Richtig essen bei Rheuma

Die passende Ernährung kann bei entzündlichem Rheuma Beschwerden lindern und helfen, Medikamente einzusparen. Rezeptideen finden Sie hier

von A. Karl, aktualisiert am 29.02.2016

Gesunde Mischung: Experten raten zu viel Obst und Gemüse

W&B/Brigitte Sporrer

Die richtige Ernährung ist eine wichtige Säule der Behandlung. Patienten mit chronisch entzündlichem Rheuma haben weniger Beschwerden und brauchen manchmal sogar weniger Medikamente, wenn sie ihre Ernährung umstellen und dabei vor allem ihren Fleisch- und Wurstkonsum einschränken.

Ernährungsexperten empfehlen eine überwiegend pflanzliche Kost, die durch fettarme Milchprodukte und Fisch ergänzt wird. Der Grund: Patienten, die ihren Speiseplan entsprechend gestalten, nehmen deutlich weniger entzündungsfördernde Arachidonsäure auf. Diese Fettsäure steckt vor allem in Fleisch, Ei und fettreichen Milchprodukten. Pflanzliche Lebensmittel hingegen liefern keine Arachidonsäure.


Fisch und Meeresfrüchte enthalten zwar auch Arachidonsäure, glänzen jedoch mit einem hohen Gehalt an Fettsäuren, die als günstig gelten (Omega-3-Fettsäuren). Auch einige Fettsäuren in Pflanzenölen sollen einen positiven Einfluss haben.

Milchprodukte enthalten ebenfalls Arachidonsäure, aber auch wertvolles Eiweiß und den Knochenbaustein Kalzium. Um die Knochen zu stärken und Osteoporose vorzubeugen, sollten Rheumatiker zu fettarmen Produkten greifen, da diese weniger Arachidonsäure liefern.


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Wichtig zu wissen: Die richtige Ernährung kann die Rheuma-Therapie ergänzen, aber in der Regel nicht ersetzen. Zudem zählen zum Oberbegriff Rheuma ganz unterschiedliche Krankheiten, die eine individuell angepasste Therapie erfordern. Was Patienten im Speziellen bei ihrer Ernährung beachten sollten, sprechen sie deshalb am besten mit ihrem behandelnden Arzt ab.

Allgemeine Ernährungs-Tipps

  • Meiden Sie fettreiche tierische Lebensmittel wie Schweineschmalz, Leber, Eigelb, Butter, Sahne sowie fettreiche Wurst- und Käsesorten.
  • Essen Sie höchstens zweimal Fleisch oder Wurst pro Woche. Bevorzugen Sie magere Sorten.
  • Bauen Sie täglich viel Obst und Gemüse in Ihren Speisezettel ein. Fünf Portionen gelten als ideal.
  • Versuchen Sie, zweimal wöchentlich Fisch zu essen, zum Beispiel Lachs, Hering oder Makrele.
  • Probieren Sie verschiedene vegetarische Gerichte aus, zum Beispiel Gemüsepfannen, Aufläufe, eifreie Pasta mit Gemüsesoße, Reisgerichte.
  • Verwenden Sie pflanzliche Öle, die reich an Omega-3-Fettsäuren und Vitamin E sind, zum Beispiel Lein-, Raps-, Walnuss- und Sojaöl. Auch Nüsse sind reich an wertvollen Fettsäuren und Vitaminen. Sie schmecken pur, im Salat oder im Müsli.
  • Trinken Sie täglich einen halben Liter fettarme Milch, oder essen Sie dieselbe Menge fettreduzierter Milchprodukte (Joghurt, Quark, Käse).
  • Halten Sie sich bei alkoholischen Getränken zurück.


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