Mit harmlosen Rückenschmerzen macht fast jeder im Leben Bekanntschaft, mehr als zwei Drittel zum Glück nur einmal. Rund sieben Prozent der Bevölkerung werden wegen chronischer Rückenschmerzen behandelt. Verschleiß an der Wirbelsäule bzw. an den Bandscheiben ist eine der führenden Ursachen. Am häufigsten machen jedoch die Halte- und Bewegungselemente des Rückens – Muskeln, Sehnen und Bänder – Probleme. Die Gründe: Bewegungsmangel, Haltungsfehler, Überlastung. Die gute Nachricht ist, dass man selbst viel gegen den Rückenschmerz tun kann, am besten mit gezielten Übungen und Haltungsschulung im Rahmen einer Physiotherapie. Aber auch Abnehmen bei Übergewicht, rückenfreundliches Schuhwerk und geeignete Matratzen können dazu beitragen, den Rücken zu entlasten.
Klingen akute Rücken-Schmerzen nach kurzer Zeit nicht wieder ab, muss ein Arzt hinzugezogen werden; bei Gefühlsstörungen oder Muskelschwäche im Arm oder Bein und bei Störungen der Blase, des Mastdarms und der Potenz unverzüglich. Aber Achtung: Der Rücken kann auch Projektionsfeld für Schmerzen sein, die an anderer Stelle im Körper entstanden sind, beispielsweise in den Nieren (Koliken), im Herzen (Verengungen der Herzkranzgefäße, Herzinfarkt), in der Bauchspeicheldrüse (Entzündung) oder Gallenblase (Entzündung, Koliken) und nicht zuletzt in der Hauptschlagader (Aortenaneurysma, Ausbuchtung der Gefäßwand, Wandeinriss). Bei Depressionen schließlich sind Rückenschmerzen oft ein führendes körperliches Symptom.