Wenn Sie manchmal Ohrgeräusche haben, die nach kurzer Zeit wieder verschwinden, sollten Sie das Symptom als Warnsignal Ihres Körpers und Ihrer Seele ernst nehmen. Fragen Sie sich, was Ihnen das Pfeifen, Rauschen oder Summen sagen will, und überlegen Sie, wie Sie mit Stress und Überforderungen besser umgehen könnten. Gönnen Sie sich zwischendurch immer wieder mal eine kurze Pause und meiden Sie übermäßigen Lärm und allzu laute Musik.
Setzt der Tinnitus sich fest, zeigt er sich in immer kürzeren Abständen oder tritt er plötzlich auf, sollten Sie innerhalb von 24 Stunden zu einem Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Krankheiten gehen.
Wenn die Ohrgeräusche chronisch geworden sind, versuchen Sie, mit den ständigen Tönen zu leben. Denn je mehr Aufmerksamkeit Sie dem Tinnitus schenken, desto mehr wird er Sie plagen. Familienmitglieder, Arbeitskollegen und Bekannte fühlen sich durch das andauernde „Jammern“ über Ihre gesundheitlichen Sorgen oftmals überfordert. Sprechen Sie deshalb nur mit ausgewählten Personen, Fachleuten und anderen Betroffenen, was Sie in Bezug auf den Tinnitus bedrückt.
Lenken Sie sich mit angenehmen Aktivitäten von den inneren Tönen ab und versuchen Sie, auch unangenehme Dinge gelassen zu nehmen. In Selbsthilfegruppen können sich die Teilnehmer gegenseitig unterstützen. Die Deutsche Tinnitus-Liga in Wuppertal bietet gute Informationen und persönliche Beratungen an (siehe Link unten).
Eine gesunde Lebensweise trägt dazu bei, besser mit bestehenden Ohrgeräuschen umzugehen beziehungsweise ihnen vorzubeugen. Dazu gehört, sich viel körperlich zu bewegen, sich ausgewogen zu ernähren, Alkohol und Nikotin zu meiden, Belastungen abzubauen und die Psyche zu stärken. Das gelingt oft mit Entspannungsmethoden und Stressmanagement, zum Beispiel unter Anleitung in speziellen Kursen. Vielfach kann auch eine psychotherapeutische Beratung helfen, den inneren Knoten und tiefergehende Probleme zu lösen.
Nehmen Sie auch bestehende gesundheitliche Störungen, die auch Ihre Hörempfindungen beeinflussen, ernst und lassen Sie die vom Arzt verordneten und empfohlenen Behandlungsmaßnahmen, etwa für Herz-Kreislauf-Probleme, Diabetes, Stoffwechselerkrankungen, nicht schleifen.
Halten Sie aber vor allem Faktoren, die das Gehör zusätzlich belasten oder nachhaltig schädigen können, gering. Das ist in erster Linie Lärm. Lärmschutz ist für bestimmte Berufsgruppen unerlässlich. Zunehmend leiden auch junge Menschen unter bleibender Schwerhörigkeit, oft verbunden mit Ohrgeräuschen. Der Grund ist überlaute Musik, sei über Kopfhörer oder in der Diskothek. Der beste Schutz für ihr Gehör heißt deshalb: Runter mit der Lautstärke.
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25.02.2009, aktualisiert am 26.03.2012
Bildnachweis: PhotoDisc/ RYF
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