Koronare Herzkrankheit (KHK)

Brustschmerzen, Druck und Engegefühl hinter dem Brustbein, verursacht durch Belastung oder Stress – aber auch spontan in Ruhe auftretend – sind typische Symptome der koronaren Herzkrankheit (kurz KHK)

aktualisiert am 14.10.2014

Ein Elektrokardiogramm (EKG) unter Belastung – zum Beispiel auf dem Fahrradergometer – kann den Verdacht auf eine koronare Herzkrankheit erhärten

W&B

Was ist eine koronare Herzkrankheit (KHK)?

Die koronare Herzkrankheit (kurz KHK) ist eine Erkrankung des Herzens, die durch Engstellen oder Verschlüsse in den Herzkranzgefäßen (Koronararterien) verursacht wird. Die Herzkranzgefäße sind die Blutgefäße, die das Herz mit sauerstoffreichem Blut und Energie liefernden Nährstoffen versorgen.

Symptome der koronaren Herzerkrankung

Die Krankheit kann sich unterschiedlich bemerkbar machen: Die Bandbreite reicht vom vorübergehenden Angina pectoris-Anfall (mehr dazu im Kapitel Symptome) bis hin zum Herzinfarkt. Auch Herzrhythmusstörungen, Kurzatmigkeit und Herzschwäche können auf eine KHK hinweisen.

Den verschiedenen Erscheinungsformen einer KHK können unterschiedliche Mechanismen zugrunde liegen: Ein oder mehrere Herzkranzgefäße können durch arteriosklerotische Ablagerungen ("Gefäßverkalkung", Arteriosklerose) verengt oder verschlossen sein. Eine Durchblutungsstörung kann auch durch einen Gefäßkrampf (Spasmus) oder durch eine krankhafte Funktionsstörung der kleinen Blutgefäße ("mikrovaskuläre Funktionsstörung") bedingt sein. Immer löst ein Ungleichgewicht zwischen dem Sauerstoffbedarf des Herzmuskels und dem Sauerstoffangebot durch die Koronargefäße die Beschwerden aus.


Unser Experte: Professor Wolfram Delius, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie

W&B/Bernhard Huber

Welche Risikofaktoren gibt es?

Ob und wann sich bei einem Menschen eine koronare Herzkrankheit entwickelt, lässt sich schwer voraussagen. Je höher das sogenannte Risikoprofil für Herz- und Kreislauferkrankungen ist, umso größer ist auch die Wahrscheinlichkeit für eine KHK. Das kardiovaskuläre Risiko wird vor allem bestimmt durch die Höhe der Blutfette, durch Bluthochdruck, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel und häufig auch durch bestimmte erbliche Faktoren. Auch das männliche Geschlecht und das Alter spielen bei der Beurteilung des Risikos eine Rolle. Bei Frauen nimmt das Erkrankungsrisiko in den Wechseljahren deutlich zu.

Die Anzahl tödlicher Herzinfarkte nimmt in Deutschland leicht ab. Dennoch stellen auch heute noch Herz-Kreislaufkrankheiten die häufigste Todesursache dar.

Wie sieht die Behandlung der KHK aus?

Die Therapie der koronaren Herzkrankheit ist darauf ausgerichtet, Beschwerden – vor allem die Angina pectoris-Anfälle – zu lindern und die Lebenserwartung (Prognose) zu verbessern. Um diese Ziele zu erreichen, müssen Patienten vielfach ihren Lebensstil ändern – zugunsten einer "herzgesunden" Lebensweise. Außerdem kommen Medikamente zum Einsatz, welche die Symptome lindern und der Therapie der Risikofaktoren dienen. Eventuell werden auch operative Therapiemaßnahmen nötig (siehe Kapitel Therapie).


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



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Bildnachweis: W&B, W&B/Bernhard Huber
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