Krebs: Welche Tumorarten es gibt

Krebs steht für viele ganz unterschiedliche Krankheiten. Längst nicht jeder bösartige Tumor hat eine düstere Prognose. Hier erhalten Sie einen Überblick zum Thema


Tumore können wachsen und Anschluss an die Blutbahn finden

Mediziner sprechen von einem Tumor, wenn sich körpereigene Zellen vermehren und in einem Gewebe oder Organ eine Geschwulst bilden. Diese Geschwulst kann gut- oder bösartig sein. Handelt es sich um einen bösartigen (malignen) Tumor – umgangssprachlich Krebs genannt –, teilen und vermehren sich die Zellen unkontrolliert. Dabei können sie gesundes Gewebe verdrängen, in benachbarte Organe oder Gewebe eindringen und sich über die Blutgefäße oder das Lymphsystem ausbreiten. So können sich Tochtergeschwülste (Metastasen) bilden.


Welche Krebsarten kommen in Deutschland häufig vor?

Prostatakrebs stellt bei Männern den häufigsten Tumor dar. Darauf folgen Darmkrebs und Lungenkrebs. Frauen betrifft in erster Linie Brustkrebs. Doch auch hier steht Darmkrebs an Stelle zwei, gefolgt vom Bronchialkarzinom. Diese Angaben beruhen auf Schätzungen des Robert-Koch-Institutes.

Tumorerkrankungen stellen – laut Statistischem Bundesamt – nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache hierzulande dar. Doch die Krebssterberate hat, verglichen mit dem Jahr 1980, deutlich abgenommen. Von den an Krebs erkrankten Menschen verstirbt heute also ein geringerer Anteil als 1980.

Wie lässt sich ein bösartiger Tumor prinzipiell behandeln?

Die Therapie hängt unter anderem davon ab, um welche Krebsart es sich handelt, wie groß der Tumor ist und ob er bereits Tochtergeschwülste gebildet hat. Nach wie vor spielen aber die Operation, die Chemotherapie sowie die Strahlentherapie eine wichtige Rolle in der Behandlung vieler Tumore. Die Operation zielt darauf ab, das veränderte Gewebe durch einen chirurgischen Eingriff zu entfernen. Hat der Krebs noch keine Metastasen gebildet und lässt er sich ganz beseitigen, stehen die Chancen auf Heilung meist recht gut. Oft wird die Operation mit einer Strahlen- und/oder Chemotherapie kombiniert. Durch diese Methoden sollen entweder – nach dem Eingriff – noch vorhandene Krebszellen abgetötet werden. Oder es soll – wenn diese Therapieformen vor einer OP stattfinden – der Tumor verkleinert werden. Weitere Möglichkeiten sind bei bestimmten Krebsformen beispielsweise die Hormon- beziehungsweise Antihormon-Therapie und Immuntherapie.

Wenn diese Behandlungsstrategien das Ziel haben, den Krebs zu bekämpfen und zu besiegen, spricht man von kurativer Therapie. Daneben gibt es noch die sogenannte palliative Therapie. Sie kommt in erster Linie dann zum Einsatz, wenn sich der Krebs nicht mehr heilen lässt. Palliative Methoden lindern die Beschwerden und Schmerzen, die ein Tumor mit sich bringen kann, und verbessern dadurch die Lebensqualität des Patienten.

Kann man Krebs vorbeugen?

Ob sich ein Mensch vor Krebs wirklich schützen kann, lässt sich schwer sagen. Doch immerhin sind Faktoren bekannt, die das Krebsrisiko erhöhen können. Dazu zählen das Rauchen, Übergewicht oder zu viel Alkohol. Wer einen gesunden Lebensstil pflegt, kann sein Risiko für zahlreiche Krankheiten vermindern, inklusive verschiedener Krebsarten. Ein ausreichender Sonnenschutz kann helfen, Hautkrebs vorzubeugen. Mädchen können sich gegen humane Papillomaviren impfen lassen und damit ihr Risiko für Gebärmutterhalskrebs senken.

Außerdem empfiehlt es sich, die gesetzlichen Früherkennungsuntersuchungen in Anspruch zu nehmen. Wird Krebs in einem frühen Stadium entdeckt, kann er oft noch gut behandelt werden.




Bildnachweis: W&B/Jürgen Neisel
www.apotheken-umschau.de; aktualisiert am 20.02.2015,
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