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Herzinfarkt
Ursachen und Risikofaktoren

EKG

Dem Herzinfarkt liegt meist eine Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) der Herzkranzgefäße zugrunde, die Fachleute auch als koronare Herzerkrankung bezeichnen.

 


Illustration eines Herzens

Infarkt: Verschluss eines Herzkranzgefäßes (weißer Kreis)

Dabei bilden sich in den Gefäßwänden Fett- und Kalkablagerungen (arteriosklerotische Plaques). Diese führen nicht nur zu einer zunehmenden Verengung der Gefäße und zu einer Abnahme des Blutflusses, sondern können auch plötzlich einreißen. Damit entsteht quasi eine „Wunde“  der Gefäßinnenwand. Wie immer, wenn ein Blutgefäß verletzt wird, setzen daraufhin die körpereigenen Mechanismen des Wundverschlusses ein. Es bildet sich ein Blutgerinnsel, welches das Herzkranzgefäß verstopfen und so Teile des Herzmuskels von der Durchblutung und damit der Sauer- und Nährstoffzufuhr abschneiden kann.


Je nach der Bedeutung des Gefäßes für die Versorgung des Gewebes und nach der Dauer des Gefäßverschlusses schädigt der daraus entstehende Sauer- und Nährstoffmangel die Zellen des Herzmuskels. Sie sterben ab, werden in anschließenden Umbauprozessen abgebaut und durch Narbengewebe ersetzt. Sind größere Bereiche des Herzmuskels betroffen und narbig verändert, kommt es zu einer Funktionseinschränkung des Herzens, also zu einer Herzschwäche.

 

Selten können auch einmal eine Gefäßentzündung (Vaskulitis) oder ein eingeschwemmtes Blutgerinnsel (Embolie) einen Herzinfarkt verursachen.

Risikofaktoren


Die Risikofaktoren für einen Herzinfarkt sind im Wesentlichen dieselben wie für die Arteriosklerose. Zu den Hauptrisiken zählen Bluthochdruck, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), erhöhte Blutfettwerte (vor allem des „schlechten“ LDL-Cholesterins) und das Rauchen. Wenn Verwandte ersten Grades (Geschwister, Eltern, Kinder) bereits vor dem sechzigstem Lebensjahr an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung verstorben sind, kann das eigene Risiko ebenfalls erhöht sein. Zudem steigt es allgemein mit zunehmendem Alter an. Übergewicht (Body-Mass-Index über 25), Bewegungsmangel und Stress können einen Herzinfarkt ebenfalls begünstigen.



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www.apotheken-umschau.de; 13.09.2005, aktualisiert am 29.06.2010
W&B/Mills/Sczcesny/Neisel, BrandXPictures/ RYF

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