Die Keuchhustenimpfung hatte lange Zeit einen schlechten Ruf. Denn lange Zeit war nicht geklärt, welche Bestandteile des Erregers für die schützende Immunität verantwortlich sind. Deshalb verabreichten Mediziner ein abgetötetes Ganzzellpräparat. Dies schützte zwar, löste aber mitunter starke Nebenwirkungen aus. Der seit etwa 20 Jahren verfügbare Impfstoff besteht nur noch aus genau definierten Zellbestandteilen, die für den Aufbau eines Krankheitsschutzes notwendig sind. Die Nebenwirkungen sind damit gering geworden.
Die Grundimmunisierung beginnt ab dem vollendeten zweiten Lebensmonat. Sie besteht aus vier Impfungen. Die Keuchhustenimpfung kann mit anderen Impfungen kombiniert werden, zum Beispiel gegen Tetanus, Diphtherie und Kinderlähmung. Die STIKO (Ständige Impfkommission) empfiehlt seit 2006 eine erste Auffrischimpfung im Alter von fünf bis sechs Jahren, ebenfalls als Kombinationsimpfung mit Diphtherie und Tetanus. Ab dem vollendetem 9. bis 17. Lebensjahr erfolgt eine weitere Auffrischungsimpfung. Diese Immunisierung hält zehn bis 15 Jahre an. Bei allen Erwachsenen sollte einmalig bei der nächsten Auffischungsimpfung gegen Tetanus und Diphtherie auch eine Impfung gegen Keuchhusten erfolgen.
Ein wichtiges Ziel ist es, Ansteckungsquellen für Neugeborene und kleine Babys auszuschließen. Vor der Geburt eines Kindes sollten Geschwister und erwachsene Betreuer geimpft werden. Das gilt auch für Jugendliche und Erwachsene, die viel mit kleinen Kindern in Kontakt sind, etwa in Krankenhäusern, Kinderhorten, in der Schwangerenberatung oder Geburtshilfe. Frauen mit Kinderwunsch sollten sich bereits vor Eintritt der Schwangerschaft beraten lassen, ob eine Impfung für sie sinnvoll ist und sich dann gegebenenfalls gleich immunisieren lassen.
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13.09.2005, aktualisiert am 15.05.2012
Bildnachweis: W&B/Christine Beckmann
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