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Herzschwäche (Herzmuskelschwäche, Herzinsuffizienz)

Bei einer Herzschwäche ist das Herz nicht mehr dazu in der Lage, die benötigte Menge Blut durch den Körper zu pumpen. Luftnot und Müdigkeit sind typische Symptome. Mehr zu Ursachen und Therapien


Organ mit zentraler Aufgabe: das Herz

Was ist eine Herzschwäche?

Herzschwäche (Herzinsuffizienz) bedeutet: Das Herz ist nicht mehr dazu in der Lage, die benötigte Menge Blut durch den Körper zu pumpen.

Dieser Zustand kann sehr plötzlich innerhalb von Stunden oder Tagen eintreten. Dann handelt es sich um eine akute Herzinsuffizienz, einen medizinischen Notfall.

Eine chronische Herzinsuffizienz entwickelt sich dagegen allmählich, in der Regel über Monate oder Jahre. Eine chronische Herzschwäche kann auch zu einer akuten Herzschwäche werden – wenn beispielsweise Infekte, eine Blutarmut, eine Blutdruckkrise oder Herzrhythmusstörungen das geschwächte Herz zusätzlich belasten.

Ist hauptsächlich die linke Herzhälfte betroffen, sprechen Ärzte von einer Linksherzinsuffizienz. Betrifft die Krankheit vor allem die rechte Herzhälfte, heißt sie Rechtsherzinsuffizienz. Die Kombination aus beidem wird globale Herzinsuffizienz genannt.



Unser Experte: Professor Markus Haass, Internist und Kardiologe

Es gibt unterschiedliche Ursachen. Die häufigsten Auslöser der chronischen Herzschwäche sind:

- ein unzureichend behandelter Bluthochdruck,

- eine koronare Herzkrankheit (KHK), also eine Verengung ("Verkalkung") der Herzkranzgefäße, und als deren Folge auch ein Herzinfarkt.

Die Beschwerden beginnen bei einer chronischen Herzinsuffizienz schleichend. Den Patienten fällt auf, dass sie weniger leistungsfähig sind – anfangs nur bei schwerer, später auch bei leichter Anstrengung. Sie fühlen sich rascher erschöpft und müde, kommen auch schneller außer Atem. Ein weiteres mögliches Symptom sind Flüssigkeitseinlagerungen, vor allem in Füßen, Knöcheln und Unterschenkeln.

Ein "schwaches Herz" ist keineswegs eine normale Alterserscheinung, wie viele Menschen glauben. Eine frühe und konsequente Therapie ist wichtig, um ernste Folgen zu verhindern oder zumindest hinauszuzögern.

Die Behandlung richtet sich primär nach der auslösenden Krankheit. Wenn möglich wird die direkte Ursache behoben. Wichtig ist außerdem eine herzgesunde Lebensweise. Weiterhin gibt es Medikamente zur Herzentlastung und -stärkung. In bestimmten Fällen ist auch der Einsatz eines Herzschrittmachers, eine Verbesserung der Herzdurchblutung durch eine Ballondilatation (PTCA) meist in Verbindung mit einem Koronarstent oder eine koronare Bypass-Operation sinnvoll. Manchmal hilft eine Herzklappenoperation, bei schwerer Herzschwäche eventuell nur die Herztransplantation oder ein mechanisches Unterstützungssystem des Herzens.


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



Bildnachweis: W&B/Privat, Brand X Pictures/RYF
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www.apotheken-umschau.de; aktualisiert am 14.10.2014,
Bildnachweis: W&B/Privat, Brand X Pictures/RYF

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