Syphilis
Die Sympthome dieser Geschlechtskrankheit zeigen sich nicht nur an den Geschlechtsorganen, sondern überall an der Haut und auch im Gesicht. Ausgelöst wird die Syphilis durch Bakterien vom Typ "Treponema pallidum". Nach der Erstinfektion verbreiten sich die Erreger über die Blutbahn im ganzen Körper. Die ersten Anzeichen einer Ansteckung sind Geschwüre an den Schleimhäuten. Syphilis ist wesentlich gefährlicher als Tripper. Die Infektionskrankheit kommt überall in der Welt vor, befällt mehr als doppelt so viele Männer wie Frauen, beide vor allem im jungen Erwachsenenalter. Seit der wirksamen Behandlung mit Antibiotika ist die Häufigkeit weltweit jedoch drastisch zurück gegangen.
Syphilis verläuft in mehreren Stadien. Die Symptome wechseln sich mit mehr oder weniger langen beschwerdefreien Zeiten ("Latenzphasen") ab.
Ungefähr drei Wochen nach der Infektion entwickeln sich kleine, schmerzlose, braunrote Geschwülste im Geschlechts- oder Mundbereich. Diese Geschwülste werden "Harter Schancker" genannt und sind hoch infektiös. Ungefähr gleichzeitig kommt es zu einer Entzündung und Schwellung der Lymphknoten ("Lymphadenitis"), weil der Keim bis zu den Lymphgefäßen vorgedrungen ist. Unbehandelt heilt das Geschwür nach ungefähr fünf Wochen von selbst ab, hinterlässt aber fast immer eine Narbe.
Etwa sieben bis zehn Wochen nach der Infektion spürt der Betroffene allgemeine Krankheitssymptome: Kopf- oder Halsschmerzen, grippeähnliche Symptome wie Fieber, Abgeschlagenheit, Appetitverlust und Gewichtsabnahme, Gelenkschmerzen - der Krankheitserreger hat sich im ganzen Körper ausgebreitet. Sämtliche Lymphknoten sind geschwollen, an der Haut zeigen sich braun-rote Flecken, die sich über große Areale ausbreiten können ("Exanthem"), oder Knötchen ("Papeln"), die sich an den verschiedensten Körperstellen - von den Fußsohlen bis zur Mundschleimhaut - bilden können und sehr infektiös sind. Auch vorübergehender Haarausfall kann ein Symptom der Frühsyphilis sein. Diese Beschwerden gehen systematisch zurück - und es folgt eine Latenzphase von ungefähr einem Jahr.
Die Spätsyphilis ist in der westlichen Welt heutzutage sehr selten, da in den meisten Fällen schon vorher eine Behandlung erfolgt. Allerdings hat sich gezeigt, dass bei HIV-Positiven, die zudem mit dem Syphilis-Erreger infiziert sind, die Symptome der Spätsyphilis bedeutend früher als zwei Jahre nach der Ansteckung einsetzen können. Bei der Spätsyphilis circa fünf Jahre nach der Ansteckung kommt es zu gravierenden Schäden der Haut, der Muskeln und der Gefäße. Zuletzt wird das Nervensystem angegriffen und die Krankheit endet unbehandelt in ungefähr 10 Prozent der Fälle mit dem Tod.
Mittel der Wahl bei der Behandlung von Syphlilis ist Penicillin, das den Patienten in hohen Dosen durch Injektionen verabreicht wird. Eine Behandlung ist jedoch erst dann sinnvoll, wenn der Erreger nachgewiesen ist und feststeht, in welchem Stadium sich der Betroffene befindet.