Plattenepithelkarzinom (Spinaliom, Heller Hautkrebs)

Der helle Hautkrebs entsteht vor allem durch zu viel UV-Strahlung. Er kann das umgebende Gewebe zerstören und auch Tumorabsiedlungen (Metastasen) bilden
aktualisiert am 14.10.2013

"Verdächtige" Hautstelle? Alle Auffälligkeiten am besten rasch vom Arzt untersuchen lassen

Jupiter Images GmbH/Goodshot

Was ist ein Plattenepithelkarzinom / Spinaliom?

Das Plattenepithelkarzinom (= spinozelluläres Karzinom, Spinaliom) gehört wie das Basaliom zu den so genannten hellen Hauttumoren. Es ist nach dem Basaliom der zweithäufigste Hauttumor und tritt in der Regel bei älteren Patienten auf. Das Durchschnittsalter liegt bei 70 Jahren. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.

Das Plattenepithelkarzinom entwickelt sich häufig aus einer Art Krebsvorstufe oder Krebsfrühform – der aktinischen Keratose: Bei dieser Hautveränderung finden sich bösartig veränderte Zellen, doch sie bleiben zunächst auf die Oberhaut beschränkt. Ärzte nennen das Carcinoma in situ. Eine konsequente Therapie ist äußerst wichtig. Denn bei etwa jedem Zehnten wachsen die Krebszellen im Laufe der Zeit in die Lederhaut ein, so dass schließlich ein Spinaliom daraus entsteht. Ist das Immunsystem geschwächt, liegt die Rate sogar noch höher. Eine aktinische Keratose ist noch relativ leicht zu behandeln: So kann sie entweder oberflächlich abgetragen werden. Oder es kommt eine photodynamische Therapie zum Einsatz (mehr dazu im Kapitel Therapie).

Unsere Expertin: Dr. med. Kerstin Strom, Fachärztin für Dermatologie / Zusatzbezeichnung: Allergologie

W&B/Privat

Das Plattenepithelkarzinom kann in die umgebenden Gewebeschichten hineinwachsen und sie zerstören und zudem – wenn auch eher selten – Absiedlungen (= Metastasen) in Lymphknoten oder auch anderen Organen bilden. Daher sollte ein Plattenepithelkarzinom immer entfernt werden. Der Arzt versucht, den Tumor unter örtlicher Betäubung vollständig herauszuschneiden. Ist dieser Eingriff nicht möglich oder der Patient schon älter, steht auch eine Strahlentherapie zur Verfügung.

Wichtige Ursache sowohl von aktinischen Keratosen als auch von Plattenepithelkarzinomen ist in erster Linie die UV-Belastung der Haut. Ein erhöhtes Risiko für Spinaliome haben außerdem abwehrgeschwächte Patienten und Menschen mit vorgeschädigten Hautstellen, beispielsweise Narben nach einer Strahlentherapie.

Entscheidend ist der konsequente und richtig praktizierte Sonnenschutz. Er kann das Risiko für (neue) aktinische Keratosen oder Karzinome senken.

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6. 6
  7. 7

Newsletter abonnieren

Hier können Sie unseren kostenlosen Newsletter abonnieren  »

Krebsforum

Das Krebs-Expertenforum

Mitarbeiter vom Krebsinformationsdienst KID beantworten hier bei uns Ihre Fragen zum Thema Krebs. Der KID ist Deutschlands Adresse Nummer 1, um verlässliche und valide Informationen über Krebs zu bekommen »

Übersicht

Schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom)

Krebserkrankungen

Das Wort "Krebs" steht für eine ganze Reihe unterschiedlicher Krankheiten. Hier finden Sie eine Übersicht »

Artikel zum Thema

Hautkrebs – Haut immer mehr in Gefahr

UV-Strahlung ist der wichtigste bekannte Risikofaktor bei der Entstehung von Hauttumoren »

Vorbeugen

Frau sitzt auf Mauer und denkt nach

Kann man sich vor Krebs schützen?

Krebs kann einen Menschen in kurzer Zeit dahinraffen. Eine Zauberformel, wie sich einem Tumor vorbeugen lässt, gibt es leider nicht. Krebsforscher kennen jedoch die größten Risikofaktoren »

© Wort & Bild Verlag Konradshöhe GmbH & Co. KG

Weitere Online-Angebote des Wort & Bild Verlages