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Schluckauf

Meist ist Schluckauf harmlos und vergeht gleich wieder. Nur selten wird er chronisch und hat krankhafte Ursachen. Infos dazu und die besten Tipps gegen den Hickser


Hoppla – ein Schluckauf kommt selten zur rechten Zeit

Für alle, die er unvermittelt trifft, ist ein Schluckauf (Singultus) eine lästige und unangenehme Angelegenheit. Wer anhaltend Hicks-Laute von sich gibt, erntet obendrein neben Mitleid manchmal auch noch spöttische Kommentare. Das ist ärgerlich – genau wie der Schluckauf selbst. Dennoch ist er in der Regel harmlos, wenn er nur kurze Zeit andauert.

Wie es zum Schluckauf kommt

Schluckaufbeschwerden haben, vereinfacht gesagt, ihren Ursprung im Zwerchfell. Dieser flache Muskel trennt Brust- und Bauchhöhle voneinander. Er ist die treibende Kraft bei der Zwerchfellatmung, die auch oft Bauchatmung genannt wird, was medizinisch aber nicht korrekt ist. Dabei zieht sich das Zwerchfell nach unten zusammen, das Brustkorbvolumen vergrößert sich. Es kommt zu einem Unterdruck, der durch die geöffnete Stimmritze Luft in die Lunge saugt. Entspannt sich das Zwerchfell, strömt die Luft wieder aus der Lunge.



Schluckauf in Kürze: Durch ein Kommando des "Schluckaufzentrums" im Hirnstamm zieht das Zwerchfell sich zusammen. Die Stimmritze, gebildet von den Stimmbändern, schnappt zu. Es kommt zum Hicks

Verkrampft sich das Zwerchfell plötzlich, schließt sich reflexartig die Stimmritze zwischen den Stimmbändern. Die Luft in der Lunge kann dadurch nicht entweichen, die einströmende Luft prallt gegen die geschlossenen Stimmbänder (siehe Grafik). Ein Druck entsteht, der sich in Form des bekannten Hicks entlädt. Verantwortlich für die Zwerchfellreflexe sind an oberster Stelle Nerven im Gehirn, und zwar im Hirnstamm.

Den ersten Schluckauf haben Menschen, bevor sie überhaupt auf die Welt kommen. Bereits Ungeborene im Mutterleib hicksen. Möglicherweise dient das dazu, den Atemreflex der Kleinen zu trainieren. Nach einer anderen Theorie verhindert der Reflex, dass Flüssigkeit in die Luftröhre gelangt. Auch Säuglinge hicksen häufiger. Das könnte einem kanadischen Forscher zufolge den Sinn haben, Luft aus dem Magen zu bringen, ähnlich wie beim Rülpsen. So schaffen die Kleinen Platz, um beim Saugen mehr Milch aufnehmen zu können. Bei Erwachsenen besitzt der Schluckauf vermutlich keine Funktion. Im Gegenteil: Tritt er in Aktion, stört es ungemein.

Häufig ist eine Reizung des Zwerchfellnervs (Nervus phrenicus) für einen Schluckauf verantwortlich – etwa durch zu hastiges Schlucken. Auch sehr heiße und kalte Speisen oder Getränke sowie Alkohol oder Nikotin können den Reiz auslösen. Das Klischee des Betrunkenen, der ständig hicksen muss, ist also gar nicht so falsch.



Ein Glas eiskaltes Mineralwasser gegen den Hicks

Akuter Schluckauf

Gegen akuten Schluckauf kennt jeder diverse Hausmittel. Die bekanntesten sind: ein Glas Wasser trinken, die Luft anhalten, ein Stück Zucker, am besten mit Zitronensaft getränkt, auf der Zunge zergehen lassen oder den Schluckauf-Geplagten erschrecken. Daneben gibt es noch richtig originelle Ratschläge, wie an sieben Männer mit Glatze zu denken. Tatsächlich zeigen die kleinen Tricks oft Wirkung – wenn auch nicht verlässlich und nicht bei jedem gleich gut. Sie funktionieren alle nach demselben Prinzip: Der Betroffene wird abgelenkt, seine Atmung entspannt sich und damit beruhigt sich das Zwerchfell. Meist verschwindet der Reflex innerhalb weniger Minuten. Er ist nicht weiter bedenklich und bedarf keiner medizinischen Behandlung.

Chronischer Schluckauf

Nur in seltenen Fällen wird ein Schluckauf chronisch. Das bedeutet, dass er länger als zwei Tage anhält. Ein solcher lang andauernder Singultus hat oft keine feststellbare Ursache (idiopathischer chronischer Schluckauf). Er ist äußerst unangenehm und belastend. Die Betroffenen fühlen sich zunehmend müde und erschöpft, viele leiden unter Schlaflosigkeit und entwickeln nicht selten Depressionen.

Gegen einen idiopathischen chronischen Schluckauf gibt es kein Patentrezept. Atem- und Verhaltenstherapien können hilfreich sein. Bleibt der Singultus dennoch bestehen, erhalten die Patienten eine Kombination aus muskelentspannnenden Mitteln und Arzneistoffen, die dämpfend auf muskelanregende Reize aus dem sogenannten Schluckaufzentrum wirken sollen.

Krankhafte Ursachen von Schluckauf

In seltenen Fällen sind ernsthafte Erkrankungen für einen Schluckauf verantwortlich. Dazu gehören etwa eine Refluxkrankheit, Speiseröhrenprobleme sowie Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich. Eine Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes, Entzündungen der Leber und Bauchspeicheldrüse oder Nierenerkrankungen lösen manchmal häufigen Schluckauf aus. Auch Schlaganfälle oder bösartige Tumore verursachen einen Hicks-Reflex, wenn sie auf die Nerven am Zwerchfell einwirken (siehe unten "Überblick über häufige Auslöser und mögliche krankhafte Ursachen").

Schluckauf: Wann zum Arzt?

Gehen Sie zu Ihrem Arzt, wenn

  • der Schluckauf sehr häufig beziehungsweise häufiger als früher auftritt,
  • er sich über einen längeren Zeitraum, zum Beispiel einen ganzen Tag, hinzieht,
  • zu häufigem Schluckauf noch weitere Symptome kommen, wie Sodbrennen, saures Aufstoßen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Gelbsucht.
  • Warnzeichen sind auch zusätzliche Beschwerden wie Müdigkeit, Gewichtsverlust oder Schwellungen im Halsbereich. Sie deuten ebenfalls auf eine Krankheit als Ursache hin.

! Wichtig: Wird ein akuter Schluckauf von Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Lähmungserscheinungen, Sprachstörungen und/oder Sehstörungen begleitet, könnte das ein Alarmsignal für einen Schlaganfall sein. Dann ist es notwendig, sofort den per Notruf (Telefon europaweit 112) den Rettungsdienst zu alarmieren.

Der Hausarzt geht dem Ursprung des Schluckaufs mit verschiedenen Untersuchungsmethoden auf den Grund und verweist den Patienten je nach Verdacht an einen Gastroenterologen, Neurologen, Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder einen anderen Spezialisten (siehe unten "Diagnose: Die Ursachen von häufigem oder chronischem Schluckauf aufdecken").

Überblick über mögliche Ursachen von akutem und chronischem Schluckauf

– Häufige unmittelbare Auslöser von akutem Schluckauf

Das können in erster Linie Verhaltensweisen und Faktoren sein, die das Zwerchfell beziehungsweise den zuständigen Nerven (Nervus phrenicus, siehe oben) reizen oder über das vegetative Nervensystem und den Vagusnerv wirken. Das vegetative Nervensystem steuert mit seinem sympathischen und parasympathischen Anteil die überwiegend unwillkürlich ablaufenden Körperfunktionen wie Verdauung, Kreislauf, Stoffwechsel, Atmung, Regelung der Körpertemperatur und vieles mehr. Der Nervus vagus ist der Hauptnerv des parasympathischen Systems und beeinflusst die Verdauungsorgane im Brust- und Bauchraum und deren Bewegungsabläufe. Mögliche Reizauslöser für akuten Schluckauf sind unter anderem:

  • Hastiges, schnelles Schlucken beim Essen oder Trinken, "Luftschlucken".
  • Sehr heiße oder kalte Speisen und Getränke, vor allem, wenn man sie abwechselnd zu sich nimmt. Auch ein plötzlicher Wechsel der Umgebungstemperatur, von Kälte zu Wärme und umgekehrt, kann einen Hicks provozieren.
  • Viel Alkohol sowie starkes Rauchen sind häufig beobachtete Ursachen.
  • Auch psychische Einflüsse wie Stress, Aufregung, Erschrecken und damit verbundenes hastiges, unregelmäßiges Atmen kommen infrage.

– Krankhafte Ursachen für hartnäckigen oder chronischen Schluckauf

Anhaltender beziehungsweise immer wiederkehrender Schluckauf entwickelt sich häufig ohne feststellbare Ursache (idiopathischer chronischer Schluckauf, siehe oben). Manchmal sind aber auch bestimmte Krankheiten dafür verantwortlich. Sie betreffen einmal die oberen Abschnitte des Verdauungssystems, also Speiseröhre, Magen und Dünndarm. Hier können Entzündungen, Schwellungen oder Wucherungen Nerv und Zwerchfell reizen und auch die Luftpassage behindern. Eine weitere Rolle spielen Stoffwechsel- und Hormonerkrankungen. Schließlich kommen als Ursache Nervenstörungen infrage, die den Nervus phrenicus und den Nervus vagus in ihrem Verlauf direkt betreffen. Ebenso können sich Nervenschäden im Gehirn über vielfältige Verbindungen auf die Funktion dieser Nerven auswirken. Mit Ausbruch der jüngsten Ebola-Epidemie in einigen afrikanischen Ländern hat sich zudem gezeigt, dass sich im Verlauf dieser Infektionskrankheit oft auch ein über mehrere Tage anhaltender Schluckauf einstellt.

Bei all diesen Erkrankungen stehen jedoch in der Regel andere Leitsymptome im Vordergrund, Schluckauf tritt nur als zusätzliches Krankheitszeichen auf. Manchmal liegt ein Singultus auch nahe an einem Luftaufstoßen ("Rülpsen", medizinisch Ructus, Eruktation). Allerdings laufen beim Luftaufstoßen andere Mechanismen ab. Es handelt sich um ein eigenes Beschwerdebild.



Schluckauf kann auf Entzündungen in der Speiseröhre oder im Magen hinweisen

Erkrankungen im Verdauungstrakt

  • Refluxkrankheit (krankhafter Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre): Hauptsymptome sind Sodbrennen mit Schmerzen hinter dem Brustbein, Aufstoßen von Magensäure oder Speiseresten, häufig auch Schluckbeschwerden, Schluckauf, Mundgeruch, Zahnprobleme, morgendlicher Husten, Heiserkeit, gelegentlich Schmerzen im Oberbauch. Als eine unter anderen möglichen Ursachen kommt ein Zwerchfellbruch (Hiatushernie) infrage.
    Eingehende Informationen finden Sie im Ratgeber "Sodbrennen"; dort speziell in den Kapiteln: "Ursache: Gastroösophageale Refluxkrankheit" und "Ursache: Zwerchfellbruch".
  • Erkrankungen an Kehlkopf und Speiseröhre:
    Ständiger Rückfluss von Magensäure (siehe vorhergehender Abschnitt), ebenso Infektionen durch Pilze und Viren können eine Entzündung in der Speiseröhre (Ösophagitis) und des umgebenden Gewebes auslösen, die manchmal auch den Zwerchfellnerv irritiert. Schluckbeschwerden, Schmerzen hinter dem Brustbein und im Oberbauch sowie Sodbrennen sind typische Beschwerden. Dazu kommen mitunter ein Engegefühl im Hals, gelegentlich Schluckauf, Erbrechen und Durchfall.
    Speiseröhrendivertikel führen zu Schluckbeschwerden, Sodbrennen, Aufstoßen von Speiseresten und Mundgeruch. Je nach Lage können sie zudem, ebenso wie Rachen- und Kehlkopfentzündungen, die Stimmritze und das Zwerchfell irritieren. Die Folge ist dann mitunter auch Schluckauf.
    Lesen Sie mehr dazu im Ratgeber "Kehlkopfentzündung (Laryngitis)".
  • Magen-Darm-Erkrankungen:
    Eine Magen-Darm-Entzündung (Gastroenteritis), meist ausgelöst durch Infektionen mit Viren oder Bakterien, äußert sich vor allem in Durchfällen, Erbrechen, Bauchschmerzen. Atembeschwerden, grippeähnliche Symptome mit Fieber und Gliederschmerzen sind je nach Infektionsart möglich, bisweilen auch vermehrt Schluckauf.
    Manchmal plagen Hickser, neben häufigem Aufstoßen, auch Menschen, die an einer Magenschleimhautentzündung (Gastritis) leiden. Typisch für eine akute Entzündung sind jedoch Magenschmerzen, Übelkeit und Völlegefühl. Ausführliche Informationen zu akuter und chronischer Gastritis gibt der Ratgeber "Gastritis (Magenschleimhautentzündung)".

Stoffwechsel- und Hormonstörungen

  • Erkrankungen der Leber und der Gallenwege:
    Leberentzündungen wie Hepatitis A oder andere Hepatitisformen stehen mit auf der Liste möglicher krankhafter Ursachen für häufigen Schluckauf. Über unterschiedliche Formen, Ursachen, Hauptsymptome, Diagnose und Therapie informiert der Ratgeber "Hepatitis").
    Ein Abszess im Bauchraum unterhalb des Zwerchfells (subphrenischer Abszess), etwa als seltene Komplikation einer akuten oder chronischen Gallenblasen- oder Gallenwegsentzündung, führt bisweilen ebenfalls zu verstärktem Schluckauf.
    Anhaltender Schluckauf kann zudem auf eine möglicherweise gefährliche Ausbuchtung in der Wand der Bauchschlagader (Aortenaneurysma) hinweisen.
  • Diabetes mellitus: Im Laufe einer Diabeteserkrankung können vor allem bei dauerhaft erhöhtem Blutzucker unter anderem Nervenschäden entstehen. Die Folge sind vielfältige Funktionsstörungen, so etwa bei der Verdauung oder Magenentleerung. Häufiger Schluckauf stellt sich dann möglicherweise im Zusammenhang mit krankhaften Nervenreizen im Bereich des Nervus vagus beziehungsweise des Nervus phrenicus ein (siehe oben).
    Eingehende Informationen zu Ursachen, Symptomen, Folgeerkrankungen, Diagnose und Therapie liefern die Ratgeber „Diabetes mellitus Typ 1“ und „Diabetes mellitus Typ 2“.
  • Nierenstörungen, Mineralstoffmangel:
    Die Funktion des Zwerchfellnervs irritieren und damit Schluckauf auslösen kann zudem eine Harnvergiftung. Sie ist bei Nierenversagen möglich, wenn sich Stoffe, die normalerweise über die Niere ausgeschieden werden, im Blut ansammeln. Diese können zu Vergiftungserscheinungen auf vielen Ebenen führen. 


    Zu Muskelkrämpfen, die mitunter auch den Zwerchfellmuskel betreffen, kommt es vermehrt, wenn dem Körper Mineralstoffe fehlen. Eine Mineralstoffmangelsituation wie ein Natrium-, Kalium- oder Kalziummangel kann bei unterschiedlichen Krankheiten sowie manchmal unter Einnahme von harntreibenden Medikamenten (betrifft hier das Natrium und Kalium) entstehen.
  • Schilddrüsenüberfunktion, Kropf:
    Schilddrüsenhormone sind wesentlich an zahlreichen Körpervorgängen beteiligt. So beeinflussen sie unter anderem den Stoffwechsel, die Verdauung, unterschiedliche Nervenaktivitäten und damit auch die Funktion der Muskulatur. Bei einer Überfunktion der Schilddrüse können die Nervenimpulse übersteigert sein. Zittern, innere Unruhe, aber auch Muskelschwäche (Kraftlosigkeit) sind Ausdruck dafür. Vermehrter Schluckauf plagt die Betroffenen möglicherweise zusätzlich. Wissenswertes zu Ursachen, Symptomen und Therapie können Sie im Ratgeber "Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)" nachlesen.
  • Für eine vergrößerte Schilddrüse, einen Kropf (Struma), ist Jodmangel die häufigste Ursache. Ein Kropf geht mit Schwellungen am Hals, Engegefühl, Schluckbeschwerden, Heiserkeit, mitunter Atemproblemen und Schluckauf einher. Informieren Sie sich dazu im Ratgeber "Schilddrüse: Was ist ein Kropf?".


Steuerzentrale: Das Gehirn mit Hirnstamm und Beginn des Rückenmarks

Erkrankungen des Gehirns

Sind die Nervenaktivitäten im Gehirn gestört oder geschädigt, hat das oft auch Folgen für die vegetativen Nervenimpulse. Je nachdem wo die Störung im Gehirn abläuft, sind dann auch der Vagusnerv und der Zwerchfellnerv betroffen. Eine Rolle spielen hier vor allem Verletzungen und Entzündungen im Bereich des Hirnstamms, des Teils im Gehirn, aus dem der Vagusnerv als zehnter Hirnnerv hervorgeht. Ebenso können Hirnödeme oder Tumore die entsprechenden Nervenfasern in Bedrängnis bringen.

  • Hirnhautentzündung (Meningitis), Hirnentzündung (Enzephalitis): Typisch sind hier grippeähnliche Symptome mit hohem Fieber, starken Kopf- und Gliederschmerzen sowie ein steifer Nacken. Krämpfe, Schwindel und Schwerhörigkeit sind ebenfalls möglich. Die entzündlichen Prozesse erfassen mitunter auch den Nervus vagus und seine Ausläufer.
    Lesen Sie Näheres dazu in den Ratgebern "Gehirnhautentzündung (Meningitis)" und "Enzephalitis: Entzündung im Gehirn".
  • Hirndrucksteigerung: Nach Kopfverletzungen, Entzündungen, Blutungen oder durch Tumore können das Volumen des Gehirns und der Druck im Schädel zunehmen. Zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, Gedächtnisstörungen, Sehproblemen, Schwindel und anderen Beschwerden kommt häufig auch Schluckauf.
  • Schlaganfall: Einseitige Lähmungserscheinungen, besonders im Arm, herabhängender Mundwinkel, Sehstörungen, Sprachstörungen, Schwindel, starke Kopfschmerzen und Nackenschmerzen gehören zu den alarmierenden Symptomen eines Schlaganfalls. Hier heißt es, sofort reagieren und den Rettungsdienst verständigen, auch wenn nur einige der Beschwerden auftreten. Informieren Sie sich ausführlich im Ratgeber "Schlaganfall (Apoplex)".
    Schluckauf kann sich dann zusammen mit Schluckstörungen
    als Folge des Schlaganfalls einstellen. Er ist, neben starken Kopfschmerzen, manchmal auch Zeichen dafür, dass sich als Komplikation ein Hirnödem gebildet hat.
  • Multiple Sklerose: Schluckauf tritt manchmal bei multipler Sklerose auf. Diese chronisch-entzündliche Erkrankung des Nervensystems im Gehirn und im Rückenmark greift häufig Nervenbahnen an, die Impulse an die Muskeln geben. Erste Symptome sind vor allem Sehstörungen, Kribbeln und Taubheitsgefühle in Armen und Beinen, Muskelschwäche, Schwindel und Gleichgewichtsstörungen. Mehr zu Ursachen, Symptomen, Diagnose und Therapie erfahren Sie im Ratgeber "Multiple Sklerose (MS)".
  • Neuromyelitis optica: Die seltene Erkrankung des zentralen Nervensystems ist autoimmunologisch, also durch eine fehlgeleitete Immunabwehr, bedingt. Sie verursacht ein ähnliches Krankheitsbild wie die multiple Sklerose, jedoch mit schwereren Verläufen. Dazu gehören insbesondere Entzündungen am Sehnerv und im Rückenmark. Die Symptome treten in meist heftigen Schüben auf. Sehstörungen, Muskelschwäche in Armen und Beinen sowie Probleme mit der Kontrolle von Blase und Darm sind typisch. Kennzeichnend können dazu Schluckauf und Erbrechen kommen. Der Nachweis eines bestimmten Antikörpers im Blut erhärtet die Diagnose und die Abgrenzung zur MS.

Wucherungen und Tumore

  • Tumore im Ohr und umgebenden Gehirnstrukturen, im Hals: Wucherungen im Ohr- und Halsbereich oder Fehlbildungen wie zum Beispiel Halszysten können Nervenfasern reizen, die mit dem Vagusnerv verbunden sind beziehungsweise aus ihm hervorgehen. Die Störung wirkt sich mitunter auch auf die Zwerchfellfunktion aus.
  • Tumore im Brust- und Bauchraum: Geschwulste und Tumore beeinträchtigen je nach Lage manchmal das Zwerchfell und den Nervus phrenicus unmittelbar, insbesondere wenn sie sich im Bauchraum entwickeln. Schluckauf kann bisweilen neben anderen typischen Symptomen bei Speiseröhrenkrebs oder Bronchialkrebs auftreten.
    Wenn solche Tumore durchbrechen, entzündet sich mitunter das Mittelfell (Mediastinum). Das ist der Raum, in dem Speiseröhre, Luftröhre, herznahe Gefäße und Herz liegen. Der Zwerchfellnerv verläuft hier, und das Zwerchfell begrenzt das Mittelfell nach unten. Zu den Symptomen einer Mediastinitis, eines sehr schwerwiegenden Krankheitsbildes, gehören neben Fieber, Abgeschlagenheit, hastigem Atem, schnellem Puls, Husten, Schmerzen hinter dem Brustbein auch Schluckbeschwerden und Schluckauf.
  • Gehirntumore, auch Tochtergeschwülste anderer Tumore: Einige Tumore am Hirnstamm bedrängen wiederum den Vagusnerv, der von dort ausgeht. Das gilt auch für Wucherungen am Rückenmark, und zwar in Bereichen, in denen entsprechende Nervenbahnen verlaufen (etwa bei einer Syringomyelie, siehe Ratgeber "Schluckstörung", Kapitel: Ursachen im Bereich des Gehirns, der Nerven und Muskeln). So kommt es unter anderen auch zu hartnäckigem Schluckauf. Zu kennzeichnenden Symptomen, Ursachen, Diagnose und Therapie von Hirntumoren finden Sie ausführliche Informationen im Ratgeber "Hirntumore (Gehirntumore)".
  • Vergrößerte Lymphknoten im Brust- und Bauchraum: Lymphknoten sind Bestandteile des Lymphsystems, das eine wichtige Rolle bei der Körperabwehr spielt. Ist diese verstärkt gefordert, können die Lymphknoten an unterschiedlichen Stellen anschwellen. Ursachen dafür sind zum Beispiel Infekte oder Erkrankungen des Lymphsystems, Lymphome. Erkrankte Lymphknoten im Brust- und Bauchraum bedrängen mitunter auch den Zwerchfellnerv. Mögliche Symptome sind Husten, Heiserkeit, Schluckauf, Schwellungen am Hals, Schluckstörungen und Verdauungsprobleme.

Folgen operativer Eingriffe
Für unterschiedliche Behandlungsmaßnahmen, etwa an der Luftröhre, oder für eine Narkose führen Ärzte eine Röhre durch den Mund in den Kehlkopf (Intubation). Dabei kann es zu Reizungen kommen, die auch den Nervus phrenicus betreffen. Schluckauf ist eine mögliche Folge. Das gilt ebenso für Untersuchungsmethoden wie eine Magenspieglung. Durch bestimmte Eingriffe oder Haltungen, wenn der Hals etwa bei Halsoperationen stark nach hinten gebeugt wird, überdehnt sich unter Umständen die Wurzel des Nervus phrenicus. Hier weist Schluckauf auf eine Funktionsstörung des Nervs hin.



Medikamentencheck: Ratsam bei häufigem Schluckauf

Medikamente

Wer Medikamente einnimmt, die auf das vegetative Nervensystem, den Stoffwechsel und Muskelfunktionen wirken, hat mitunter verstärkt mit Schluckauf zu tun. Zu den Arzneimitteln, die unter anderem zu Schluckauf führen können, gehören

  • einige Narkosemittel und Medikamente gegen Epilepsien (Antiepileptika), darunter auch die kaum noch eingesetzten Barbiturate.
  • Schlaf- und Beruhigungsmittel aus der Gruppe der Benzodiazepine sowie angstlösende Medikamente wie Buspiron,
  • bestimmte Medikamente gegen Parkinson,
  • Neuroleptika (Mittel gegen Psychosen),
  • Chemotherapeutika,
  • Kortisonpräparate (Glukokortikoide) und andere Arzneimittel, die zum Beispiel eine Speiseröhrenentzündung oder entzündliche Veränderungen im Magen-Darm-Trakt begünstigen.

Wenn Sie den Eindruck haben, dass Sie mit der Einnahme eines Medikaments vermehrt Schluckauf bekommen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber. Setzen kein Medikament, das Ihnen der Arzt verschrieben hat, von sich aus ab, und verändern Sie auch nicht die Dosis, ohne dies mit ihm abgesprochen zu haben.

Psychische Ursachen

Mitunter können seelische Faktoren, etwa Erschrecken, Aufregung, Angstgefühle oder Übererregtheit einen akuten Schluckauf auslösen. Psychische Erkrankungen wie Depressionen, krankhafte Ängste oder dissoziative Störungen (hysterische Neurose) sind nur sehr selten der Grund für einen chronischen Schluckauf.

Ein chronischer Schluckauf unbekannter oder körperlicher Ursache belastet dagegen die Betroffenen mitunter derart, dass sie eine Depression oder andere psychische Problematik entwickeln (siehe auch oben).



Magenspiegelung: Aufschlussreicher Blick in Speiseröhre und Magen

Diagnose: Die Ursachen von hartnäckigem Schluckauf aufdecken

Da ein akuter Schluckauf meist harmlos ist und von selbst oder mit Hilfe von ein paar Tricks (siehe oben "Akuter Schluckauf") schnell wieder vergeht, ist es in der Regel nicht notwendig, deshalb den Arzt aufzusuchen. Es sei denn, der Singultus tritt zusammen mit auffälligen oder alarmierenden Beschwerden wie starken Kopfschmerzen, Schwindel, Krämpfen oder Lähmungserscheinungen auf. Gehen Sie dann umgehend zum Arzt. Bei Anzeichen für einen Schlaganfall heißt es sofort den Rettungsdienst rufen.

Einen häufig wiederkehrenden oder anhaltenden chronischen Schluckauf wird der Arzt jedoch eingehend untersuchen, um ernsthafte Erkrankungen als Ursache auszuschließen beziehungsweise aufzudecken und anschließend gezielt behandeln zu können. Von einem chronischen Schluckauf sprechen Mediziner, wenn die Beschwerden länger als 48 Stunden anhalten (siehe oben "Chronischer Schluckauf").

Erster Ansprechpartner ist in der Regel der Hausarzt, der seinen Patienten entweder selbst behandelt oder je nach Verdacht an einen Spezialisten weiterleitet. Das kann ein Facharzt für innere Krankheiten (Internist), hier insbesondere ein Spezialist für Magen-Darm-Erkrankungen (Gastroenterologe) sein. Krankhafte Ursachen im Magen-Darm-Trakt gehören zu den häufigen Auslösern von Schluckauf. Manchmal sind ein Endokrinologe, der sich mit Hormon- und Stoffwechselkrankheiten befasst, oder ein Facharzt für Lungenheilkunde gefragt.

Hat er entsprechende Anhaltspunkte, zieht der Hausarzt auch einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder einen Nervenarzt (Neurologen) hinzu. Zeichnet sich eine psychische Problematik ab, übernehmen Psychotherapeut und/oder Psychiater die weitere Diagnose und Behandlung.

Ein ausführliches Arzt-Patient-Gespräch sowie die Krankengeschichte geben meist schon erste aufschlussreiche Hinweise. Wichtig ist es für den Arzt zu wissen, wie der Schluckauf sich genau äußert, auch um ihn gegen das reine Luftaufstoßen abgrenzen zu können. Weitere Fragen sind, wie oft und bei welchen Gelegenheiten der Hickser auftritt und ob er auch nachts anhält. Der Arzt informiert sich zudem, wie die Lebenssituation des Betroffenen aussieht, ob er sehr unter Stress steht, wie viel Alkohol er trinkt, welche Erkrankungen, Untersuchungen oder Operationen er vor Beginn der Schluckaufbeschwerden durchgemacht hat, welche Medikamente er einnimmt.

Einer ersten körperlichen Untersuchung von Kopf, Hals, Brust- und Bauchbereich folgt möglicherweise eine Spiegelung von Speiseröhre und Magen (Gastroskopie oder Gastroendoskopie), etwa um eine Refluxkrankheit oder eine Zwerchfellhernie festzustellen.

Weitere Informationen liefern verschiedene Bluttests im Labor und Ultraschalluntersuchungen von Hals- und Bauchraum. Falls angezeigt, zieht der Facharzt die Ergebnisse bildgebender Verfahren heran. Dazu gehören zum Beispiel Röntgenaufnahmen von Brust und Bauch, eventuell eine Computertomografie vom Hals- oder Brustbereich. Diese dient auch dazu, eine Wandaussackung der Hauptschlagader (Aneurysma) aufzudecken oder auszuschließen. Mitunter kommen Atemfunktionstests, eine Spiegelung der Bronchien (Bronchoskopie), eine Aufzeichnung der Herzstromkurve (EKG), Leber- und Nierenuntersuchungen dazu.

Bei entsprechendem Verdacht untersucht der HNO-Arzt den Rachenraum und die Ohren. Um die Diagnose einer Refluxkrankheit zu sichern, setzen die Ärzte mitunter eine Probetherapie mit säurehemmenden Medikamenten ein. Mitunter lässt der Arzt zunächst auch den Säurewert in Speiseröhre und Magen bestimmen (pH-Metrie). Ebenso können Laboruntersuchungen von Gewebeproben aus der Speiseröhre angezeigt sein, etwa bei Verdacht auf eine Speiseröhrenentzündung oder eine Tumorentwicklung.

Bestehen Hinweise auf eine Nervenerkrankung im Gehirn oder im Rückenmark, bringen Aufzeichnungen der Hirnstromkurven (EEG) sowie Aufnahmen des Kopfes, etwa eine Magnetresonanztomografie (Kernspintomografie) oder Computertomografie des jeweiligen Bereiches, Aufschluss. Darüber hinaus kann in manchen Fällen eine Untersuchung von Nervenwasser aus dem Wirbelkanal (Lumbalpunktion) die Diagnose festigen.



Saures: Zitronensaft kann manchmal den Schluckauf stoppen

Schnelle Hilfe bei akutem Schluckauf

In der Regel vergeht ein akuter Singultus nach einer Weile von ganz allein. Aber es gibt viele Tipps und Tricks, die lästigen Schluckauf rasch verscheuchen sollen (siehe auch oben). Hier einige Beispiele:

  • Ein Glas eiskaltes Wasser in kleinen, schnellen Schlucken trinken,
  • den Atem anhalten, husten
  • einatmen und dann gegen die mit Daumen und Zeigefinder zugehaltenen Nasenlöcher ausatmen,
  • Gurgeln mit Wasser,
  • reinen Zitronensaft oder Essig (auch auf Zucker, siehe oben) schlucken,
  • an etwas Lustiges denken,
  • die Knie zur Brust ziehen, sich nach vorne beugen, um den Brustraum zusammenzupressen.

Therapie der Ursachen und Symptome bei chronischen Schluckaufbeschwerden

Bei einem chronischen Schluckauf steht die Behandlung der ursächlichen Erkrankung im Vordergrund. Direkt gegen den Schluckauf helfen auch hier zunächst einfache Atemtechniken oder den Reflex unterbrechende Maßnahmen (siehe vorangehenden Abschnitt). Wirkungsvoll können zudem Bauchmassagen, kühle Auflagen auf den Oberbauch und Entspannungstherapien sein. Darüber hinaus ist es oft sinnvoll, Ess- und Ernährungsgewohnheiten zu verändern.

Ist der Schluckauf sehr ausgeprägt oder bleibt er ohne feststellbare Ursache bestehen (idiopathischer Schluckauf), setzen die Ärzte oft zusätzlich krampflösende und beruhigende Medikamente ein, um das Symptom zu lindern. Manchmal geschieht das sogar schon während der Ursachensuche. Als Medikamente kommen unter bestimmten Voraussetzungen Mittel gegen Erbrechen (Anitiemetika) wie Domperidon infrage, ebenso muskelentspannende Substanzen wie Baclofen oder Antiepileptika wie Gabapentin. Die Ärzte kombinieren dabei oft auch verschiedene Wirkstoffe, etwa muskelentspannende Mittel und Gabapentin. Je nach Beschwerdebild und Ursache können außerdem Säurehemmer (Protonenpumpenhemmer) wirken. Manchmal greifen Arzneimittel, die das vegetative Nervensystem beeinflussen, Muskelaktivitäten und -reflexe dämpfen beziehungsweise hemmen, wie beispielsweise Neuroleptika mit dem Wirkstoff Haloperidol.

Darüber hinaus können Atemtherapien und Verhaltenstherapien geeignet sein, die Beschwerden in den Griff zu bekommen. Einige Patienten haben laut Expertenberichten mit Akupunktur oder Hypnose gute Erfahrungen gemacht.

Wenn Medikamente und nichtmedikamentöse Therapien keinen Erfolg bringen, sind mitunter operative Eingriffe angezeigt. Neurochirurgen unterbinden damit beispielsweise die Impulse des Zwerchfellnervs kurzfristig oder stimulieren den Nerv gezielt und reguliert. Das kann mit Schrittmacherimplantaten geschehen. Allerdings kehren hier die Beschwerden oft nach einiger Zeit trotzdem zurück.


Fachliteratur für diesen Ratgeber

Mattle H. Mumenthaler M: Neurologie. 13. Auflage, Stuttgart Georg Thieme Verlag 2013
Herold G et al.: Innere Medizin, Köln Gerd Herold 2014
Böhm M, Hallek M, Schmiegel W (Hrsg): Innere Medizin, begr. von Classen M, Diehl V, Kochsiek H, 6. Auflage, München Elsevier, Urban & Fischer Verlag, 2009
Klinke R, Pape H-C, Kurtz A, Silbernagl S (Hrsg): Physiologie. 6. Auflage, Stuttgart Georg Thieme Verlag 2010

Lenarz Th, Boenninghaus H-G: Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. 14. Auflage, Berlin Springer Verlag, 2012

Behrbohm H, Kaschke O, Nawka T: Kurzlehrbuch Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. 2. Auflage, Stuttgart Georg Thieme Verlag 2012

Ohlrich M, Royl, G: Singultus – Diagnostik und Therapie. In: Akt Neurol 2014; 41(02): 116-124. Stuttgart, New York Georg Thieme Verlag 2014

Eisenächer A, Spiske J: Persistierender Singultus als Initialsymptom eines Kavernoms in der Medulla oblongata. In: Dtsch. Ärzteblatt Int 2011, 108 (48): 822 – 825

Howes D: Hiccups: A new explanation for the mysterious reflex. In: BioEssays 2012, 34:451-453. Online: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/bies.201100194/full (Abgerufen am 10.12.2014)

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National Institute of Neurological Disorder and Stroke: Neuromyelitis Optica Information Page. Online: http://www.ninds.nih.gov/disorders/neuromyelitis_optica/neuromyelitis_optica.htm (Abgerufen am 09.12.2014)

Médecins sans frontières, e-campus: Ebola briefing. Online: http://ecampus.msf.org/moodlemsf/mod/page/view.php?id=22246 (Abgerufen am 18.12.2014)

Fachredaktion: Dr. med. Claudia Osthoff

 


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.




Bildnachweis: Thinkstock/PhotoDisc, Panthermedia/Robert Kneschke, Thinkstock/Hemera, W&B/Jörg Neisel, Thinkstock/iStockphoto, W&B/Szczesny, Martin Ley, Brand X Pictures/RYF, W&B/Martina Ibelherr

Andrea Blank-Koppenleitner, Stephan Soutschek / www.apotheken-umschau.de; aktualisiert am 18.12.2014,
Bildnachweis: Thinkstock/PhotoDisc, Panthermedia/Robert Kneschke, Thinkstock/Hemera, W&B/Jörg Neisel, Thinkstock/iStockphoto, W&B/Szczesny, Martin Ley, Brand X Pictures/RYF, W&B/Martina Ibelherr

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