Herzinfarkt: Möglichst schnell behandeln
Je weniger Zeit vergeht, bis ein Herzinfarkt (Myokardinfarkt) behandelt wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Patient überlebt. Typische Anzeichen für einen Herzinfarkt sind Schmerzen im Bereich des Brustbeines und der linken Brustseite (Brustschmerzen), die länger als fünf Minuten anhalten. Die Schmerzen können aber auch in anderen Teilen des Brustkorbes, im Oberbauch oder Rücken auftreten. Bei einem Herzinfarkt kommt es zu einem Verschluss einzelner Abschnitte der Herzkranzgefäße (Koronarien), die das Herz mit Blut versorgen – und dadurch zum Untergang von Herzmuskelgewebe.
Erkrankungen des Herzens
Herzschwäche (Herzmuskelschwäche, Herzinsuffizienz) heißt, dass das Herz es nicht mehr schafft, die nötige Menge Blut durch den Körper zu pumpen. Unterschieden wird die akute Herzinsuffizienz, die einen Notfall darstellt, und die chronische Herzinsuffizienz, die sich meist über Monate und Jahre entwickelt. Mögliche Ursachen: unzureichend behandelter Blutdruck oder eine koronare Herzkrankheit (KHK). Bei letzterer handelt es sich um eine Verengung der Herzkranzgefäße. Die KHK kann sich unterschiedlich äußern: von einem vorübergehenden Angina-pectoris-Anfall, also Brustenge, über Herzrhythmusstörungen, entstanden durch eine koronare Durchblutungsstörung, bis hin zum Herzinfarkt und dem plötzlichen Herztod. Wer unter einem Herzklappenfehler leidet, kann an akuter oder chronischer Herzschwäche erkranken. Die vier Herzklappen regeln den Blutfluss im Herzen. Sie können undicht werden oder "verstopfen". Diese Schäden sind angeboren oder entstehen im Laufe des Lebens.
Vielfältige Ursachen kann eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) haben. Diese Entzündung des Herzmuskels wird oft durch Viren, Bakterien oder Parasiten ausgelöst. Ist zudem auch der Herzbeutel (Perikard) entzündet, spricht man von einer Perimyokarditis.
Den Blutdruck in den Griff bekommen
Wichtig ist es, langfristig keinen zu hohen Blutdruck (Hypertonie) zu haben, denn er kann eine akute oder chronische Herzschwäche auslösen. Ist der Blutdruck zu hoch, stehen die Blutgefäße zu sehr unter Druck und das Herz muss gegen einen großen Widerstand in den Adern anpumpen. Ein unbehandelter Blutdruck belastet nicht nur das Herz, er schädigt auch die Arterien, also die Adern. Wer also etwas für seine Herzgesundheit tun möchte, sorgt für normale Blutdruckwerte. Ein zu niedriger Blutdruck (Hypotonie) kann ein Hinweis auf eine Herzmuskelschwäche sein.