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Medizin: Über Krankheiten, Therapien und Vorsorge

Die eigene Gesundheit beschäftigt die Deutschen immer mehr. Ein komplexes Thema, oft schwer zu verstehen, aber oft lebensnotwendig. Ein Überblick der wichtigsten Themenpunkte

Der Begriff „Medizin“ fasst – allgemein gesagt – die Lehre der Heilkunde zusammen. Der menschliche Körper ist ohne Zweifel ein Wunderwerk der Natur – aber er funktioniert nicht immer fehlerfrei. Im Laufe der Jahre (manchmal leider auch schon von Geburt an) setzen Funktionen aus, Verschleiß tritt auf und der Mensch wird krank. Es ist der Moment, in dem die Medizin – hauptsächlich vertreten durch Ärzte – aktiv wird.

Im Idealfall gelingt es, die Fehlfunktion zu reparieren, also eine Krankheit zu heilen. Zumindest aber die Beschwerden eines Erkrankten (meist als Patient bezeichnet) zu beseitigen. Die Anzahl der Symptome, mit denen sich eine Krankheit bemerkbar macht, sind vielfältig. Am unangenehmsten und besonders belastend wird aber meist der Schmerz angegeben.


Die Methoden, mit denen Mediziner arbeiten, sind genauso vielfältig wie die Krankheiten selbst. Der Ablauf einer Behandlung verläuft jedoch meist nach einem Grundschema: Diagnose, Therapie (darunter Operationen und Behandlung mit Medikamenten) und Nachsorge. Damit beschäftigt sind nicht nur Ärzte, sondern noch viele weitere Berufsfelder – unter anderem Pflegepersonal und Apotheker.

Bekannt sind vor allem die großen Krankheiten – ganz einfach aus dem Grund, weil sie viele betreffen. Zu den wichtigsten zählen Probleme mit dem Herz (Herzschwäche, Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen), Gefäßerkrankungen (Krampfadern, Thrombosen), Gehirnerkrankungen (Schlaganfall, Parkinson) oder Stoffwechselstörungen (Diabetes, Leberschäden wie Hepatitis, Nierenprobleme). Aber es gibt auch zahlreiche so genannte seltene Krankheiten, die immer wieder mal in die Schlagzeilen geraten, zum Beispiel Mukoviszidose oder ALS.

Das Interesse in der Medizin nimmt stetig zu. Der Hauptgrund liegt darin, dass Menschen immer häufiger erkranken, je älter sie werden. Aufgrund der sich nach oben verschiebenden Alterspyramide der Deutschen führt das dazu, dass immer mehr Menschen hierzulande krank werden.

Dank großer Fortschritte in der Medizin kann vielen von ihnen immer besser geholfen werden. Die medizinische Forschung meldet fast täglich Innovationen: Implantate ersetzen Organe und Knochen im Körper (in Zukunft sollen auch Stammzellen dies können), Medikamente wirken gezielter und effektiver, neue Technologien (zum Beispiel mit Laserlicht) ermöglichen völlig neue Therapieansätze, das Wissen über das menschliche Erbgut (das so genannte Genom, bestehend unter anderem aus dem Erbmaterial DNA) verspricht innovative Diagnose- und Therapiemethoden und vieles mehr.

Fortschritt, den es allerdings nicht umsonst gibt, ganz im Gegenteil. Innovation kostet Geld. Gepaart mit der stetig alternden Gesellschaft in Deutschland führt das zu einer regelrechten Kostenexplosion im Gesundheitswesen. So kommt es, dass immer mehr die Frage der Wirtschaftlichkeit der modernen Medizin in den Vordergrund der öffentichen Diskussion rückt. Die Deutschen müssen immer mehr Geld an die Krankenkassen zahlen. Geld, das nicht jeder hat. Die Befürchtung einer Zwei-Klassen-Medizin steht im Raum – die Reichen können sich Gesundheit leisten, die Ärmeren nicht. Nicht wenige sehen diesen Zustand schon längst erreicht in Deutschland.

Politiker und Krankenkassen versprechen indess, dass jeder die angemessene Behandlung erhält, die er im Krankheitsfall braucht. Ein vollmundiges Versprechen, denn selbst Ärzte unter sich sind sich uneinig, was das im Einzelfall jeweils bedeutet. Jeder Mensch ist einzigartig, sodass es streng genommen keine allgemein gültigen Therapien gibt. So kommt es auch, dass eine Behandlung bei einem Patient sehr gut wirkt, bei einem anderem hingegen überhaupt nicht. Zudem spielt auch die Fertigkeit und das Wissen des behandelnden Arztes eine Rolle – und auch diese sind nur Menschen, ihnen unterlaufen also auch Fehler.

Nicht eingehaltene Heilsversprechen oder die schlichte (aber leider oft wahre) Aussage, dass einem Patienten nicht geholfen werden könne, treibt Betroffene immer wieder in die Hände von Scharlatanen und Quacksalbern, die natürlich noch weniger eine Krankheit besiegen können als die seriöse Medizin. So bleibt als abschließender Tipp an alle: Informieren Sie sich – so gut es geht – selbst über eine Krankheit, deren Symptome und Therapien. Noch nie gab es soviel Informationsquellen dazu wie heute. Leider sind viele davon unseriös und dem Laien fällt es schwer, die Guten von den Schlechten zu unterscheiden. Auf www.apotheken-umschau.de garantieren wir Ihnen, dass Sie geprüfte und von Interessengruppen unabhängige Informationen erhalten, auf die Sie sich verlassen können.

Und der letzte Tipp lautet natürlich: Sorgen Sie vor. Eine gesunde Ernährung, Bewegung, normales Körpergewicht, möglichst wenig Alkohol und keine Zigaretten sind der beste Schutz für Ihren Körper. Damit Sie gar nicht erst krank werden.




Bildnachweis: PhotoDisc/RYF

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www.apotheken-umschau.de; aktualisiert am 28.06.2010, erstellt am 05.08.2005
Bildnachweis: PhotoDisc/RYF

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