Gehörgangsentzündung (Otitis externa)

Heftige Ohrenschmerzen? Oft steckt eine Entzündung des äußeren Gehörgangs dahinter. So eine Gehörgangsentzündung vermiest nicht selten den Badeurlaub. Denn Schwimmen und Tauchen erhöhen das Erkrankungsrisiko

aktualisiert am 13.11.2014

Schwimmer und Taucher trifft eine Gehörgangsentzündung besonders häufig – sie wird daher auch Badeotitis (engl. swimmer's ear) oder Taucherohr genannt

PhotoDisc/ RYF

Was ist eine Gehörgangsentzündung?

Bei einer Gehörgangsentzündung (Otitis externa) entzündet sich die Haut im äußeren Gehörgang – also im Bereich zwischen Ohrmuschel und Trommelfell. Eine Gehörgangsentzündung kann ein Ohr oder beide Ohren betreffen.

Die Ursache ist in den meisten Fällen eine Infektion mit Bakterien, Viren oder Pilzen. Bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko:


  • Häufige Schwimmbadbesuche oder Tauchgänge. Die Otitis externa trifft besonders Touristen beim Badeurlaub oder passionierte Schwimmer, Surfer und Taucher. Deshalb wird sie auch Bade-Otitis, swimmer's ear, Schwimmbad-Otitis oder Taucherohr genannt.
  • Kleinste Verletzungen im Gehörgang ebnen den Weg für eine Entzündung. Ursache kann zum Beispiel das "Reinigen" der Ohren mit Wattestäbchen oder das Manipulieren im Gehörgang mit Fingern oder Gegenständen wie Stricknadeln, Kugelschreibern sein – beides ist nicht empfehlenswert!


Auch Allergien und Krankheiten wie Diabetes mellitus begünstigen eine Gehörgangsentzündung. Mehr zu möglichen Auslösern lesen Sie im Kapitel Ursachen.

Die Symptome einer Gehörgangsentzündung reichen von Juckreiz über (starke) Ohrenschmerzen bis hin zu eitrigen oder blutigen Absonderungen aus dem betroffenen Ohr. Die Haut des Gehörgangs kann gerötet, geschwollen, trocken und schuppig oder feucht sein. Ist der Gehörgang zugeschwollen, ist eventuell das Hörvermögen beeinträchtigt. Ein weiteres typisches Symptom ist ein Schmerz beim Druck auf den Knorpel am Eingang des Gehörgangs.


Beratender Experte: Dr. med. Frank Waldfahrer, Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

W&B/Privat

Die Diagnose stellt der Arzt nach einer Untersuchung des Gehörgangs mit einem Ohrenspiegel anhand der charakteristischen Symptome.

Therapie: Eine Gehörgangsentzündung wird üblicherweise durch die örtliche Anwendung von Medikamenten behandelt. In der Regel werden antibiotische und entzündungshemmende Ohrentropfen verabreicht oder anfangs getränkte Mullstreifen in den Gehörgang eingelegt. Meistens heilt die Gehörgangsentzündung ohne Komplikationen innerhalb einiger Tage aus. Die Otitis externa bei Diabetes bedarf häufig einer weitergehenden Behandlung. Mehr im Kapitel Therapie.


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.


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