Alle Knochen umgibt außen eine Knochenhaut, die Blutgefäße enthält und Nährstoffe liefert. Die Außenschicht kleiner Knochen und die Schäfte von Röhrenknochen setzen sich aus festen Lamellen zusammen. Das Innere der Knochen und die Enden von Röhrenknochen bestehen aus einem Gerüst aus feinen Bälkchen. Diese Bälkchen sind in jedem Knochen so angeordnet, dass sie jeder Belastung optimal standhalten. In den Hohlräumen zwischen den Bälkchen liegt das Knochenmark.
Da sich Knochen ständig erneuern, können sie auch nach einem Bruch heilen. Sie unterliegen einem ständigen Auf- und Abbau (siehe Bild oben). Das Geschehen gleicht dem auf einer Dauerbaustelle. Bestimmte Zellen, die sogenannten Osteoklasten, tragen alte oder durch winzige Brüche geschädigte Knochensubstanz ab. Andere Zellen, die Osteoblasten, gleichen den Abbau entlang der Knochen wieder aus. Gerät dieses Gleichgewicht aus dem Takt und verschiebt sich in Richtung Knochenabbau entsteht Knochenschwund (Osteoporose). Die Knochen werden bruchanfälliger.
Die Vielfalt der Knochen ist groß. Mediziner unterscheiden unter anderem flache Knochen (Schädelknochen, Brustbein, Schulterblatt), Röhrenknochen (zum Beispiel an den Armen und Beinen), kurze Knochen (Handwurzel) und unregelmäßige Knochen (Wirbel). Kleinste Knöchelchen befinden sich im Mittelohr. Sie bilden als Hammer, Amboss und Steigbügel eine nur wenige Millimeter lange Kette, die den Schall ins Innenohr leitet.
Knorpel, Bänder, Sehnen und Muskeln halten die Knochen zusammen. Verbunden sind sie über die Gelenke. Besonders stark ausgebildet sind Hüft- und Kniegelenk, um den Belastungen durch den aufrechten Gang standzuhalten. Sie unterliegen starkem Verschleiß, eine Ursache von Arthrose.
Generell gilt: Eine knochengerechte Ernährung mit viel Kalzium und Bewegung hält die Knochen stark und beugt Osteoporose sowie Knie- und Hüftgelenksarthrose vor. Wie die Muskeln nehmen auch die Knochen durch regelmäßiges Training an Substanz zu.