Die Oberfläche der Zähne besteht aus Zahnschmelz. Diesen durchziehen keine Nerven, weshalb die Zersetzung des Zahns durch die Säure zunächst keine Schmerzen verursacht. Bevor die eigentliche Karies entsteht, „entkalkt“ die Säure die Zahnoberfläche. Das äußert sich in weißen Flecken (White Spots) auf den Zähnen. Dabei bleibt die äußerste Oberfläche zunächst intakt. Bei längerem Bestehen verfärben sich diese Stellen durch Farbstoffeinlagerung bräunlich.
Befällt die Karies jedoch das unter dem Zahnschmelz liegende Zahnbein (Dentin), kommt es zu Zahnschmerzen. Die Bakterien besiedeln die Dentinkanälchen, die sich vom Zahnschmelz bis zum „Nerven“ des Zahnes, der Pulpa (Zahnmark), ziehen. Dann reagieren die Zähne empfindlich auf Süßes, Kaltes und Heißes.
Im Dentin kann sich Karies besonders schnell ausbreiten. Erreichen und infizieren die Bakterien die Pulpa, treten normalerweise heftige Schmerzen auf. Die Pulpa enthält Bindegewebe, Blutgefäße und Nerven und „wehrt“ sich gegen die Infektion. Diese Entzündungsreaktion in dem engen Raum im Zahninneren führt zu einer Drucksteigerung, die Schmerzen auslöst.
Dieses Stadium nennt sich tiefe Zahnkaries und erfordert bei einer irreversiblen Schädigung der Pulpa eine Wurzelbehandlung, das heißt die Entfernung der Pulpa aus dem Zahn mit anschließender Abdichtung des Kanalsystems mit einem Wurzelfüllmaterial. Die Erfolgsaussichten sind hoch, nehmen aber ab, je weiter hinten im Zahnbogen ein Zahn steht. Im schlimmsten Fall muss der Zahnarzt den betroffenen Zahn ziehen.
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13.09.2005, aktualisiert am 03.03.2011
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