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Lungenentzündung (Pneumonie)

Ursache einer Lungenentzündung ist meist eine Infektion. Mit der passenden Behandlung ist eine Pneumonie üblicherweise nach einer Dauer von zwei bis drei Wochen überstanden


Wirklich nur erkältet? Eine Pneumonie ist gar nicht so selten

Was ist eine Lungenentzündung (Pneumonie)?

Sie wird kaum als solche wahrgenommen und zählt dennoch zu den Volkskrankheiten - die Lungenentzündung (Pneumonie). Nach Schätzungen erkranken jährlich allein in Deutschland 500.000 Menschen zu Hause oder in ihrem üblichen Umfeld, knapp ein Drittel von ihnen benötigt eine Behandlung im Krankenhaus. Damit werden mehr Menschen mit einer Lungenentzündung in eine Klinik eingewiesen als mit einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall. Darüber hinaus gibt es Fälle, in denen Patienten sich aus anderen Gründen im Krankenhaus befinden und dort eine Lungenentzündung entwickeln.

Ursache einer Pneumonie ist meist eine Infektion der Lungenbläschen und/oder des Lungengewebes mit Bakterien, seltener mit Viren, Pilzen oder Parasiten. Daneben können unter anderem auch Schadstoffe oder allergische Erkrankungen und Strahlenbelastung eine Lungenentzündung hervorrufen.



UNSER EXPERTE: Prof. Dr. med. Dieter Köhler, Facharzt für Innere Medizin

Typische Symptome einer Pneumonie sind Fieber, Schüttelfrost und Atembeschwerden, die manchmal aber auch fehlen oder nur gering ausgeprägt sein können. Eine Behandlung mit Medikamenten ist in erster Linie bei einer Infektion mit Bakterien, Pilzen oder Parasiten angezeigt. Bei den übrigen Formen geht es vor allem darum, die Symptome zu lindern und eine zusätzliche bakterielle Infektion zu vermeiden.

Schlägt die Therapie an und kommen keine weiteren Komplikationen hinzu, heilt die Lungenentzündung meist innerhalb von zwei bis drei Wochen aus. Allerdings gibt es auch heute noch Fälle, in denen Patienten sterben. So ist die Lungenentzündung in Deutschland nach wie vor die häufigste zum Tode führende Infektionskrankheit.

Vor allem Personen mit erhöhtem Erkrankungsrisiko sollten einer Pneumonie vorbeugen. Dazu zählen Senioren und Menschen, die bereits an anderen Krankheiten leiden oder abwehrgeschwächt sind sowie Säuglinge. Schutzimpfungen können dazu beitragen, sie vor Infektionen und Komplikationen zu schützen. Sportliche Betätigung kann dies ebenfalls. (Siehe Kapitel „Wissenswertes“). Bei älteren und gerade bei bettlägerigen Menschen gehört auch Atemgymnastik zur Vorbeugung. In Krankenhäusern lassen sich Infektionen am besten durch gezielte Hygienemaßnahmen verhindern.


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



Bildnachweis: W&B/Privat, W&B/H.Heller
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www.apotheken-umschau.de; aktualisiert am 15.09.2014, erstellt am 13.09.2005
Bildnachweis: W&B/Privat, W&B/H.Heller

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