Nierensteine können zu schmerzhaften Nierenkoliken führen. Alles über weitere Symptome, Ursachen, Vorbeugung und Therapie
Wichtig: Immer ausreichend trinken. Das kann das Risiko für Nierensteine senken
Was versteht man unter Nierensteinen?
Oftmals sind sie nur so groß wie ein Reiskorn, einige wachsen jedoch auf einen Durchmesser von mehreren Zentimetern an und manche füllen das gesamte Nierenhohlsystem aus. Nierensteine werden oft gar nicht oder nur zufällig entdeckt, weil sie keine Probleme bereiten.
Schmerzhafte Nierenkolik: Steine, die aus der Niere in den Harnleiter gespült werden und den Harnleiter einengen verursachen meistens sehr starke Flankenschmerzen. Eine solche Nierenkolik geht oft mit einer Übelkeit und Erbrechen einher.
Wachsende Kristalle: Die Nierensteine selbst entwickeln sich aus Bestandteilen des Urins, die normalerweise im Harn gelöst sind. Wenn sich diese Substanzen ablagern, können sie in verschiedenen Formen auskristallisieren. Die meisten Nierensteine bestehen aus Kalziumsalzen.
Mehr Männer betroffen: Pro Jahr erkranken 1 Prozent der Männer und 0,5 Prozent der Frauen in Deutschland neu an Nierensteinen. Die Wahrscheinlichkeit, irgendwann in seinem Leben einmal daran zu leiden, entspricht etwa 4 Prozent. Damit sind Nierensteine häufiger als zum Beispiel Diabetes mellitus. Am häufigsten sind Erwachsene zwischen 20 und 50 Jahre betroffen.
Mehrere Ursachen kommen in Frage – angefangen von falschen Ernährungs- und Trinkgewohnheiten über Harnwegsinfektionen bis zu Stoffwechselkrankheiten. Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft lässt sich eine Harnsteinbildung noch nicht verhindern, aber die Wahrscheinlichkeit mindern, dass sich ein weiterer Nierenstein bildet.
Behandlung: Nierensteine, die Schmerzen, Harninfektionen oder Harnabflussstörungen verursachen, müssen entfernt werden, weil sonst die Gefahr besteht, dass die Nieren geschädigt werden. Welche Behandlungsmethode in Frage kommt, hängt vor allem davon ab, aus welcher Substanz der Stein besteht, ob er noch in der Niere oder schon im Harnleiter liegt und wie groß er ist. Nach Entfernung des Steins wird die chemische Zusammensetzung analysiert. Diese Information und das Ergebnis von Blut- und Urinuntersuchungen ermöglichen dann eine individuelle Therapie, um einer erneuten Steinbildung vorzubeugen.
Mediziner bezeichnen den Nierenstein auch als Nephrolith (griechisch: nephrós = Niere, lithos = Stein) und die Nierenstein-Krankheit als Nephrolithiasis bzw. als Urolithiasis (griechisch: ùron = Harn). Andere Worte für das feste Gebilde sind Blasenstein, Ureterstein und Nierenkonkrement.
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13.09.2005, aktualisiert am 06.07.2010
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