Starke Rücken- und Beinschmerzen können auf einen Bandscheibenvorfall hinweisen
Bei einem „Hexenschuss“ sind folgende weitere Verlaufsmöglichkeiten möglich:
- Das Schmerzereignis tritt nach einer mehrmonatigen schmerzfreien Phase erneut auf. Sind zwischen dem ersten und zweiten Mal mindestens sechs Monate vergangen, so ist von einem erneuten, akuten Hexenschuss auszugehen. Diese Annahme sollte man sicherheithalber anhand der Krankengeschichte, der Symptome und des klinischen Befundes vom Arzt überprüfen lassen.
- Der Schmerz lässt nicht nach oder nimmt zu und strahlt ins Bein, bis in den Fuß oder die Zehen aus. Dort ist er mindestens so stark wie im Rücken. Es treten Gefühlsstörungen wie Kribbeln und Taubheitsgefühle auf, eventuell sogar eine Muskelschwäche oder Lähmung, etwa am Fuß (Fuß- oder Zehenheberschwäche, Unvermögen zum Zehenspitzenstand). Die Wahrscheinlichkeit, dass ein ernsthaftes Rückenproblem wie zum Beispiel ein Bandscheibenvorfall vorliegt, ist sehr groß. Dann sind die Schmerzen nicht mehr nur funktionell, sondern strukturell bedingt, und es liegt ein komplizierter „Hexenschuss“ vor. Es muss unbedingt ein Arzt hinzugezogen werden (siehe auch Kapitel „Ischias“).