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Magen-Zwölffingerdarmgeschwür
Vorbeugen

Zigaretten und Alkohol können die Enstehung von Geschwüren begünstigen. Vorsicht ist auch bei der Einnahme bestimmter Medikamente geboten


Unangenehmer Dauergast: Helicobacter pylori kann die Schleimhaut des Magens besiedeln und dort zu einer chronischen Entzündung führen

Das Bakterium Helicobacter pylori gilt als Hauptursache für die gastroduodenale Ulkuskrankheit. Bezüglich der Entstehung eines Magen- und Zwölffingerdarmgeschwürs wäre es also wünschenswert, sich erst gar nicht mit dem Keim anzustecken. Helicobacter pylori kommt nur beim Menschen vor und die Infektion erfolgt meist schon in der Kindheit.

Der Ansteckungsweg ist noch nicht restlos erforscht. Die Übertragung geschieht wohl über die Aufnahme von Stuhl, Speichel oder Erbrochenen von Infizierten. Ebenso wird mit Helicobacter pylori kontaminiertes Trinkwasser als Infektionsquelle diskutiert. Diese Hypothese wird dadurch untermauert, dass mit zunehmender Hygiene in den Industrieländern die Infektionszahlen rückläufig sind. Eine wichtige Maßnahme, um die Verbreitung von Helicobacter pylori zu vermindern, ist die Einhaltung üblicher Hygieneregeln. Erhebungen haben auch gezeigt, dass Kaffeetrinker sich wohl leichter mit Helicobacter pylori infizieren als diejenigen, die auf das Getränk verzichten.


Allerdings muss eine Infektion mit dem Erreger nicht immer unbedingt etwas Schlechtes bedeuten. Kinder, bei denen Helicobacter pylori die Schleimhaut besiedelt, erkranken wohl seltener an Allergien. Aus diesem Grund wird das Bakterium üblicherweise auch nur dann medikamentös bekämpft, wenn es Probleme bereitet.

Aber die Infektion mit Helicobacter pylori allein lässt ja in der Regel auch noch kein Geschwür entstehen, viel mehr gilt es also, die zusätzlichen Ulkus begünstigenden Faktoren zu vermeiden:

Auf Rauchen sollten Sie nach Möglichkeit ganz verzichten, Alkohol nur in Maßen trinken. Eine spezielle Magenschonkost, wie Sie sie vielleicht von früher noch kennen, findet heutzutage keine Anwendung mehr. Sie wissen selbst wahrscheinlich am besten, welche Lebensmittel Sie gut vertragen, und wovon Sie Magenprobleme bekommen. Darauf sollten Sie dann eben verzichten. Auch Stress im Alltag könnte ein zusätzlicher Auslöser sein. Dem können Sie entgegenwirken, indem Sie Entspannungstechniken erlernen und anwenden.

Medikamente (zum Beispiel Acetylsalicylsäure, Diclofenac, Kortisonpräparate), welche die Produktion der schützenden Schleimschicht vermindern, sollten Sie nur einnehmen, wenn Sie diese wirklich benötigen. Kann darauf nicht verzichtet werden, zum Beispiel im Rahmen der Behandlung einer rheumatischen Erkrankung, so sollten Sie - natürlich in Absprache mit ihrem behandelnden Arzt - eventuell zusätzlich einen Protonenpumpenhemmer einnehmen, um die schädliche Wirkung der Säure zu minimieren.

Müssen die Ulkus begünstigenden Medikamente längerfristig eingenommen werden und es wird gleichzeitig eine Helicobacter pylori-Besiedelung festgestellt, so sollte eine Eradikations-Therapie durchgeführt werden, um die Entstehung eines Geschwürs zu vermeiden!

Vorbeugen im Alltag

Wenn Sie eine Tablette Acetylsalicylsäure benötigen, nehmen Sie diese aufgelöst oder mit viel Wasser und nicht auf nüchternen Magen ein. Acetylsalicylsäure verringert nämlich als Nebenwirkung nicht nur die Produktion der schützenden Schleimschicht im Magen, sondern schädigt die Schleimhaut auch direkt.



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www.apotheken-umschau.de; 13.09.2005, aktualisiert am 14.06.2011
Bildnachweis: iStock/Axel Kock

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