Schnupfen (Rhinitis)

Schnupfen kann das akute Symptom einer Erkältung sein, auf eine Allergie hindeuten, chronisch werden. Für die unterschiedlichen Rhinitis-Formen gibt es zahlreiche Ursachen

von Andrea Blank-Koppenleitner, aktualisiert am 13.01.2014

Schnupfen: Ob Virusattacke oder Pollenreiz – die Nase reagiert bisweilen mit heftiger Abwehr

iStock/Uberphotos

Alle Jahre wieder – oder mehrmals im Jahr: Die Nase fängt an zu jucken, es folgen Niesattacken, die Schleimhäute schwellen an, das Atmen durch die Nase fällt schwer. Gleichzeitig läuft vermehrt Sekret aus der Nase. Auch der feine Geruchssinn ist oft beeinträchtigt. Kommen Halsschmerzen, Husten, Kopfweh und Abgeschlagenheit dazu, handelt es sich meist um eine typische Erkältung, eine Virusinfektion, die gehäuft im Herbst und Winter, aber auch im Frühjahr oder Sommer auftritt. Schnupfen, medizinisch Rhinitis, ist eines der Hauptsymptome. So ein akuter Schnupfen vergeht in der Regel nach ein bis zwei Wochen.

Immer mehr Menschen denken allerdings bei dem Wort Schnupfen an ihren Heuschnupfen, der sie regelmäßig am Ende des Winters und im Frühjahr plagt. Wenn Bäume oder Gräser blühen, verursachen die Pollen attackenartig oder ständig laufende, juckende Nasen und gerötete, tränende Augen. Auch im Gaumen kann ein brennendes Gefühl entstehen. Je nach Art und Ausprägung der Allergie kommen Hautausschläge und Atembeschwerden dazu.


Infektiöser und allergischer Schnupfen sind die häufigsten Formen. Doch die Nasenschleimhaut reagiert auch auf andere Einflüsse. Wem ist nicht schon die Nase gelaufen, wenn er ein Gericht mit Meerrettich oder anderen scharfen Gewürzen gegessen hat? Oder bei Wind über eine staubige Schotterstraße laufen musste. Auch der Wechsel von Kälte und Wärme irritiert unser Riechorgan.

Schnupfen kann chronisch werden. Die Nasenatmung ist dann häufig oder dauerhaft erschwert, es fließt Schleim in den Rachen ab. Brennen im Rachen und Hustenreiz sind oft die Folge. Auch Kopf- oder Gesichtsschmerzen, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen können sich einstellen.

Da wir keine Immunität gegen die zahllosen Erkältungsviren entwickeln und da es viele andere Ursachen für die geschwollene und gereizte Nasenschleimhaut gibt, ist die Rhinitis ein weit verbreitetes Symptom, unter dem viele Menschen in unterschiedlicher Form und Häufigkeit zu leiden haben. Lesen Sie mehr zu den Formen der Rhinitis und ihren Ursachen in den nachfolgenden Kapiteln (Übersicht am Anfang des Textes und Kapitellinks unten).


Fachliteratur für diesen Ratgeber

Lenarz Th, Boenninghaus H-G: HNO. Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, 14. Auflage, Berlin Heidelberg Springer-Verlag 2012

Probst R, Grevers G, Iro H: Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, 3. Auflage, Stuttgart Thieme Verlag 2008

Böhm M, Hallek M, Schmiegel W (Hrsg): Innere Medizin, begr. von Classen M, Diehl V, Kochsiek H, 6. Auflage, München Elsevier, Urban & Fischer Verlag, 2009

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie: Rhinosinusitis; Leitlinie 03/2011, awmf-Register Nr. 017/049. Online: http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/017-049.html (Abgerufen am 21.10.2013)

Klimek L, Pfaar O: Allergische Rhinitis. Immunologische und neurogene Mechanismen. In: HNO 2011.59:1191–1197, Berlin Heidelberg Springer-Verlag 2011

Umbreit C, Klimek L, Pfaar O: Das ASS-Intoleranz-Syndrom (M. Samter, M. Widal) – Ursache für Nasenpolypen, Asthma bronchiale und Urtikaria.
Quelle: www.journalmed.de, Schwerpunkt des Monats 09/2010. Online 2012:
http://www.allergiezentrum.org/de/infos-fuer-aerzte/50-das-ass-intoleranz-syndrom

Rothe Th, Menz G: Nichtallergische Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege. Übersichtsarbeit in: Therapeutische Umschau 2008, 65: 145-152; Bern Verlag Hans Huber, Hogrefe AG 2008

Fachredaktion: Dr. med. Claudia Osthoff


Wichtiger Hinweis:

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



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