Kein Mensch möchte sie erleben, aber dennoch muss sich jeder von Zeit zu Zeit mit ihnen herumschlagen: mit Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Nervenschmerzen oder Rückenschmerzen. Wer Glück hat, spürt nur kurze Zeit akute Schmerzen. Doch rund elf Millionen Erwachsene in Deutschland leiden an chronischen Schmerzen, an Beschwerden, die länger als sechs Monate dauern. Dabei hat chronischer Schmerz im Vergleich zum aktuen Schmerz seine ursprüngliche Schutzfunktion verloren. Akute Schmerzen schützen und warnen den Menschen vor drohenden Gewebeschäden etwa wenn er nicht die Hand von der heißen Herdplatte wegzieht.
Lange Zeit schienen Schmerzen das Stiefkind der Medizin zu sein. Heute wird viel im Bereich der Schmerztherapie geforscht und investiert. Unterschieden werden drei Arten von Schmerzen: Nervenschmerzen oder neuropathische Schmerzen, zentrale Schmerzen, die im Zentralnervensystem (ZNS) entstehen, also in Gehirn oder Rückenmark, sowie die psychosomatischen Schmerzen, bei denen seelisches und körperliches Leiden zusammentreffen.