Harnröhrenentzündung (Urethritis)

Schmerzen beim Wasserlassen, unangenehmer Ausfluss und ständiger Gang zur Toilette – solche Beschwerden kennen Viele. Häufige Ursache: eine Harnröhrenentzündung

aktualisiert am 15.09.2014

Bei einer Urethritis ist die Harnröhre entzündet. Die Grafik zeigt die anatomische Lage von Harnröhre und Blase (rot eingefärbt) bei Frau und Mann

W&B/Ulrike Möhle

Die Harnröhre stellt eine offene Verbindung zwischen Umwelt und Harnwegen (Niere, Blase) dar. Normalerweise ist die Harnröhre die letzte Station beim Transport des Urins aus dem Körper heraus. In manchen Situationen ist sie aber Eintrittspforte für Erreger oder reizende Faktoren, die dann Entzündungen verursachen können. Die Entzündung der Harnröhre wird Urethritis genannt.

Die häufigste Ursache ist die Infektion mit Mikroorganismen (Bakterien, Pilze, Viren, Einzeller). Doch auch Allergien, mechanische Reizung oder chemisch schädliche Stoffe können eine Urethritis zur Folge haben. Männer und Frauen sind gleichermaßen davon betroffen.


Beratender Experte: Professor Dr. med. Christian Stief

W&B/Privat

Ein häufiges Symptom ist ein leicht schleimiger oder getrübter Ausfluss (Urethralfluor). Vor allem die Schmerzen beim Wasserlassen (Brennen) und der gesteigerte Harndrang belasten Betroffene sehr.

Eine ausführliche Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) durch den Arzt steht zu Beginn der Diagnostik. Wichtige Einzelheiten über Lebensgewohnheiten, Partnerschaft und Verlauf der Beschwerden können erste Hinweise für eine Urethritis liefern.

Der nächste wichtige Schritt umfasst eine gründliche körperliche Untersuchung, die krankheitsbedingte Veränderungen des Körpers aufdeckt, wie beispielsweise gerötete schmerzhafte Bereiche im Bereich des Harnröhreneingangs. Schließlich gelingt es dem Arzt durch Abstriche aus der Harnröhre und Untersuchungen des Urins die Diagnose einer Urethritis zu stellen.


Beratender Experte: Dr. G. Magistro

W&B/Privat

Damit ist es dem Arzt möglich, gezielt die richtige Therapie einzuleiten. Diese besteht in der Regel in der Verschreibung von Medikamenten, die die ursächlichen Mikroorganismen bekämpfen. Handelt es sich um Bakterien, so bringen Antibiotika den therapeutischen Erfolg.

Die Anzeichen einer Urethris zu erkennen und ernst zunehmen ist sehr wichtig, um zum Teil sehr schwerwiegende Komplikationen zu vermeiden, die sich aus einer unbehandelten Entzündung ergeben.


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.


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Bildnachweis: W&B/Privat, W&B/Ulrike Möhle
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