Die adeligen Damen banden im Mittelalter gerne ihrem Favoriten ein Sträußchen mit Thymian an die Rüstung, das sollte dem auserwählten Ritter im Turnier Mut und Tapferkeit verleihen. Der Thymian ist aber schon viel länger bekannt: Die Sumerer erwähnten das Gewächs bereits als Würz- und Heilpflanze, im alten Ägypten wurden die Pharaonen mit dem Kraut einbalsamiert.
Dioskurides, Arzt in der griechischen Antike, setzte den Thymian bei Erkrankungen der Atemwege ein. Und auch heute noch zählt der Thymian als schleimlösendes Mittel zu den beliebtesten Heilpflanzen bei Erkältungen, Husten und Schnupfen. In fertigen Produkten kommt er häufig zusammen mit Primelwurzel (Schlüsselblume) vor – eine sinnvolle Kombination, da sich die Pflanzen in ihrer Wirkung ergänzen.
Thymian eignet sich übrigens auch ganz hervorragend als Gewürz. Die aromatisch riechenden Zweige verfeinern Braten wie Fisch und sind aus der mediterranen Küche, besonders in der Provence, nicht wegzudenken.
Dr. Martina Melzer / www.apotheken-umschau.de;
05.08.2005, aktualisiert am 21.07.2010
Bildnachweis: W&B/Annette Falck
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