Was ist Calcium?
Etwa ein Kilogramm Calcium hat ein Mensch in seinem Körper. Praktisch alles davon ist in den Knochen gebunden. Daneben ist eine konstante Calciumkonzentration im Blut sehr wichtig. Zu viel Calcium im Blut ist genauso lebensbedrohlich wie zu wenig davon.
Welcher Wert ist normal?
Die Calciumkonzentration im flüssigen Anteil des Blutes (Serum) schwankt nur in sehr engen Grenzen. Der Normbereich liegt etwa zwischen 2,20 mmol/l bis 2,65 mmol/l.
Wann steigt der Wert?
Die Calciumkonzentration wird durch ein Hormon der Nebenschilddrüse, das Parathormon, reguliert. Bei Erkrankungen, die zu einer erhöhten Parathormon-Ausschüttung führen, steigt die Calcium-Konzentration. Weitere Gründe für einen erhöhten Calcium-Wert im Blut können zum Beispiel Vitamin D-Überdosierung, Vitamin A-Überdosierung, Einnahme von Thiaziden (das sind harntreibende Medikamente; sie vermindern die Ausscheidung von Calcium über die Nieren), eine Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose), eine Sarkoidose (Morbus Boeck) oder eine Unterfunktion der Nebennieren (zum Beispiel Morbus Addison) sein.
Wann ist der Wert zu niedrig?
Wenn zu wenig Parathormon vorhanden ist, sinkt der Calciumspiegel. Weitere Ursachen sind zum Beispiel ein Mangel an Vitamin D. Auch Darmerkrankungen, die zu einer Unterversorgung mit Calcium führen, können im Extremfall den Calciumgehalt im Blut abfallen lassen. Daneben gibt es noch verschiedene andere Ursachen für verminderte Calcium-Werte im Blut.
Kurz gesagt:
Der Calciumspiegel wird im Blut genau reguliert. Weil Abweichungen gravierende gesundheitliche Konsequenzen haben können, muss er bei einer Reihe von Erkrankungen genau überwacht werden.
Wichtig: Die Referenzwerte sowie die ermittelten Werte können sich von Labor zu Labor unterscheiden. Bevor Sie sich durch abweichende Ergebnisse verunsichern lassen, bitten Sie daher Ihren Arzt, Ihnen Ihre persönlichen Daten individuell zu erklären.
Dr. Martin Allwang / www.apotheken-umschau.de; 09.06.2008, aktualisiert am 28.12.2011
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