Restless Legs Syndrom (RLS, Unruhige Beine)

Bei Restless Legs Syndrom kommt es zu quälendem Unruhegefühl, Kribbeln oder Schmerzen in den Beinen, seltener in den Armen. Mehr zu Ursachen, Symptomen und Therapie
aktualisiert am 23.06.2016

Patienten mit Restless Legs Syndrom leiden an einer quälenden Unruhe in den Beinen. Sie tritt vor allem abends und nachts auf und raubt den Schlaf

W&B/Michael Schwerberger

Was ist das Restless Legs Syndrom?

Das Restless Legs Syndrom (RLS, unruhige Beine, Wittmaack-Ekbom-Syndrom) macht sich, wie der Name schon andeutet, durch eine quälende Unruhe, ein Kribbeln oder Ziehen in den Beinen bemerkbar. Seltener sind auch die Arme betroffen.

Die unangenehmen Empfindungen treten fast ausschließlich in Ruhe, insbesondere abends sowie in der Nacht auf und rauben den Erkrankten nicht selten den Schlaf. In schweren Fällen sind die Betroffenen tagsüber so müde, dass sie sich kaum noch konzentrieren können. Das beeinträchtigt ihr Alltagsleben stark.

Welche Ursachen hat RLS?

Die genauen Ursachen des Restless Legs Syndroms sind nicht geklärt. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Störung des Dopamin-Stoffwechsels im Nervensystem. Dopamin ist ein Botenstoff im Gehirn und Rückenmark, mit dem Nerven sich untereinander Nachrichten übermitteln.

Beratende Expertin: Privatdozentin Dr. med. Ilonka Eisensehr, Fachärztin für Neurologie

W&B/Privat

Wie stellt der Arzt die Diagnose RLS?

Ein Restless Legs Syndrom lässt sich anhand der typischen Symptome feststellen, wie kribbelige, schmerzende, ruhelose Beine und kaum bezwingbare Unruhe, die insbesondere in Ruhe und nachts auftreten. Daher ist ein ausführliches Arzt-Patienten-Gespräch für die Diagnose maßgeblich. Um andere Erkrankungen auszuschließen, untersucht der Arzt zudem das Blut und die Leistungsfähigkeit der Nerven und Muskeln.

Wie wird ein Restless Legs Syndrom behandelt?

Die Symptome des RLS lassen sich in der Regel wirkungsvoll mit Medikamenten behandeln. Mittel der Wahl sind Dopamin-Präparate. Manchmal kommen auch starke Schmerzmittel (Opiate) oder Mittel gegen Epilepsie zum Einsatz. Wenn den ruhelosen Beinen eine andere Erkrankung zugrunde liegt, reicht es meist aus, diese zu behandeln.

Ein Restless-Legs-Syndrom kann auch während einer Schwangerschaft auftreten. Mehr dazu lesen Sie in diesem Beitrag:

RLS in der Schwangerschaft

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

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