Was ist Chlorid?
Chlorid gehört, neben Natrium und Kalium, zu den wichtigsten sogenannten Elektrolyten (im weitesten Sinn sind das elektrisch negativ oder positiv geladene Teilchen). Chlorid wird durch die Nahrung in Form von Kochsalz (Natriumchlorid) aufgenommen und über die Nieren ausgeschieden. Es beeinflusst fast alle Stoffwechselvorgänge, unter anderem den Wasserhaushalt, die Nervenleitung und den Herzrhythmus. Außerdem spielt es eine Rolle in der Regulation des Säure-Basen-Haushalts.
Wann ist Chlorid erniedrigt?
Erniedrigte Chloridspiegel kommen unter anderem vor bei:
lang andauerndem Erbrechen
Patienten mit Magensonde (v.a. in der Intensivmedizin)
Einnahme bestimmter harntreibender Medikamente (z.B. Furosemid, Etacrinsäure, Chlorothiazid)
bestimmten Stoffwechselerkrankungen (z.B. Cushing-Syndrom, Hyperaldosteronismus)
Wann ist Chlorid erhöht?
Erhöhte Chloridspiegel kommen unter anderem vor bei:
Welcher Wert ist normal?
Die Chloridkonzentration im Blutserum beträgt bei Erwachsenen normalerweise zwischen 98 und 107 mmol/l
In Kürze:
Chlorid ist ein Elektrolyt, der an fast allen Körperfunktionen beteiligt ist. Es wird beispielsweise bei Störungen des Wasserhaushalts oder des Säure-Basen-Haushalts bestimmt.
Wichtig: Die Referenzwerte sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor unterscheiden. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten individuell zu erklären.
Dr. Andreas Baum / www.apotheken-umschau.de; 09.06.2008, aktualisiert am 08.11.2011
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