Erektile Dysfunktion (Potenzstörung, Erektionsstörung, Impotenz)

Was hilft, wenn Mann im Bett nicht mehr kann? Mehr zu Ursachen, Diagnose und Therapie von Potenzstörungen

aktualisiert am 25.11.2014

Flaute im Bett? Gegen Erektionsstörungen gibt es Behandlungsmöglichkeiten

Stockbyte/RYF

Was ist eine erektile Dysfunktion?

Erektile Dysfunktion (ED) bedeutet, dass ein Mann in mehr als zwei Dritteln der Fälle keine Erektion bekommen oder aufrecht erhalten kann, die für einen Geschlechtsverkehr ausreicht. Der Penis wird nicht hart genug oder erschlafft vorzeitig. Diese Probleme bestehen über mindestens sechs Monate. Wenn es also hin und wieder einmal "nicht klappt", handelt es sich noch nicht gleich um eine behandlungsbedürftige Störung.

Mit dem Alter wird die erektile Dysfunktion häufiger. Unter den 40- bis 49-Jährigen ist knapp jeder zehnte Mann betroffen, unter den 60- bis 69-Jährigen bereits jeder dritte. Das zeigte eine Untersuchung der Universität Köln im Jahr 2000. Viele weitere Untersuchungen in zahlreichen Ländern kamen zu vergleichbaren Ergebnissen. Experten vermuten, dass es eine große Dunkelziffer gibt. Die tatsächlichen Zahlen könnten also noch höher liegen.


Beratender Experte: Professor Dr. med. Christian Stief, Facharzt für Urologie

W&B/Privat

In der Mehrzahl der Fälle stecken körperliche Ursachen hinter Erektionsstörungen. Rein psychische Auslöser kommen vor allem bei jüngeren Männern vor.

Auch wenn es sich um ein sehr privates Problem handelt, ist Scham unangebracht. Betroffene sollten sich nicht scheuen, einen Arzt aufzusuchen. Zwei Gründe sprechen dafür:

Zum einen ist in den meisten Fällen eine erfolgreiche Therapie möglich. Der Arzt kann Medikamente verschreiben, sogenannte Phosphodiesterase-5-Hemmer (PDE-5-Hemmer). Daneben gibt es weitere Behandlungsmöglichkeiten. Ist zum Beispiel der Testosteronspiegel deutlich erniedrigt, ist eine Testosteron-Ersatztherapie in Erwägung zu ziehen.

Zum anderen kann die Störung – vor allem jenseits der 50 – ein Warnhinweis auf einen drohenden Herzinfarkt oder Schlaganfall sein. Denn hinter einer erektilen Dysfunktion steckt nicht selten eine "Verkalkung" (Arteriosklerose) der Blutgefäße, die den Penis mit Blut versorgen. Diese Arteriosklerose macht vor anderen Gefäßabschnitten im Körper nicht halt. Die Blutgefäße, die Herz und Gehirn mit Blut beliefern, könnten ebenfalls betroffen sein. Im schlimmsten Fall droht dann ein Herz- oder Hirninfarkt. Wird eine Arteriosklerose früh erkannt und behandelt, sind solche ernsten Folgen oft vermeidbar.

Erektile Dysfunktion heißt umgangssprachlich auch Potenzstörung oder "Impotenz". Der letztere Begriff war früher in der Medizin gebräuchlich, wird heute aber nur noch selten verwendet. Denn er wirft verschiedene Störungen "in einen Topf", die nicht zwangsläufig zusammengehören: Zum einen Erektionsstörungen wie erektile Dysfunktion oder vorzeitiger Samenerguss, zum anderen die Unfruchtbarkeit, also die Unfähigkeit, Kinder zu zeugen (Sterilität).


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.


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