Stabsichtigkeit (Astigmatismus)

Eine reguläre Stabsichtigkeit kann zum Beispiel mit Kontaktlinsen korrigiert werden
Zusammenfassung:
Geringe Krümmungsfehler der Hornhautoberfläche sind kaum merkbar, stärkere Unregelmäßigkeiten der Hornhautwölbung können aber bewirken, dass Betroffene verzerrt, unscharf oder wechselnd verschwommen sehen. Manchmal bestehen aufgrund der Stabsichtigkeit Beschwerden wie Kopfschmerzen und Augenbrennen.
Rund 40 Prozent aller Menschen haben einen geringen Astigmatismus von 0,5 Dioptrien oder weniger, bei jedem Fünften besteht eine Stabsichtigkeilt von mehr als einer Dioptrie und eine Korrektur ist notwendig.
Die Diagnose Astigmatismus wird mit der Placido-Scheibe, mit dem Opthalmometer, mit der Schattenprobe und dem Refraktometer gestellt.
Die Behandlung der regulären Stabsichtigkeit erfolgt durch Brille, Kontaktlinsen oder Refraktive Chirurgie. Die irreguläre Stabsichtigkeit kann in manchen Fällen durch harte Kontaktlinsen ausgeglichen werden, manchmal ist auch eine Hornhauttransplantation erforderlich.

Die Stabsichtigkeit (Astigmatismus) entsteht meist durch unterschiedliche Brechungskraft zweier Krümmungsradien der Hornhaut (seltener der Linse). Die Hornhaut ist in diesem Fall nicht exakt kugelförmig gewölbt, sondern eher wie ein Ei geformt. Gegenstände erscheinen längs, quer oder schräg verogen, Punkte werden als Striche ("Stäbchen") abgebildet. In keiner Abbildungsebene entsteht ein scharfes Bild.
Das Wort Astigmatismus kommt aus dem Griechischen und bedeutet Brennpunktlosigkeit.
Die Häufigkeit der Stabsichtigkeit ist hoch. Rund 42 Prozent aller Menschen haben eine geringe Stabsichtigkeit von 0,5 Dioptrien oder weniger, bei jedem Fünften besteht eine Stabsichtigkeilt von mehr als einer Dioptrie, die korrekturbedürftig ist.

 
Diese Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann nur im persönlichen Gespräch zwischen Arzt und Patient festgelegt werden. Aber diese Informationen können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit dem Arzt vorzubereiten und Ihnen ergänzende Hinweise liefern.
Letzte Aktualisierung:
02.03.2007 (Inge Smolek)