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Niedriger Blutdruck (Hypotonie):
Therapie

Meist genügen einfache Maßnahmen, um die Symptome eines niedrigen Blutdrucks zu behandeln


Probleme beim Aufstehen? Bei orthostatischen Beschwerden kann es helfen, den Tag langsamer und bewusster anzugehen

Ein niedriger Blutdruck wird nur dann therapiert, wenn er tatsächlich ein Risiko oder eine wirkliche Belastung für die Betroffenen bedeutet, denn normalerweise ist ein niedriger Blutdruck nicht schädlich. In jedem Falle muss vor einer Therapie eine zugrunde liegende Erkrankung ausgeschlossen und gegebenenfalls behandelt werden.

In den meisten Fällen genügen einfache Maßnahmen, um den Blutdruck in Schwung zu bringen. Dem Arzt stehen zudem verschiedene Wirkstoffe zur Behandlung der Hypotonie zur Verfügung. Zum einen gibt es die so genannten Sympathomimetika. Sie wirken auf das Herz und die Blutgefäße, damit steigern sie den Druck in den Arterien und Venen. Nebenwirkungen: Herzklopfen und körperliche Unruhe. Zum anderen kommen bei einer orthostatischen Hypotonie die Alpha-Adrenorezeptor-Agonisten in Frage. Üblicherweise werden diese jedoch nur in schwerwiegenden Fällen eingesetzt.


Selbsthilfe

Wichtiger Hinweis: Bevor Sie auf die Maßnahmen zur Selbsthilfe zurückgreifen, sollten Sie mit einem Arzt besprechen, ob diese bei Ihrer Art des Blutniederdrucks sinnvoll sind oder ob bei Ihnen möglicherweise Erkrankungen vorliegen, welche die eine oder andere Maßnahme verbieten beziehungsweise sie wenig sinnvoll erscheinen lassen.

Für Patienten mit niedrigem Blutdruck ist es wichtig, sich täglich regelmäßig zu bewegen. Dies muss nicht einmal in Sport ausarten. Lassen Sie einfach öfter mal das Auto stehen und fahren stattdessen mit dem Fahrrad. Oder steigen Sie eine Busstation früher aus und gehen Sie den Rest zu Fuß. Solche Lebensgewohnheiten sind für Niedrigdruckpatienten gut. Der Blutdruck verändert sich dadurch nicht, aber die Kreislaufbeschwerden und die Schwindelgefühle bessern sich.



Fußgymnastik: Schon im Bett können Sie so den venösen Rückstrom aktivieren

Wer unter orthostatischen Beschwerden leidet, wenn er morgens aufsteht, bei dem genügt es meist schon, sich aus der Liegeposition langsam aufzusetzen. Hilfreich sind gleichzeitig kreislaufwirksame Übungen: So können Sie bereits im Liegen oder Sitzen den venösen Rückstrom aktivieren, indem Sie die Füße strecken und wieder zu sich heranziehen. Das aktiviert die Venenpumpe. Zwischen Liegen und Aufstehen können Sie auch eine zweiminütige Sitzphase einlegen.




Kalter Guss: Bringt nicht nur schlaffe Venen in Schwung

Anschließend hilft ein Wechsel von warmer und kalter Temperatur. Wechselwarme Duschen sind hier eine gute Möglichkeit. Wenn die Überwindung zu groß ist, reicht es, die Beine bis hinauf zum Gesäß abwechselnd warm und kalt abzubrausen. Vorsicht: Wer ein Venen- oder Herzleiden hat, sollte vorher sicherheitshalber den Arzt um Rat fragen, ob etwas gegen eine derartige Behandlung spricht!




Viel trinken: Ist das Gefäßsystem gut gefüllt, gibt es weniger Kreislaufprobleme

Patienten mit Krampfadern sollten ihre Kompressionsstrümpfe anziehen, um das Versacken des Blutes in den Beinen zu verhindern. Eine Tasse schwarzer Tee oder Kaffee kann ebenfalls hilfreich sein. Außerdem ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig, um die Beschwerden zu lindern. Gesunde Personen sollten etwa zwei Liter Flüssigkeit pro Tag aufnehmen. Wer wassertreibende Wirkstoffe einnimmt, die oft auch in rezeptfreien „Venenmitteln“ enthalten sind, oder an einer Herz- oder Nierenerkrankung leidet, sollte mit seinen Arzt darüber sprechen, welche Flüssigkeitszufuhr für ihn angemessen ist.



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www.apotheken-umschau.de; 13.09.2005, aktualisiert am 18.05.2012
Bildnachweis: W&B/Winfried Fischer, Jupiter Images GmbH/French Photographers only, Stockbyte/ RYF

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