Bei jedem fünften Magen-Zwölffingerdarmgeschwür tritt eine Blutung auf. Diese kann sich auf verschiedene Weisen bemerkbar machen. Handelt es sich um eine starke Blutung, so wird das Blut entweder erbrochen oder mit dem Stuhlgang ausgeschieden. Da das Blut sich durch den Kontakt mit der Magensäure schwarz verfärbt, sieht auch der Stuhl schwarz aus – man spricht vom so genannten Teerstuhl.
Ist der Blutverlust hoch, kann dies zu einem Kreislaufschock führen. Daher sollte in diesem Fall der Notarzt verständigt werden. Gehen über einen längeren Zeitraum konstant geringe Mengen an Blut verloren, so fällt dies oft erst bei einer Laboruntersuchung durch den Nachweis einer Blutarmut (Anämie) oder durch einen Test auf verborgenes Blut im Stuhl auf.
In fünf Prozent der Fälle kommt es zum gefürchteten Magendurchbruch. Hierbei frisst sich das Geschwür durch die gesamte Magenwand hindurch und hinterlässt ein Loch. Nun kann der Mageninhalt, also ein Gemisch aus Nahrung, Säure, Verdauungsenzymen und Bakterien, in den Bauchraum gelangen. Dadurch kann es zu einer heftigen Entzündung des Bauchfells kommen. Die Patienten verspüren stärkste Schmerzen in der Magengrube. Im Röntgenbild kann man Luft im Bauchraum erkennen, die aus dem Verdauungstrakt entwichen ist. Bei dieser Komplikation darf nicht gezögert werden! Es muss sofort operiert werden, denn mit jeder Minute sinken die Überlebenschancen.
Befindet sich das Geschwür im Bereich des Magenausgangs, so kann es bei seiner Abheilung dort zu einer Verengung (Stenose) kommen. Der Nahrungsbrei wird dann nicht mehr ungehindert weitergeleitet, der Patient muss erbrechen und verliert stetig an Gewicht.
Nur in drei Prozent der Fälle macht sich ein Magenkrebs in Form eines Geschwürs bemerkbar.
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13.09.2005, aktualisiert am 14.06.2011
Bildnachweis: W&B/Klinikum rechts der Isar- II.Med. Klinik
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