Was unterscheidet eine echte Grippe (Influenza) von einer Erkältung?
Leider ist die Abgrenzung nicht immer ganz einfach. Bei einer Influenza treten die Krankheitszeichen meist ganz plötzlich auf. Abgeschlagenheit und Müdigkeit sind deutlich ausgeprägter als bei einer normalen Erkältung. Daneben kommt es oft zu starken Kopf- oder Gliederschmerzen. Ein Hinweis auf eine echte Grippe ist auch hohes Fieber (mindestens 38,5°C, oft über 40°C).
Bei besonders Gefährdeten (zum Beispiel chronisch Kranken, Senioren etc.) wird bei Verdacht auf Influenza innerhalb von 24-36 Stunden nach Beginn der Symptome eine Behandlung mit speziellen Virustatika wie zum Beispiel Oseltamivir oder Zanamivir zur Linderung der Beschwerden und Verkürzung des Krankheitsverlaufes empfohlen.
Besser ist es allerdings der Krankheit mit einer Impfung vorzubeugen. In großen Studien ist eine Schutzwirkung bei über 60-Jährigen nachgewiesen. Aufgrund der Empfehlung der ständigen Impfkommission des Robert Koch-Institutes wird die Influenza-Impfung für alle Personen über 60 Jahre sowie für Menschen mit chronischen Lungen-, Herz-Kreislauf-, Leber- oder Nierenkrankheiten und bei Diabetes auf Kosten der Krankenkassen angeboten. Der Schutz sollte jedes Jahr erneuert werden. Weil die meisten Grippewellen zwischen Dezember und März auftreten, aber die Impfung oft nur einige Monate schützt, sollte sie am besten zwischen Oktober und Dezember erfolgen. Bei dem oben genannten Personenkreis ist zusätzlich auch eine Impfung gegen Pneumokokken sinnvoll. Diese Bakterien können unter anderem Lungenentzündungen hervorrufen.
Wichtige Hinweise für Eltern:
Viele Erkältungssalben und ätherische Öle enthalten Menthol. Säuglinge und Kinder sollten auf keinen Fall mit mentholhaltigen Substanzen inhalieren oder damit eingerieben werden, da sie bei ihnen einen Atemstillstand auslösen können. Ähnliches gilt für andere stark riechende ätherische Öle.
Kinder unter 14 Jahre sollten keine schmerzlindernden und fiebersenkenden Medikamente mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure erhalten. Gerade im Zusammenhang mit Infekten drohen bei ihnen sonst gefährliche Leber- und Gehirnschäden (sogenanntes Reye-Syndrom, Ursache noch nicht endgültig geklärt).
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13.09.2005, aktualisiert am 04.10.2011
Bildnachweis: Banana Stock/ RYF
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