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Vorhofflimmern

Bei Vorhofflimmern handelt es sich um die am häufigsten vorkommende Herzrhythmusstörung. Das Herz schlägt dabei unregelmäßig und meist mit hoher Frequenz

Herz beim Menschen

Das Herz pumpt das Blut in den Körperkreislauf. Über das Blut gelangen lebenswichtige Nährstoffe und Sauerstoff in die Organe

Was ist Vorhofflimmern?

Das Herz befördert das Blut in den Kreislauf, indem es sich rhythmisch zusammenzieht und wieder ausdehnt. Die Frequenz (Puls), mit der das Pumporgan des Körpers schlägt, passt sich dabei Ruhe oder körperlicher Anstrengung an.

Das Herz verfügt über vier Hohlräume: die beiden kleineren Vorhöfe und die zwei größeren Herzkammern. In der Ebene zwischen Vorhöfen und Kammern befinden sich die sogenannten AV-Klappen. Wie eine Art Ventil verhindern sie, dass das Blut in die Vorhöfe zurückfließt.


Um das Blut aus den Vorhöfen in die Kammern zu transportieren, ziehen sich die Vorhöfe zusammen. Sind die Kammern komplett gefüllt, kontrahieren sich diese und befördern das Blut in den Kreislauf. Bei Vorhofflimmern ist dieser koordinierte Ablauf gestört. Die Vorhöfe ziehen sich nicht mehr zusammen, sondern zucken mit einer sehr hohen Frequenz (350 bis 600 Mal pro Minute). Dadurch wird auch die Pumpleistung der Herzkammern und damit die des gesamten Herzens vermindert.

Vorhofflimmern kann unterschiedliche Ursachen haben. Zu den häufigsten Auslösern zählen aber Herzinsuffizienz, Bluthochdruck sowie hohes Alter. Von den über 80-Jährigen entwickeln etwa sechs bis zehn Prozent die Herzrhythmusstörung. Seltener kann auch chronischer Alkohol- oder Nikotinmissbrauch schuld sein. Bekommen Kinder Vorhofflimmern, liegt fast immer ein angeborener Herzfehler zugrunde.

Die Symptome reichen von geringen, kaum merklichen Beschwerden bis hin zu starkem Schwindel und Schwächegefühl. Luftnot, Brustschmerzen oder „Herzstolpern“ kommen am häufigsten vor.

Das EKG (Elektrokardiogramm) gehört zu den wichtigsten Verfahren, um Vorhofflimmern festzustellen. Um die Ursache zu klären, helfen weitere Untersuchungen, wie eine Ultraschall-Untersuchung (Echokardiografie).

Vorhofflimmern lässt sich mit speziellen Medikamenten behandeln, welche die Herzfrequenz normalisieren. Hält das Vorhofflimmern an, bedarf es eines Elektroschocks (elektrische Kardioversion), um wieder einen normalen Herzrhythmus herzustellen. Daneben gibt der Arzt Mittel, die das Blut verdünnen und dadurch möglichen Komplikationen (zum Beispiel einem Schlaganfall) vorbeugen.


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.


Mehr Infos im Netz unter

www.apotheken-umschau.de; 02.03.2010, aktualisiert am 09.03.2010
Fotolia/Sebastian Kaulitzki/2009

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