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Heidelbeere: blau, süß, lecker!

Heidelbeeren, auch Blaubeeren genannt, können die Zähne vorübergehend blau färben. Sie sind sehr aromatisch und schmecken pur, eignen sich aber auch zum Kochen und Backen


Heidelbeeren sind pur oder als Zusatz in Joghurt oder Quark ein köstlicher Hingucker

Inhaltsstoffe: In Blaubeeren stecken die Vitamine A, E und C

Heidelbeeren enthalten viel Wasser und sind kalorienarm. Ihr Anteil an Provitamin A ist hoch. Im Körper wird daraus Vitamin A, das wichtig ist für den Sehprozess. Auch Vitamin E und Vitamin C sind in relevanten Mengen enthalten. Beide Vitamine sollen unter anderem Zellschäden vorbeugen. Vitamin C spielt zudem eine Rolle beim Aufbau von Bindegewebe. Die blaue Farbe der Früchte geht auf die enthaltenen Anthocyane zurück. Sie sollen ebenfalls zum Zellschutz beitragen. Frische Beeren können leicht abführend wirken, während getrocknete Beeren bei Durchfallerkrankungen helfen sollen.

Herkunft: Kulturheidelbeere stammt aus Nordamerika

Die Heimat der Echten Heidelbeere, die auch als Heilpflanze bekannt ist, sind die gemäßigten und nordischen Zonen Europas und Asiens. Ihre Verwandte, die Kulturheidelbeere, stammt aus Nordamerika. Angebaut wird sie unter anderem in den USA, Kanada, Chile, Australien, Neuseeland und Mitteleuropa.


Botanik: Zwei Arten von Heidelbeeren

Vaccinium myrtillus, die Echte Heidelbeere, stammt aus der Familie der Heidekrautgewächse. Andere Bezeichnungen sind Blaubeere, Mollbeere, Wildbeere, Waldbeere, Bickbeere und Moosbeere. Die Früchte wachsen an buschigen Gehölzen, die etwa 50 Zentimeter hoch werden. Die Zwergsträucher gedeihen im Halbschatten auf nährstoffarmem Boden am besten. Bevorzugte Standorte sind Laub- und Nadelwälder sowie Heiden. Die grünen Zweige sind kantig und unbehaart. Sie tragen zwei bis drei Zentimeter lange Blätter. Im Herbst färbt sich das Laub rötlich und fällt ab. In den Blattachseln entwickeln sich im April und Mai die grünlich bis blassrosa gefärbten Blüten. Aus ihnen entstehen im Spätsommer die Heidelbeeren. Sie haben die Form einer abgeplatteten Kugel. Typisch ist die graue Bereifung. Die Früchte der wildwachsenden Echten Heidelbeere schmecken sehr aromatisch. Sie färben wegen ihres hohen Gehalts an Farbstoffen beim Essen die Zähne blau.

Im Garten findet sich zumeist die Kulturheidelbeere Vaccinium corymbosum. Ihre Früchte haben zwar die charakteristische blaue Schale, aber ein helles Fruchtfleisch. Sie können die Größe von Kirschen erreichen und werden damit größer als die Früchte der Echten Heidelbeere. Ihr Aroma ist allerdings weniger intensiv. Die kultivierten Sträucher können bis zu zwei Meter hoch werden.

Saison: Beeren gibt’s im Sommer

Heidelbeeren reifen in Mitteleuropa im Sommer. Heimische Ware ist dann in den Supermärkten und auf Wochenmärkten erhältlich. Bereits im April gibt es Heidelbeeren aus Südeuropa zu kaufen. Aus Ländern der Südhalbkugel kommen Importe im Winter zu uns.

Lagerung: Bis zu einer Woche im Kühlschrank

Frische Heidelbeeren müssen rasch verbraucht werden. Früchte der Kulturheidelbeere sind in der Regel länger haltbar als die der Echten Heidelbeere. Sie können im Kühlschrank bis zu einer Woche aufbewahrt werden.

Tipps zur Zubereitung: Roh, zum Einkochen oder Backen

Vor dem Verzehr die Beeren mit Wasser gründlich reinigen. Danach auf einem Küchentuch trocknen lassen. Außer zum Rohverzehr eignet sich das Obst gut zum Einkochen und Backen. Ob als Kompott, Gelee oder Konfitüre, Blaubeeren sind ein besonderer Genuss. Empfehlenswert sind sie auch als Zugabe zu Joghurt oder Quarkspeisen. Die Beeren sind eine farblich ansprechende Ergänzung für Obstsalate und Obstkuchen. Pfannkuchen und Muffins geben sie eine fruchtige Note.

Eine Spezialität ist die „schwedische Blaubeersuppe“. Dazu die Beeren mit Wasser wenige Minuten kochen und Zucker hinzugeben. Mit Zimt abschmecken. Je nach Geschmack können noch Zitronensaft und für die Konsistenz Speisestärke zugegeben werden. Die Suppe schmeckt kalt und warm.


Nährwerttabelle: Heidelbeere (pro 100 Gramm)


Energie


kcal
36

Fett


gesamt (g)
1

Kohlenhydrate


gesamt (g)
6

Mineralstoffe (mg)


Natrium (Na)
1
Kalium (K)
80
Calcium (Ca)
10
Magnesium (Mg)
2
Phosphat (P)
15
Eisen (Fe)
0,7
Zink (Zn)
0,1

Vitamine


Beta-Carotin (µg)
35
Vitamin E (mg)
2,1
Vitamin B1 (mg)
0,02
Vitamin B2 (mg)
0,02
Vitamin B6 (mg)
0,06
Folsäure (µg)
10
Vitamin C (mg)
20

 

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle




Bildnachweis: Fotolia/Volff

www.apotheken-umschau.de; aktualisiert am 18.07.2013, erstellt am 19.09.2012
Bildnachweis: Fotolia/Volff

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