Gebärmutter. Oft werden sie zufällig entdeckt, manchmal verursachen sie Blutungsstörungen oder Schmerzen. Mehr zu Ursachen, Symptomen und Therapien
aktualisiert am 14.03.2014

Frauenleiden: Myome entstehen in der Gebärmutter

Jupiter Images GmbH/BrandXPictures

Was sind Myome? Sind Myome gefährlich?

Myome sind knotige Wucherungen, die sich überall in der Muskelschicht der Gebärmutter, dem Myometrium, bilden können. Die gutartigen Tumore sind bei Frauen im gebärfähigen Alter häufig. Die Knoten entwickeln sich meist zwischen dem 35. und 50. Lebensjahr. Die sehr seltene bösartige Form des Myoms wird als Myosarkom bezeichnet.

Myome können einzeln auftreten, oft sind sie jedoch in größerer Zahl in der Gebärmutter verteilt. Der Mediziner spricht dann von einem Uterus myomatosus (Uterus = Gebärmutter). Die Geschwülste sind zwar üblicherweise nicht gefährlich, können aber die Lebensqualität durch verstärkte Blutungen und Schmerzen stark beeinträchtigen. Die Beschwerden sind abhängig von der Größe und Lage der Wucherungen.

Dr. med. Guenter Raab

Beratender Experte: PD Dr. med. Günter Raab, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe

W&B/privat

Die Diagnose stellt der Frauenarzt durch Tastuntersuchung und Ultraschall.

Therapie: Handelt es sich um größere Myome und bestehen deutliche Beschwerden, können die Knoten zum Beispiel durch minimalinvasive Verfahren (Laparoskopie, Hysteroskopie) entfernt werden. Unter Umständen ist auch ein Eingriff mit Bauchschnitt erforderlich. Nur in seltenen Fällen ist heute noch eine Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) notwendig. Manchmal können auch Medikamente oder die relativ neue Methode der Embolisation helfen.

Je nach Lage und Wachstum werden die Wucherungen in verschiedene Typen unterteilt (siehe Grafik unten). Am häufigsten entstehen Myome inmitten der Muskelschicht der Gebärmutter. Diese intramuralen Myome lösen oft verstärkte und verlängerte Menstruationsblutungen aus. Die Geschwülste können außerdem auf die Nachbarorgane drücken, beispielsweise die Blase oder den Darm.

Wo Myome wachsen können. Um die komplette Grafik zu sehen, bitte auf die Lupe oben links klicken

W&B/Jörg Neisel

Manche Knoten wachsen auch an der Gebärmutter-Außenseite (seröse, subseröse Myome) oder in den Bindegewebsschichten seitlich der Gebärmutter (intraligamentär). Solche Geschwülste können zum Beispiel auf die Harnleiter drücken und damit einen Harnstau verursachen.

Die eher seltenen submukösen Myome entstehen direkt unter der Gebärmutterschleimhaut und lösen häufig verstärkte Monatsblutungen oder – wenn sie sehr groß sind – auch wehenartige Schmerzen aus. Das Zervixmyom bildet sich am Gebärmutterhals, der Zervix. Es kann zu Beschwerden führen, wenn es auf die Harnröhre, die Blase oder den Mastdarm drückt.

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

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