Die richtige Ernährung ist eine wichtige Säule der Behandlung. Patienten mit chronisch entzündlichem Rheuma haben deutlich weniger Beschwerden und brauchen oft sogar weniger Medikamente, wenn sie ihre Ernährung umstellen und dabei vor allem ihren Fleisch- und Wurstkonsum stark einschränken. Das haben Studien gezeigt.
Ernährungsexperten empfehlen eine überwiegend pflanzliche Kost, die durch fettarme Milchprodukte und Fisch ergänzt wird. Der Grund: Patienten, die ihren Speiseplan entsprechend gestalten, nehmen deutlich weniger entzündungsfördernde Arachidonsäure auf. Diese Fettsäure steckt vor allem in Fleisch, Ei und fettreichen Milchprodukten. Pflanzliche Lebensmittel hingegen liefern keine Arachidonsäure.
Fisch und Meeresfrüchte enthalten zwar auch Arachidonsäure, glänzen jedoch mit einem hohen Gehalt an entzündungshemmenden Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren), die im Stoffwechsel als Gegenspieler der Arachidonsäure wirken. Auch einige Fettsäuren in Pflanzenölen haben einen günstigen Einfluss auf den Stoffwechsel der Arachidonsäure und somit eine entzündungshemmende Wirkung.
Milchprodukte enthalten zwar Arachidonsäure, aber auch wertvolles Eiweiß und den Knochenbaustein Kalzium. Um die Knochen zu stärken und Osteoporose vorzubeugen, sollten Rheumatiker zu fettarmen Produkten greifen, da diese weniger Arachidonsäure liefern.
Ernährungs-Tipps
A. Karl / www.apotheken-umschau.de;
13.04.2010, aktualisiert am 25.06.2010
Bildnachweis: W&B/Brigitte Sporrer
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