Thema: Erhöhte-Bluttfettwerte-Cholesterin

Cholesterinwerte: Die wichtigsten Fakten

Wann sind die Cholesterinwerte zu hoch? Was bedeuten Begriffe wie HDL und LDL? Welche Rolle spielt die Ernährung? Ein Überblick zum Thema Cholesterin

von Dr. Martina Melzer, aktualisiert am 22.12.2014

Gehaltvoller und cholesterinreicher Urlaubsklassiker: Ein "English Breakfast" mit Spiegelei, Speck, Bratkartoffeln und Toast

iStock/pjohnson1

Nach jedem Frühstücksei kommt das schlechte Gewissen. Und im Urlaub, wenn einem vom Buffet Spiegeleier, gebratener Speck und gegrillte Würstchen entgegenlachen, wird das schlechte Gewissen noch größer. Denn Wurstwaren und Eier enthalten Cholesterin, letztere sogar ziemlich viel.

Doch Cholesterin ist nicht grundsätzlich schlecht. Im Gegenteil: Die Substanz erfüllt im Körper wichtige Aufgaben und ist für ihn unerlässlich.


Unser Experte: Professor Wolfram Delius, Kardiologe aus München

W&B/Bernhard Huber

Wofür benötigt der Körper Cholesterin?

Cholesterin ist eine fettähnliche Substanz, die für den Aufbau und die Funktion der Körperzellen unentbehrlich ist. Ferner benötigt der Körper diesen Stoff als Grundgerüst für Hormone, wie zum Beispiel Sexualhormone, sowie für Gallensäuren oder Vitamin D.

Den Großteil des Cholesterins bildet der Organismus selbst, vor allem in der Leber. In erster Linie wird dieses Cholesterin zu Gallensäuren umgearbeitet, ein kleinerer Teil gelangt in den Blutkreislauf. Besteht ein Überangebot an Nahrungscholesterin (über die empfohlenen 300 Milligramm pro Tag hinaus), wird die körpereigene Produktion gedrosselt.

Der Teil des Cholesterins, der aus der Leber ins Blut abgegeben wird, gelangt in Form sogenannter Fett-Eiweiß-Verbindungen (Lipoproteine) zu den verschiedenen Körperzellen. Dort bindet das Cholesterin an bestimmte Strukturen auf der Zellmembran (Rezeptoren) und wird in die Zellen aufgenommen. Überschüssiges Cholesterin aus dem Blutkreislauf nimmt die Leber wieder auf.

Aufgrund verschiedener, oft auch erblich bedingter Störungen, kann sich die Zahl der Rezeptoren in der Leber verringern. Dann nimmt das Stoffwechselorgan weniger Cholesterin auf. In Folge kreist die Substanz vermehrt im Blut und wird zum Risikofaktor für die Entstehung einer Arteriosklerose (Gefäßverkalkung).


Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



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