Schuppenflechte (Psoriasis)

Silbrig-weiße Schuppen auf geröteter Haut: Typisch für Psoriasis

Was ist Schuppenflechte?


Die Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine chronisch-entzündliche, aber nicht ansteckende Hauterkrankung, die auch Nägel und Gelenke befallen kann. Schätzungen zufolge sind zwei bis drei Prozent der Nordeuropäer von der Schuppenflechte betroffen. Als ursächlich gilt den meisten Forschern eine vererbte genetische Veranlagung. Die Krankheit muss jedoch nicht immer zum Ausbruch kommen. Es sind aber verschiedene Faktoren  bekannt, die dazu beitragen können (siehe Ursachen und Risikofaktoren).  


Typische Symptome sind entzündlich gerötete Hautgebiete mit silbrig-weißen Schuppen und Juckreiz. Daneben leiden die sichtbar Erkrankten oft unter den als ablehnend oder ausgrenzend empfundenen Reaktionen ihrer Mitmenschen.

 

Die Krankheit verläuft in aller Regel chronisch oder in wiederkehrenden Schüben, wobei kürzere oder längere akute Phasen mit Perioden ohne oder mit wenigen Symptomen wechseln können. Schweregrad und Ausdehnung sind individuell und sehr unterschiedlich. Eine endgültige Heilung ist bisher nicht möglich. Bei rund 25 Prozent der Erkrankten – so der Deutsche Psoriasis Bund e.V. (DPB) – kommt es jedoch zu einer spontanen Abheilung der Hauterscheinungen. Das führe immer wieder zu Meldungen über vermeintliche Wunderheilungen. Realistisches Ziel sei jedoch eine möglichst lange Zeit ohne belastende Hautsymptome und Schmerzen an den Gelenken.

 

Betroffene Personen können die Gefahr neuer Schübe mindern und den Krankheitsverlauf abmildern. Dafür steht ihnen eine große Zahl vorbeugender und therapeutischer Maßnahmen zur Verfügung – angefangen von Badezusätzen und Salben bis hin zu gentechnisch hergestellten Wirkstoffen, den so genannten Biologicals (siehe Vorbeugung und Behandlung).  


Mehr als die Hälfte aller Betroffenen erkrankt vor dem 25. Lebensjahr erstmals an Schuppenflechte (Typ1-Psoriasis). Der seltenere Spättyp (Typ2-Psoriasis) bricht erst im fünften bis sechsten Lebensjahrzehnt aus. Im Kindesalter ist die Schuppenflechte – im Vergleich zur Neurodermitis – zwar recht selten, doch es gibt sie.

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

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