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Gastritis (Magenschleimhautentzündung)

Magenschmerzen, Übelkeit, Völlegefühl? Hinter solchen Beschwerden steckt oft eine akute Magenschleimhautentzündung – eine akute Gastritis. Eine chronische Gastritis verläuft dagegen meist ohne Symptome. Eine Therapie kann aber auch hier wichtig sein, um Komplikationen vorzubeugen. Mehr zu Ursachen und Behandlung


Magendrücken, ständiges Aufstoßen, kein Appetit – mögliche Zeichen einer Magenschleimhautentzündung

Was ist eine Gastritis?

Gastritis nennen Mediziner eine Entzündung der Magenschleimhaut – also der Gewebeschicht, die das Innere des Magens auskleidet. Nach dem Verlauf unterscheiden sie zwei Formen:

1) Akute Gastritis: Bei der akuten Magenschleimhautentzündung handelt es sich um eine kurze, vorübergehende Krankheitsepisode. Häufige Ursache sind zum Beispiel Lebensmittelinfektionen. Fast jeder hat sich schon einmal "den Magen verdorben". Auch wer "zu tief ins Glas schaut", zu viel raucht oder Kaffee trinkt, kann sich eine Gastritis zuziehen. Körperlicher oder seelischer Stress schlägt sich ebenfalls leicht auf den Magen. Mit geeigneten Therapiemaßnahmen heilt die akute Gastritis üblicherweise rasch wieder aus. Genaueres zu möglichen Ursachen, Symptomen und Therapien erfahren Sie in den entsprechenden Kapiteln.



Beratender Experte: Dr. Wolfgang Wegerle, Internist, Gastroenterologe

2) Chronische Gastritis: Die chronische Magenschleimhautentzündung haben sehr viele Menschen, vor allem jenseits der Lebensmitte. Unbehandelt verläuft die Krankheit über Jahre, denn meistens macht sie kaum Beschwerden. Die Therapie kann dennoch wichtig sein. Denn eine chronische Gastritis führt möglicherweise langfristig zu Komplikationen, wie beispielsweise einem Zwölffingerdarm- oder Magengeschwür. Wichtigster Auslöser der chronischen Schleimhautentzündung ist eine Infektion mit dem Magenkeim Helicobacter pylori. Aber auch andere Ursachen kommen infrage. So können beispielsweise Medikamente (zum Beispiel Schmerzmittel) indirekt die Magenschleimhaut schützende Schicht zerstören. Oder das körpereigene Immunsystem greift irrtümlich Zellen des Magens an. Dann handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung.

Nach der Ursache unterscheiden Ärzte eine chronische Gastritis vom Typ A, Typ B oder Typ C. Mehr zu den verschiedenen Formen, den Auslösern, möglichen Folgen und zur geeigneten Behandlung lesen Sie in den weiteren Kapiteln.

Diagnose: Manchmal lassen charakteristische Symptome den Arzt bereits an eine Magenschleimhautentzündung denken. Eine sichere Diagnose ist aber nur durch eine Magenspiegelung mit Gewebeentnahme möglich. Die Therapie richtet sich nach Art und Ursache der Entzündung. Oft kommen säurehemmende Medikamente (Säureblocker) zum Einsatz – zum Beispiel Protonenpumpenhemmer.


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.




Bildnachweis: W&B/Privat, W&B/Marcel Weber
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www.apotheken-umschau.de; aktualisiert am 03.07.2014, erstellt am 14.06.2011
Bildnachweis: W&B/Privat, W&B/Marcel Weber

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