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Herzinfarkt (Myokardinfarkt)

Ein Herzinfarkt ist lebensgefährlich. An welchen Symptomen Sie ihn erkennen, wie es zum Infarkt kommt, wie die Therapie aussieht


Ein Infarkt oder nicht? Die Herzstromkurve liefert wichtige Hinweise

Was ist ein Herzinfarkt?

Bei einem Herzinfarkt sterben Herzmuskelzellen ab. Schuld ist in der Regel der akute Verschluss eines Herzkranzgefäßes (Koronararterie). So heißen die Blutgefäße, die den Herzmuskel mit Blut versorgen. Wenn die Blutversorgung nicht schnell wiederhergestellt werden kann, sind die Herzmuskelzellen nach spätestens zwei bis vier Stunden abgestorben. Das macht den Herzinfarkt zu einem lebensgefährlichen Ereignis.

Herz-Kreislauf-Krankheiten, in erster Linie Herzinfarkte, sind mit 47 Prozent aller Todesfälle in Europa die führende Todesursache. In den letzten Jahren hat die Sterbeziffer beim akuten Herzinfarkt in Deutschland allerdings deutlich abgenommen: Zwischen den Jahren 2000 und 2010 starben insgesamt 15,8 Prozent weniger Männer und 18,4 Prozent weniger Frauen an einem Infarkt.



Unser Experte: Professor Wolfram Delius, Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie

Symptome eines Herzinfarktes

Setzen im Bereich des Brustbeins und der linken Brustseite plötzlich heftige Schmerzen ein, die länger als fünf Minuten anhalten, kann dies Anzeichen eines Herzinfarktes sein. Die Schmerzen können unter anderem in die Arme, den Oberbauch und den Hals ausstrahlen. Zusätzlich können weitere Symptome auftreten – zum Beispiel ein Engegefühl in der Brust, Angst und kalter Schweiß.

Wichtig: Rufen Sie bei solchen Anzeichen sofort den Notarzt unter der Rufnummer 112 an!

Wichtig zu wissen: Nicht immer sind die Anzeichen bei einem Herzinfarkt eindeutig. So kann der Brustschmerz zum Beispiel auch fehlen oder nur in Rücken oder Oberbauch ausstrahlen. Im Zweifel rufen Sie trotzdem den Notarzt!

Die Therapie des Herzinfarkts

Im Krankenhaus wird der Myokardinfarkt umgehend behandelt. Im Anschluss findet normalerweise eine Rehabilitation statt. Des Weiteren müssen Infarktpatienten üblicherweise bestimmte Medikamente für längere Zeit einnehmen.


Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



Bildnachweis: W&B/Bernhard Huber/RYF, W&B/Jörg Neisel
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Experten-Sprechstunde mit Professor Delius



Prof. Dr. med. Wolfram Delius ist Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie in München



Klicken Sie auf die Balken, um Antworten auf die gestellten Fragen zu erhalten!




Kann Stress einen Herzinfarkt auslösen?

Offenbar ist Arbeits- und Psychostress an fast an einem Drittel aller Herzinfarkte mit schuld. Wie kann man erkennen, ob man zu stark auf erhöhten Stress reagiert?

Wie hoch die "Mitschuld" von Stress am Entstehen eines Herzinfarktes ist, lässt sich im Einzelfall immer nur schwer nachweisen. Häufig wird das Risiko für Arteriosklerose (gemeinhin gerne "Gefäßverkalkung" genannt) und deren Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall bei Menschen mit chronischer Stressbelastung durch zusätzliche Risikofaktoren erhöht: Rauchen, wenig körperliche Bewegung und Übergewicht. Fest steht, dass dauerhafter Stress häufig zu einer erhöhten Herzschlagfrequenz, erhöhtem Blutdruck und wahrscheinlich auch zu einer Schädigung der Gefäßinnenwand (Endothel) führt. Steigt der Blutdruck und/oder die Herzfrequenz unverhältnismäßig stark an, kann das also zumindest ein Warnzeichen für zu hohe Stressbelastung sein. Nach neueren Untersuchungen zählt auch die Depression zu den Risikofaktoren für koronare Herzkrankheit und Infarkt.

Professor Dr. med. Wolfram Delius, München


Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

 


Kann Aufregung zu einem Herzinfarkt führen?

Bei einem herzkranken Menschen kann ich mir das ja vorstellen. Aber dass es auch Gesunde treffen soll, würde mich überraschen.

Außergewöhnlich große Aufregung – im Guten wie im Schlechten – lässt die Stresshormone im Blut sprunghaft ansteigen. Fürs Herz bedeutet das: Es schlägt heftig und schnell, sein Krafteinsatz ist plötzlich sehr hoch. Zudem verengen die Stresshormone viele Blutgefäße im Körper. Dadurch steigt der sogenannte periphere Widerstand, oder laienhaft ausgedrückt: der Blutdruck. Diese Reaktionen führen dazu, dass der Herzmuskel akut viel Sauerstoff und Energie braucht. Kann der erhöhte Versorgungsbedarf wegen Verengungen in einem oder mehreren Herzkranzgefäßen oder durch den plötzlichen Verschluss eines Herzkranzgefäßes (Plaqueruptur) nicht erfüllt werden, sind ein Herzinfarkt und /oder tödliche Herzrhythmusstörungen möglich.

Allerdings können sich in extremen seelischen oder körperlichen Belastungssituationen auch die Herzkranzgefäße selbst vorübergehend krampfartig verschließen, vor allem dann, wenn sie beispielsweise durch Belastungen wie Rauchen oder hohe Blutfette schon etwas gelitten haben und dadurch "krampfbereiter" sind. Die damit verbundenen Symptome und die im Blut oder Elektrokardiogramm (EKG) nachweisbaren Veränderungen sind denen eines Herzinfarktes sehr ähnlich. Wenn die Katheteruntersuchung unauffällige Herzkranzgefäße zeigt, obwohl die Pumpfunktion der Herzkammer wie bei einem Infarkt in einem bestimmten Bereich eingeschränkt ist, und wenn sich die Beschwerden und Krankheitszeichen nach einiger Zeit wieder zurückbilden, dürfte das sogenannte Tako-Tsubo-Syndrom vorliegen. Obwohl es sich bei diesem Zustand extremen Herzstresses (manchmal wird er auch "Gebrochenes-Herz-Syndrom" oder "Stress-Kardiomyopathie" genannt) prinzipiell „nur“ um eine vorübergehende Durchblutungsstörung eines Herzkranzgefäßes handelt, so kann diese durchaus akut gefährlich sein und bedarf auf jeden Fall der intensivmedizinischen Überwachung. 
Betroffen sind nach bisherigen Erkenntnissen überwiegend Frauen im mittleren Lebensalter.

Professor Dr. med. Wolfram Delius, München


Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

 


Hätte ich meinen Herzinfarkt vielleicht vermeiden können?

Bin fast normalgewichtig, Nichtraucher, 55 Jahre alt, männlich, habe ein wenig Bauch, Cholesterin leicht erhöht (familiär). Zuletzt kein Sport mehr (Bandscheibenvorfall). Herzschmerzen bisher keine.

Die klassischen Risikofaktoren für einen Herzinfarkt sind bekanntlich krankhaft veränderte Blutfette, ein erhöhter Blutdruck, Zigarettenrauchen und die Zuckerstoffwechselstörung Diabetes mellitus. Meist liegt die Gefahr in der Kombination dieser verschiedenen Risikofaktoren.

Auf den ersten Blick ist in Ihrem Fall vor dem Herzinfarkt kein besonders hohes Risikoprofil erkennbar gewesen. Der Hinweis auf familiär erhöhtes Gesamtcholesterin hätte jedoch Anlass sein können, Ihre Blutfette genauer zu analysieren: Wie hoch sind das LDL-Cholesterin, das HDL-Cholesterin, die Triglyceride und das sogenannte Lipoprotein (a)? Das Blutcholesterin („Gesamtcholesterin“) setzt sich ja aus verschiedenen Fraktionen zusammen. Im Wesentlichen sind dies HDL- und LDL-Cholesterin. Die Abkürzungen stehen für High-Density- und Low-Density-Lipoproteine, also Fett-Eiweiß-Verbindungen mit hoher oder niedriger chemischer Dichte. Das LDL-Cholesterin wird als „schlechtes“ Cholesterin bezeichnet, da es hauptverantwortlich für die Ablagerungen an der Gefäßwand ist. HDL-Cholesterin dagegen gilt als das „gute“, weil es eine gefäßschützende Wirkung hat. Bei einem niedrigen Herz-Kreislauf-Gesamtrisiko darf das LDL-Cholesterin bis maximal 160 mg/dl betragen. Bei mittlerem Gesamtrisiko sollte es unter 130 mg/dl und bei hohem Gesamtrisiko (zum Beispiel nach einem Herzinfarkt oder bei Diabetes mellitus) sollte es unter 100 mg/dl liegen.

Da Sie jetzt bereits einen Herzinfarkt hinter sich haben, sollte Ihr LDL-Cholesterin zur Vorbeugung eines weiteren Infarktes demnach unter 100 mg/dl betragen beziehungsweise auf diesen Wert gesenkt werden.

Das „bisschen“ Bauchfett wird im Übrigen oft in seiner Bedeutung für die Entwicklung einer Zuckerstoffwechselstörung oder von Herz-Kreislauf-Erkrankungen unterschätzt. So ist bei Taillenumfängen über 102 Zentimeter (Männer) beziehungsweise 88 Zentimeter (Frauen) das Herz-Kreislauf-Risiko bereits stark erhöht!

Wichtig wäre auch gewesen, den Blutdruck überprüfen zu lassen (und weiterhin zu kontrollieren). Hätte er damals bei mehreren Messungen in Ruhe über 140/90 mmHg betragen, würde man von Hochdruck sprechen. Das Gesamtrisiko für Herz-Kreislauferkrankungen wäre dann erhöht.

Schließlich ist die mögliche erbliche (genetische) Belastung für Herz- und Kreislauf-Erkrankungen wichtig für die Beurteilung des diesbezüglichen späteren Risikos. Dies gilt insbesondere dann, wenn bei einem Elternteil oder Geschwistern vor dem 50. Lebensjahr ein Herzinfarkt aufgetreten ist oder wenn ein Bluthochdruck, Schlaganfall oder Diabetes in der Krankengeschichte bekannt ist. Sollte dies in Ihrer engeren Verwandtschaft der Fall gewesen sein, hätte man bei Ihnen rechtzeitig entsprechende Untersuchungen durchführen sollen, um Ihr Infarktrisiko abzuschätzen.

Obwohl sich für die meisten Herzinfarkte die wahrscheinlich verantwortlichen Risikofaktoren finden lassen, so bleibt dennoch bei einem kleineren Prozentsatz der Betroffenen die Ursache des Infarktes auch heute noch ungeklärt.

Um einem Herzinfarkt vorzubeugen, sollten jedenfalls die erkennbaren Risikofaktoren so frühzeitig wie möglich durch eine entsprechende Änderung des Lebensstils, wenn notwendig, auch durch Medikamente beseitigt oder zumindest gemildert werden. Dies gilt gerade auch dann, wenn es schon zu einem Infarkt gekommen ist (Sekundärprävention). Sport und Gewichtsreduktion wären bei Ihnen wichtige und empfehlenswerte Ansatzpunkte. Bevor Sie Ihr jedoch Ihr körperliches Training wieder aufnehmen, sollte Ihr Arzt unbedingt Ihre persönliche Belastbarkeit überprüfen.


Professor Dr. med. Wolfram Delius, München


Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.

 


Wie helfe ich bei einem Herzinfarkt?

Wie helfe ich jemandem bei starkem Brustschmerz und einem möglichen Herzinfarkt am besten, außer dass ich sofort den Notarzt alarmiere?

Beruhigen Sie den Betroffenen, legen Sie ihn mit erhöhtem Oberkörper auf ein Bett oder Sofa; enge Bekleidung lockern und für frische Luft sorgen, ihn möglichst nicht oder nur kurz allein lassen, Angehörige oder Nachbarn bitten, den Notarzt schon an der Haustüre zu empfangen und auf direktem Wege zum Patienten zu führen. Telefon-Nummer der Rettungsleitstelle: 112


Professor Dr. med. Wolfram Delius, München


Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.


Wie gehe ich bei der Wiederbelebung vor?

Genauer gefragt: Welche Regeln gelten? Dürfen Laienhelfer notfalls die Atemspende unterlassen?

Die frühere gültige ABC-Regel: A = Atemwege freimachen, B = Beatmung, C= Herzmassage gilt nicht mehr. Heute wird folgendermaßen verfahren: Ein regloser Mensch wird zunächst auf dem Rücken gelagert (harte Unterlage, am besten auf dem Boden). Nach Freimachen der Atemwege, zum Beispiel Entfernung von Erbrochenem oder Zahnprothesen (mit einem Tuch oder Einmalhandschuh), das Bewusstsein durch lautes Ansprechen oder auch mit einem Schmerzreiz überprüfen und die Atmung kontrollieren. Bei Atemstillstand umgehend mit der Herzdruckmassage beginnen. Erst nach 30 Druckmassagen in der Mitte des Brustkorbes – was insgesamt etwa 30 Sekunden dauern sollte – werden zwei Atemspenden geleistet (30:2-Rhythmus). Stehen zwei Helfer zur Verfügung, sollten sie sich alle zwei Minuten abwechseln, da der 30:2 Rhythmus sehr anstrengend ist. Sicher ist die Atemspende wichtig und nach Möglichkeit sollte darauf auch nicht verzichtet werden. Prinzipiell ist jedoch die effektive Herzdruckmassage wichtiger als die Atemspende.

Professor Dr. med. Wolfram Delius, München


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Kann man trotz Herzinfarkt noch lange leben?

Wovon hängt das vor allem ab?

Die Lebenserwartung nach einem Herzinfarkt hängt unter anderem davon ab, wie viel Herzmuskelgewebe dabei abgestorben und dann vernarbt ist. Auch die verbliebene Pumpleistung der linken Herzkammer spielt eine Rolle. Darüber hinaus ist natürlich von Bedeutung, wie schwer die Herz-Kranzgefäße insgesamt erkrankt sind. Die Herzkranzgefäße versorgen den Herzmuskel mit sauerstoffreichem Blut. Bei einem Herzinfarkt verschließt ein Blutgerinnsel ein Herzkranzgefäß. Dieses ist meist schon durch eine Arteriosklerose geschädigt und verengt. Der Verschluss hat zur Folge, dass Herzmuskelzellen nicht mehr mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden und zugrunde gehen. Sind noch weitere Engstellen vorhanden, muss eventuell eine Bypassoperation (Umgehungsoperation) oder eine Stentimplantation durchgeführt werden. Stentimplantation bedeutet, dass ein röhrenförmiges Implantat mithilfe eines Katheters in eine oder mehrere Engstellen der Herzkranzgefäße eingebracht wird, um sie fortan offenzuhalten.

Wichtig für die weitere Prognose ist in jedem Fall, ob der Betroffene seinen Lebensstil ändert, sprich: das Rauchen aufgibt, erhöhtes Körpergewicht reduziert und nach Möglichkeit sportlich aktiv wird. Ferner ist ausschlaggebend, ob er die vom Arzt verordneten Medikamente regelmäßig einnimmt. Denn: Die Chancen der Senkung des Cholesterins und eines erhöhten Blutdrucks durch Medikamente zu nutzen – das bedeutet heute, gute Chancen zu haben, die Lebenserwartung wesentlich zu verbessern.

Den Erfolg aller dieser Maßnahmen sollte ein Facharzt für Kardiologie regelmäßig überprüfen. Dazu wird er neben einer sorgfältigen Befragung und Untersuchung des Patienten auch Belastungstests, die Echokardiografie (Untersuchung des Herzens mit Ultraschall, eventuell auch unter Belastung =„Stressecho“), das Langzeit-Elektrokardiogramm (Langzeit-EKG) und Labortests einsetzen, um neu aufgetretene Durchblutungs- und Rhythmusstörungen des Herzens möglichst frühzeitig zu erkennen.

Professor Dr. med. Wolfram Delius, München


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Wie lebe ich nach einem Herzinfarkt am gesündesten?

Welches der richtige oder gesündeste Lebensstil nach einem Herzinfarkt ist, sollte trotz weitgehender Allgemeingültigkeit der Empfehlungen individuell mit dem Arzt besprochen werden. Dieser wird, um diese wichtige Frage vernünftig beantworten zu können, immer auch die Risikofaktoren, die im konkreten Einzelfall höchstwahrscheinlich zum Herzinfarkt geführt haben, genau analysieren. Risikofaktoren fürs Herz – das sind in erster Linie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen oder die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus). Sie  lassen sich durch Medikamente, aber auch durch eine Anpassung des Lebensstils günstig beeinflussen. Das bedeutet vor allem eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten und vermehrte körperliche Aktivität, die natürlich an den individuellen Gesundheitszustand und das Alter angepasst werden muss. Für das Leben nach dem Infarkt hängt sehr viel von der Konsequenz und Sorgfalt ab, mit der die Ratschläge zur Änderung des Lebensstils beachtet werden. In jedem Fall ist es daher wichtig, dass spätestens jetzt eine enge Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient entsteht.

Professor Dr. med. Wolfram Delius, München

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Was hilft gegen die Angst vor dem zweiten Infarkt?

Nach einem überstandenen Herzinfarkt haben die meisten Betroffenen Angst, das Ereignis könnte sich wiederholen und beim nächsten Mal vielleicht sogar tödlich enden. Solche Ängste sind verständlich und normal. Zu lernen, damit umzugehen, ist ein wichtiger Teil der Rehabilitationsbehandlung von Infarktpatienten. Dennoch: Viele Betroffene durchleben in der ersten Zeit danach immer wieder Phasen der Angst und Niedergeschlagenheit. Gerade für erfolgs- und leistungsorientierte Menschen, die es bisher gewohnt waren, sich sehr viel, manchmal vielleicht auch zu viel abzuverlangen, ist es oft schwierig oder bedrückend, einen Gang zurückschalten zu müssen. Der Körper braucht aber Zeit und das richtige Maß an Training, bis die alte Leistungsfähigkeit wiederhergestellt ist.

Wichtig ist, dass Sie sich mit Ihren Sorgen und Fragen frühzeitig an Ihren Arzt wenden. Sie können sicher sein, dass er diese psychischen Probleme ebenso ernst nehmen wird wie die körperlichen. Mit der Zeit werden Sie Ihren Körper und seine Signale auch besser verstehen lernen. Sie werden sehr bald beurteilen können, ob es sich bei auftretenden Schmerzen in der Herzgegend um eine typische Angina pectoris handelt, also von den Herzkranzgefäßen ausgehende Schmerzen, oder ob die Beschwerden beispielsweise vom Brustkorb – Brustmuskeln oder Rippen – herrühren. Während im ersteren Fall bis auf weiteres engmaschigere Kontrollen nötig sind, wird Ihr Arzt Sie in den allermeisten anderen Fällen beruhigen können. Wenn Sie – was wünschenswert ist  – mehr körperliche Aktivität in ihren Alltag einbauen wollen, aber unsicher sind, was Sie hier tun können und dürfen, sollten Sie sich einer sogenannten Koronar- oder Herzsport-Gruppe anschließen. In einer solchen Gruppe können Sie mit anderen Patienten unter ärztlicher Überwachung Sport treiben.

Nur für den Ernstfall: Wenn sich Ihr Befinden wider Erwarten verschlechtert oder akute starke Schmerzen in der Brust auftreten, den Notarzt rufen. Hemmungen, Abwarten oder auch Rücksichtnahme auf andere wären hier genau das Verkehrte!


Professor Dr. med. Wolfram Delius, München

 

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Welche Medikamente können einem neuen Herzinfarkt vorbeugen?

Medikamente, die neue Verschlüsse von Herzkranzgefäßen mit Sicherheit verhindern, gibt es leider nicht. Wirkstoffe, die das Anheften und Verklumpen von Blutplättchen an arteriosklerotisch veränderten (laienhaft: „verkalkten“) Gefäßwänden oder einem nach dem Infarkt eingesetzten Stent verhindern, sind Acetylsalicylsäure (abgekürzt ASS) und Clopidogrel. Beide Medikamente sind für die Dauer bis zu einem Jahr nach Implantation bei den sogenannten medikamentenbeschichteten Stents (Drug Eluting Stent; ein Stent ist ein kleines, röhrenförmiges Maschendrahtgeflecht zum Offenhalten des verengten Gefäßes) absolut notwendig, um einen Verschluss und damit einen neuen Infarkt zu verhindern. Patienten ohne Stentversorgung sollten nach einem Infarkt lebenslang ASS (100 mg) einnehmen. Diese Wirkung ist von dem Arzneistoff Acetylsalicylsäure in relativ niedriger Dosierung (100 mg) bekannt. Wird der Wirkstoff wegen einer Magenschleimhautreizung oder früherer Magengeschwüre nicht gut vertragen, können zusätzlich eingenommene Magenschutz-Medikamente (sogenannte Protonenpumpenblocker) helfen. Alternativ kann auch das gleich wirksame, aber teurere Medikament Clopidogrel eingenommen werden. 

Daneben umfasst die Vorbeugung weiterer Gefäßverschlüsse selbstverständlich auch Maßnahmen und Medikamente gegen die Ursachen der arteriosklerotischen Gefäßerkrankung beziehungsweise koronaren Herzkrankheit, insbesondere erhöhtes Cholesterin und Bluthochdruck.
 Nicht zu unterschätzen sind auch die positiven Langzeitwirkungen einer herzgesünderen Lebensweise. Dabei geht es vor allem um regelmäßige körperliche Bewegung, Gewichtskontrolle, kalorienbegrenzte, qualitätvolle Ernährung, Rauchverzicht und Stressausgleich. Davon profitiert übrigens auch der Magen!

Professor Dr. med. Wolfram Delius, München


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Welcher Sport ist nach einem Herzinfarkt möglich?

Darf ich nach einem Herzinfarkt zum Beispiel wieder Joggen oder Skifahren, Radfahren, Schwimmen?

Herzinfarkt ist nicht gleich Herzinfarkt. Wie groß die körperliche Belastbarkeit danach ist, hängt vom Schaden ab, den der Infarkt hinterlassen hat (Größe der Infarktnarbe, Einschränkung der Pumpleistung des Herzens oder Herzschwäche, Neigung zu Herzrhythmusstörungen). Auch sollte die gewählte Sportart nicht bis zum Auftreten von Kurzatmigkeit (Luftnot) oder Brustschmerzen (Angina pectoris-Beschwerden) gesteigert werden. Der Kardiologe kann mit einer Ultraschalluntersuchung (Echokardiografie) und durch Belastungstests auf dem Fahrradergometer feststellen, welcher Belastung Sie sich aussetzen dürfen. Grundsätzlich sind Ausdauersportarten wie nicht zu strammes Laufen, Walking, Radfahren oder Schwimmen (wenn keine ernsthaften Herzrhythmusstörungen oder Herzschwäche bestehen) empfehlenswert. Auch moderater Alpinsport mit Aufenthalten in 500 bis 2.500 Metern Höhe über dem Meeresspiegel ist vertretbar, ähnlich wie bei Patienten mit stabiler Herzkranzgefäßerkrankung. Dennoch sollten Sie dem Organismus Zeit zur Gewöhnung gönnen und die ersten Tage größere Belastungen vermeiden. Kälte, insbesondere wenn Gegenwind dazu kommt, kann zu einer Verengung der Herzkranzgefäße führen und Angina-pectoris-Anfälle auslösen. Bei widrigen Wetterbedingungen sollten sportliche Aktivitäten im Freien daher möglichst vermieden werden.


Professor Dr. med. Wolfram Delius, München

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Welches Klima verträgt man nach einem Infarkt am besten?

Wie groß die Auswirkungen des Klimas auf die Lebenserwartung nach einem Herzinfarkt sind, ist bisher nicht genau untersucht. Generell gilt: Das gemäßigte, in weiten Teilen Zentraleuropas vorherrschende Klima ist für Herz und Kreislauf in jedem Fall weniger belastend als extreme Hitze oder extreme Kälte. Den dennoch unvermeidlichen Wetterkapriolen lässt sich durch geeignete Kleidung und andere Maßnahmen meist gut gegensteuern. Große Hitze erweitert die Blutgefäße, wodurch der Blutdruck sinkt. An Hochsommertagen ist daher neben leichter Kleidung vor allem eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig. Große Kälte dagegen hat den entgegengesetzten Effekt: Die Blutgefäße der Haut und Muskulatur verengen sich, sodass dass Herz gegen einen höheren Widerstand ankämpfen muss. Gleichzeitig werden auch die Herzkranzgefäße enger. Im Extremfall kann das bedeuten, dass der Energiebedarf für die Mehrarbeit des Herzens nicht mehr ausreichend gedeckt werden kann und Herzschmerzen (Angina-pectoris-Beschwerden) auftreten. Im Winter ist eine zweckmäßige Kleidung – passend zur Temperatur – für Herzpatienten daher besonders wichtig. Bei extremer Kälte sollten sportliche Aktivitäten besser in den Indoor-Bereich verlegt werden.



Professor Dr. med. Wolfram Delius, München


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Darf ich nach einem Herzinfarkt wieder reisen?

Sind die ersten Wochen nach einem Herzinfarkt ohne größere Probleme vorübergegangen und haben Sie mit dem Arzt darüber gesprochen, wie stark Sie sich belasten dürfen, dann können oft  auch wieder Reisepläne geschmiedet werden.

Grundsätzlich sollten Sie extreme Klimawechsel ebenso wie Aufenthalte in größeren Höhen zunächst einmal meiden. Wählen Sie nach Möglichkeit die bequemste Reiseart. Bei Beschwerdefreiheit, das heißt ohne Angina-pectoris-Schmerzen oder Zeichen der Herzschwäche sind auch Flugreisen kein Problem. Unabhängig von der Art des Reisemittels sollte jeglicher Stress durch Zeitdruck oder Tragen schwerer Gepäckstücke vermieden werden. Überzeugen Sie sich, die täglich einzunehmenden Medikamente in ausreichender Menge eingepackt zu haben, da diese im Ausland möglicherweise nicht erhältlich sind. Auch ist es immer hilfreich, einen ausführlichen ärztlichen Befundbericht (eventuell in englischer Sprache) mitzunehmen, um im Bedarfsfall die Ärzte vor Ort richtig informieren zu können.


Professor Dr. med. Wolfram Delius, München

 

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Was ist eine instabile Herzkranzgefäßerkrankung?

Bei einer instabilen Herzkranzgefäßerkrankung – der Arzt spricht hier auch von instabiler Angina pectoris – treten Brust- bzw. Herzschmerzen (Angina-pectoris-Anfälle) zunehmend häufiger und stärker, schließlich auch in Ruhe auf. Ohne zusätzliche Labor- und EKG-Untersuchungen ist dieser Zustand manchmal nur schwer von einem Herzinfarkt zu unterscheiden. Ein Herzinfarkt ist durch typische Veränderungen im EKG oder durch den Nachweis bestimmter Herzenzyme im Blut erkennbar. In jedem Fall sollte ein Patient mit instabiler Angina pectoris möglichst umgehend in eine kardiologische Klinik zur Herzkatheteruntersuchung eingewiesen werden.


Professor Dr. med. Wolfram Delius, München


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Können Brustschmerzen auch eine Herzneurose sein?

Mit der selbst gestellten Diagnose "Herzschmerzen" kommen täglich Tausende von Patienten in die ärztliche Praxis oder Klinik. Meistens geben die Betroffenen Schmerzen links im Brustkorb an. Aber auch Herzjagen, Atemnot und vor allem die Angst, an einer schweren Herzerkrankung zu leiden oder kurz vor dem Herzinfarkt zu stehen, sind typische Beschwerden.

Mediziner sprechen von Herzangst oder Herzneurose, wenn trotz gründlicher Diagnostik mit Labortests, EKG, Ultraschall, Computertomografie, häufig sogar Herzkatheter eine organische Ursache für die wiederkehrenden Beschwerden ausgeschlossen worden ist. Die Angst, dass trotz aller eigentlich beruhigenden Untersuchungsbefunde mit dem Herz etwas nicht in Ordnung sein könnte, treibt die Patienten dennoch weiter von Arzt zu Arzt.

Auch wenn die Beschwerden nicht ständig vorhanden sind, können oft schon ganz unbedeutende Anlässe erneute Angst oder Panik auszulösen. Meist sind es Herzgesunde, die an einer Herzneurose leiden. Die Neurose kann sich aber auch gelegentlich nach einem überstandenen Herzinfarkt oder nach einer Herzoperation entwickeln.

Für die Therapie von Patienten mit schwerer Herzneurose sind der Hausarzt oder auch der kardiologische Facharzt meistens nicht der richtige Ansprechpartner. Die Betroffenen sollten nach Möglichkeit eine psychosomatische oder psychotherapeutische Beratung und Therapie erhalten. Geeignete Behandlungswege sind die Verhaltenstherapie, ferner entspannungs- und bewegungstherapeutische Verfahren. Auch die Psychoanalyse bietet therapeutische Ansatzpunkte.

 

Professor Dr. med. Wolfram Delius, München


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www.apotheken-umschau.de; 13.09.2005, aktualisiert am 04.04.2014
Bildnachweis: W&B/Bernhard Huber/RYF, W&B/Jörg Neisel

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